Rodgauer Baggerseepiratinnen drehen Spiel bei Fortuna Düsseldorf

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Symbolbild Handball (Symbolfoto: BorgMattisson auf Pixabay)

29:27 (13:19)-Sieg beschert HSG-Damen den fünften Platz in der Endabrechnung

Die Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden haben tatsächlich für das i-Tüpfelchen gesorgt. Mit 29:27 (13:19) gewannen sie auswärts bei Fortuna Düsseldorf und holten dabei einen Sieben-Tore-Rückstand auf. „Es war in der zweiten Halbzeit ein magischer Fight, den die Mädels abgeliefert haben“, schwärmte Trainer Ergün Sahin. „Der Sieg ist die Krönung einer tollen Saison.“ Damit konnten die Baggerseepiratinnen die Drittligarunde auf Platz fünf und mit einem positiven Punktekonto abschließen (23:21)! So wurde es für alle ein perfektes Wochenende, das am Vorabend mit einem gemeinsamen Abendessen in Düsseldorfs Altstadt begonnen hatte. Auch für die Spielerinnen, die das Team verlassen werden, war es ein schöner Saisonabschluss. Alle vier konnten sich in die Torschützenliste eintragen: Anna Bretz (5), Leyla Götz (3), Michelle Eichler (2) und Lea Gutacker (1) erzielten weit mehr als ein Drittel (38 Prozent) aller Rodgauer Treffer.

Anfänglich sah es allerdings nicht nach einem begeisternden Finish aus. Bis zur 20. Minute entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen, es stand 12:12. „In dieser Phase waren wir nicht immer präsent“, erkannte Ergün Sahin. „Mal sind wir in der Abwehr nicht so zupackend gewesen oder es unterlief uns in der Offensive der eine oder andere Fehler.“ Und diese Fehleransammlung sollte sich zunächst häufen. In der Folge legte Düsseldorf einen kleinen Zwischenspurt ein, die Gastgeberinnen hatten einen 7:0-Lauf und zogen auf 19:12 davon (29.). Der Schlussakkord der ersten Halbzeit gehörte den Baggerseepiratinnen. Sie beendeten ihre zehnminütige Torflaute und verkürzten (30.): Beim Stand von 19:13 für Fortuna Düsseldorf wurden die Seiten gewechselt.

In der Pause stellte Ergün Sahin seine Mannschaft neu ein. „Ich habe den Spielerinnen ins Gewissen geredet.“ Das zeigte Wirkung, fortan war eine ganz andere Körpersprache zu sehen. Ab der 43. Minute waren die HSG-Damen richtig im Spiel. Ihnen gelangen vier Tore in Folge, es stand nur noch 24:22 für das Heimteam (47.). Und die Rodgauerinnen holten weiter auf – Lea Gutacker gelang der 26:26-Ausgleich (54.). Drei Treffer von Christine Burgard (11/5) brachten dann die Entscheidung zugunsten der Baggerseepiratinnen, die nun ihrerseits uneinholbar 29:26 führten (59.). Das letzte Düsseldorfer Tor bedeutete nur noch Ergebniskorrektur. Burgard wurde damit zur Matchwinnerin, auch weil sie sich den Ball vor dem wichtigen 27:26 erkämpft hatte. Zudem sicherte sich „Chrissi“ mit insgesamt 192/61 Treffern die Torjägerinnenkrone in der 3. Liga Süd-West. Ein Sonderlob vom Trainer erhielt Jil Riecke (3) für ihren starken defensiven und offensiven Einsatz. Jetzt gehen Nieder-Rodens Spielerinnen in eine verdiente Pause, bevor im Sommer die Vorbereitung auf die mittlerweile fünfte Drittligasaison startet.

mA2-Junioren: Vor-Qualifikation auf Bezirks-Ebene für die Teilnahme an der
Qualifikationsrunde zur Regionalliga in Bruchköbel erfolgreich geschafft

Um an der Qualifikationsrunde um die neu geschaffene Regionalliga bei den mA-Junioren teilnehmen zu können, mussten die Baggerseepiraten zunächst die Vor-Qualifikation des Bezirks Offenbach-Hanau erfolgreich beenden. Die Vor-Qualifikation wurde in Turnierform mit vier Mannschaften jeder gegen jeden in Bruchköbel ausgespielt. Nur die ersten beiden mA-Junioren-Teams in diesem Turnier konnten sich für eine weitere Qualifikationsrunde um die Regionalligaplätze qualifizieren. Eigentlich durfte man sich keinen Patzer erlauben, um nicht gleich aus dem Rennen geworfen zu werden.

