Asiatische Tigermücke in Groß-Gerau: KABS e.V. bekämpft kleine Population

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Asiatische Tigermücke (Foto: B. Pluskota/ KABS)

Zur Bekämpfung einer kleinen Tigermückenpopulation hat die Stadt Groß-Gerau die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e. V. (KABS e. V.) beauftragt. Die KABS e.V. führt die Bekämpfung 2024 in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt und der Stadtverwaltung im Zeitraum von Mitte April bis Ende September durch. Grundstückseigentümer, deren Liegenschaft sich in einem Verbreitungsgebiet der Tigermücke befindet, werden im Vorfeld über die bevorstehenden Bekämpfungsmaßnahmen informiert. Für den Einsatz der KABS e.V. entstehen den Betroffenen keine Kosten! Eine Begehung vor Ort durch Mitarbeitende der KABS e.V. dauert in der Regel nicht länger als zehn bis 15 Minuten.

Die Stadtverwaltung bittet um Mithilfe, denn nur so kann die KABS e.V. die Asiatische Tigermücke, die Krankheitserreger übertragen kann, erfolgreich bekämpfen und eine weitere Ausbreitung verhindern.

Wie die KABS mitteilt, konnte bereits im vergangenen Jahr eine kleine Population der ursprünglich aus Südostasien stammenden Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus) im Stadtgebiet nachgewiesen werden. Diese verbreitet sich durch den globalen Reise- und Handelsverkehr bereits seit Jahrzehnten weltweit und trifft mittlerweile auch bei uns durch mildere Temperaturen auf einen geeigneten Lebensraum. Die im Vergleich zu heimischen Stechmücken relativ kleine Tigermücke ist tagaktiv, stechfreudig und an ihrem charakteristischen schwarz-weißen Muster sowie an einer markanten, weiß-silbrigen Linie, die vom Kopf zum Rücken verläuft, erkennbar (Foto).

Tigermücke kann Krankheiten übertragen

Die Tigermücke stellt ein nicht unerhebliches potenzielles Gesundheitsrisiko dar, denn sie ist in der Lage eine Vielzahl von Krankheitserregern wie z.B. das Dengue-, Zika-, Chikungunya- und das Westnil-Virus auf den Menschen zu übertragen. Dabei trägt die Tigermücke die Krankheitserreger nicht von Natur aus in sich, sondern muss zunächst einen infizierten Menschen stechen, bei dem die entsprechenden Viren im Blut vorhanden sind.

Diese Viren sind in Hessen zwar aktuell nicht verbreitet, können jedoch von Fernreisenden eingebracht werden. Dann besteht etwa bei längeren Wärmeperioden die Gefahr einer Übertragung von einer infizierten Person über die Tigermücke auf eine weitere Person.

Wichtig: Die Gefahr, sich durch den Stich einer Tigermücke mit einem der genannten Krankheitserreger zu infizieren, ist durch die geringe Verbreitung der Erreger zum jetzigen Zeitpunkt jedoch gering.

Um eine Verbreitung der Tigermücke zu verhindern, sind Bekämpfungs- und Präventionsmaßnahmen notwendig. Im Fokus der Bekämpfung stehen die Brutstätten der Tigermücke, wie Wasseransammlungen in Blumentopfuntersetzern, Vogeltränken, Dachrinnen oder offene Regentonnen.

Präventiv einer Ansiedlung entgegenwirken

Bürgerinnen und Bürger können hier bereits präventiv einer Ansiedlung entgegenwirken, indem sie zu Beginn des Frühjahrs ihren Garten, Balkon oder Fensterbretter auf mögliche Brutstätten überprüfen und über den Sommer Wasseransammlungen möglichst vermeiden. Können Brutstätten jedoch nicht beseitigt werden, etwa in Hofgullys, oder werden Wasseransammlungen im Sommer benötigt, zum Gießen der Pflanzen im Garten, ist eine regelmäßige biologische Behandlung der Brutstätten notwendig.

Hierzu wird auf einen Wirkstoff zurückgegriffen, der aus dem Bakterium Bacillus thuringiensis israelensis (B.t.i.) gewonnen wird und gezielt Stechmückenlarven abtötet. Der Wirkstoff tötet lediglich Mückenlarven ab, ist jedoch für andere Insektengruppen wie z.B. Bienen als auch für Haustiere, Igel, Vögel und den Menschen völlig unbedenklich.

Ziel der Bekämpfung ist es, alle vorhandenen Brutstätten zu erkennen und zu beseitigen. Potenzielle Brutstätten vollumfänglich zu erkennen ist für ungeschulte Personen nicht ohne weiters leistbar.

Daher ist es wichtig, dass die Behandlung von Brutstätten im festgelegten Bekämpfungsgebiet auch auf Privatgrundstücken durch geschulte Mitarbeiter der KABS e.V. durchgeführt wird.

Für Fragen oder die Meldung einer Sichtung kann man sich gerne an tigermuecke@kabsev.de wenden. Informationen seitens der Stadtverwaltung erhält man bei Patrick Pohlmann (Grünflächen und Umwelt), Telefon: 06152 – 716 6701, E-Mail: patrick.pohlmann@gross-gerau.de.

(Text: PM Kreisstadt Groß-Gerau)