Drittes Blindentast-Stadtmodell für Wiesbaden: Schenkung der Lions

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(Visualisierung: Landeshauptstadt Wiesbaden)

Die Stadt Wiesbaden erhält ein drittes Blindentast-Stadtmodell aus Bronze. Nach den beiden Modellen an der Kreuzung Langgasse/Kirchgasse/Marktstraße und hinter den Kurhaus-Kolonnaden wird das neue Modell vor dem RheinMain CongressCenter zur Rheinstraße hin aufgestellt. Die insgesamt 13 Lions Clubs aus der Region Wiesbaden, Rheingau, Untertaunus sowie der hessische Distrikt der Lions schenken das neue Modell der Stadt Wiesbaden.

Zur Unterzeichnung des Schenkungsvertrages trafen sich am Donnerstag, 25. April, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher mit den Lions-Vertretern Dr. Alfred Rau, Dr. Hoiko de Pay und Karl-Heinz Heuß im Rathaus.

„Ich danke den Lions, dass sie uns ein drittes Blindentastmodell zur Verfügung stellen. Mit dem Standort am RMCC wird Menschen mit Sehbeeinträchtigungen die Möglichkeit eröffnet, unsere Innenstadt auch aus südlicher Richtung zu erfahren. Das Modell stellt somit einen wichtigen Baustein für eine inklusive Stadtgesellschaft dar,“ sagte Oberbürgermeister Mende.

„Die Lions aus Wiesbaden und Umgebung wollen damit nachträglich noch eine bleibende Erinnerung hinterlassen zum Kongress der Deutschen Lions, der im Mai 2023 in Wiesbaden stattgefunden hatte, und zu dem wir über 1.200 Gäste aus dem In- und Ausland im RMCC begrüßen durften“, so Dr. Hoiko de Pay vom Lions Club Wiesbaden-Kochbrunnen, der federführend zusammen mit Karl-Heinz Heuß vom Lions Club Wiesbaden-Neroberg sowie etwa 100 Lionsfreundinnen und Lionsfreunden aus der Region diesen Kongress ehrenamtlich organisiert hatte.

Ein Blindentastmodell passt zu einem der zentralen Anliegen von Lions, dem Thema Blindheit/Augenlicht. Unter anderem über den jährlichen RTL-Spendenmarathon finanzieren die deutschen Lions jedes Jahr den Bau einer neuen Augenklinik in Schwarzafrika mit.

Die beiden bereits bestehenden Modelle bilden – in der Innenstadt – das „Historische Fünfeck“ beziehungsweise – hinter den Kurhaus-Kolonnaden – das Ensemble aus Staatstheater, Kurhaus und Warmer Damm ab.

Das neue Modell ist als südliche Ergänzung zu diesen Modellen gedacht und umfasst das Areal innerhalb von Friedrichstraße, Frankfurter/Mainzer Straße und Oranienstraße sowie im Süden den Hauptbahnhof. „Gerade im Bereich Wilhelmstraße, Friedrich-Ebert-Allee und Rheinstraße ist in den letzten Jahren u.a. mit dem RMCC und dem Museum Reinhard so viel Neues entstanden“, so Heuß.

Das Blindentastmodell wird eine Größe von circa 181 Zentimeter auf 123 Zentimeter haben und das beschriebene Areal im Maßstab 1:650 abbilden. Es wird auf einem etwa 75 Zentimeter hohen Sockel befestigt, der aus dem gleichen Stein besteht, wie er rund um das RMCC verwendet wurde. Das Modell wird etwas über den Sockel überstehen, damit auch Rollstuhlfahrer möglichst nah an das Modell heranfahren können. Das Modell soll im Herbst dieses Jahres aufgestellt werden.

Der Künstler für das neue Modell ist Felix Brörken, sein Vater Egbert Brörken hatte die beiden anderen Modelle gestaltet. Vater und Sohn haben langjährige Erfahrungen mit Stadtmodellen. Das Modell wird aus sogenannter Gold-Bronze hergestellt.

(Text: PM Landeshauptstadt Wiesbaden)