Eppertshausen: Ukrainische Familien stiften Gedenkstätte

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(Foto: Gemeinde Eppertshausen)

Vor über zwei Jahren, am 24. Februar 2022, begann die Invasion russischer Truppen in die Ukraine. Seitdem dauert der Angriffskrieg Russlands mit zunehmender Härte und Zerstörung an. Nach Angaben des UNHCR wurden seit Kriegsausbruch weltweit etwa 6,5 Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine registriert, davon rund 1,2 Millionen nach Deutschland. Es dauerte nur wenige Tage, bis am 8.März 2022 die ersten Flüchtlinge in Eppertshausen eintrafen. Die Unterstützung der Eppertshäuserinnen und Eppertshäuser war riesengroß, über Monate gingen Kleider- und Sachspenden ein, wurden Wohnungen und Wohnungseinrichtungen zur Verfügung gestellt und es erklärten sich auch einige Eppertshäuserinnen und Eppertshäuser sofort bereit, den seit 2016 bestehenden Ehrenamtskreis tatkräftig bei der Betreuung der Flüchtlinge zu unterstützen. Mittlerweile wohnen mehr als 100 Ukrainische Flüchtlinge in Eppertshausen, leben und arbeiten, treiben gemeinsam Sport in den Vereinen, die Kinder besuchen die Kindertagesstätten und die Schule.

Als ein kleines Zeichen der Dankbarkeit und zur Erinnerung an diese Zeit hat die Ukrainische Gemeinschaft in Eppertshausen der Gemeinde einen „Schneeballstrauch“ gestiftet, der in der Nähe der Gedenkstätte für die Jüdische Gemeinde am Bernhard-Moses-Weg seinen Platz gefunden hat. In der Ukraine ist Viburnum („Kalyna“) ein Symbol für den Mut und Unbeugsamkeit im Kampf für die Unabhängigkeit des Heimatlandes, für die Freiheit und Würde des Menschen. Die Zweige, Blumen und Blätter sind dort überall zu sehen und sollen in Eppertshausen auch dann noch an die gemeinsame Zeit erinnern, wenn die ukrainischen Freundinnen und Freunde wieder in ihre hoffentlich bald wieder friedliche Heimat zurückkehren konnten.

(Text: PM Gemeinde Eppertshausen)