Die Baggerseepiraten trafen hier auf alte Bekannte: Die TSG Offenbach-Bürgel, die JSGmA Preagberg/Hainburg und den Gastgeber die SG Bruchköbel. Gespielt wurde im Modus 2 x 15 Minuten.

Der erste Gegner am heutigen Sonntag war die TSG Offenbach-Bürgel. Die Baggerseepiraten benötigten eine kleine Eingewöhnungsphase von 10 Minuten, um ins Spiel zu finden. Danach hatten die Baggerseepiraten den Gegner gut im Griff, ließen nichts anbrennen. Zur Pause eine sichere und deutliche 11:4 Führung. Die Partie wurde runtergespielt, man hatte noch zwei schwere Spiele gegen die stärker eingestuften Mannschaften aus Preagberg und Bruchköbel vor sich. Das Spiel wurde mit 18:13 für die Baggerseepiraten abgepfiffen.

Im zweiten Qualifikations-Spiel traf man auf die Vertretung der JSGmA Preagberg/Hainburg, die das erste Spiel gegen die mitfavorisierten Junioren aus Bruchköbel mit einem Treffer für sich entscheiden konnten. Vorsicht war geboten, traf man hier auf einige alte Bekannte, die auch schon bei den Baggerseepiraten gespielt haben. Es war ein hartes Stück Arbeit. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, kein Team konnte sich mit mehr als zwei Treffern absetzen. Zur Halbzeit lagen die Preagberger mit 9:8 in Front. Man erlaubte sich zu viele Nachlässigkeiten, die Abwehrreihe ließ zu viele Wurfmöglichkeiten zu.
Auch im zweiten Abschnitt ein ständiges Hin und Her mit kleinen Vorteilen jetzt für die Baggerseepiraten. Es half alles nichts. Die Preagberger blieben dran, waren in der 26. Minute noch mit einem Tor im Vorteil. Die Baggerseepiraten, dann aber hochkonzentriert, konnten alle Angriffsvarianten der Preagberger abwehren und ihrerseits noch durch zwei gelungene Aktionen den am Ende doch verdienten 17:16 Sieg erringen und erkämpfen. Es setzte sich hier zum Schluss der vielleicht etwas Glücklichere durch. Aber auch unverkennbar der in der Mannschaft vorhandene unbedingte Wille, das Spiel nicht verlieren zu wollen.

Aber das war auch nur eine Zwischenstation am heutigen Tage. Wurde das letzte Spiel der Baggerseepiraten gegen die SG Bruchköbel verloren, waren die Baggerseepiraten möglicherweise aus dem Regionalliga-Qualifikations-Rennen.

Auch in dieser dritten und entscheidenden Partie am heutigen Tage gegen die Gastgeber aus Bruchköbel sah man zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. Wobei, je länger das Spiel dauerte, desto mehr konnten sich die Baggerseepiraten immer wieder kleine Vorteile erspielen. Zur Halbzeit eine Zwei-Tore-Führung für die Baggerseepiraten.
Man hatte auf den Zuschauerrängen nicht den Eindruck, als könnte der Gastgeber den Baggerseepiraten heute ein Schnippchen schlagen. Die Bruchköbler konnten in der 19. Minute zwar nochmal auf 12:12 ausgleichen. Aber dann waren die Baggerseepiraten wieder am Zug. Man ließ den Gastgeber nicht mehr zur Entfaltung kommen und zog in der 25. Minute mit einem drei Tore Vorsprung davon. Die Auszeit der Gastgeber konnte den gefundenen Spiel-Rhythmus der Baggerseepiraten nicht mehr entscheidend unterbrechen.

Mit 20:15 wurde das Spiel nach Hause gefahren und der erste Platz in der Vor-Quali-Runde verdient erkämpft, erspielt und erzielt.

Die erste Hürde für die begehrten Regionalliga-Plätze ist genommen. Das war allerdings nur ein erster Schritt. Es folgen noch weitere Quali-Runden, die nicht minder schwer werden sollten. Das Team um Coach Robert Scariot hat auf jeden Fall das Zeug dazu, sich in den weiteren Quali-Runden behaupten zu können.

Es spielten: Lenny Hardrick (TW), Wali Ashrati (TW), Anton Geyer, Jan-Eric Großlaub, Laurenz Pulcher, Hugo Hoffmann, Taylor Hörhold, Dennis Kvashchenko, Nicolas Stockmar, Tim Weiland, Jason Hardrick und Philipp Scariot.

(Text: PM HSG Rodgau Nieder-Roden)