Ein rundum gelungener Europatag in Schmitten

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Beim Rundgang über das Festgelände in Schmitten konnten sich alle Beteiligten persönlich überzeugen, dass der europäische Gedanke im Hochtaunuskreis höchst lebendig ist. (Foto: Hochtaunuskreis)

Von Europa-Müdigkeit war am Samstag in Schmitten nicht ein Hauch zu spüren. Ganz im Gegenteil: Der Hochtaunuskreis feierte mit der Gemeinde Schmitten den Europatag, an dem sich noch nie so viele Vereine und Institutionen beteiligt hatten. An fast 50 Ständen konnten sich Menschen für den europäischen Gedanken eines friedvollen Miteinanders über Ländergrenzen hinweg begeistern lassen.

In seiner Begrüßung warb Landrat Ulrich Krebs dafür, am 9. Juni, wenn das Europäische Parlament neu gewählt wird, zur Wahlurne zu gehen, „damit dieses Friedensprojekt fortgesetzt werden kann und diejenigen gewählt werden, die es fortsetzen wollen“. Schmittens Bürgermeisterin Julia Krügers sagte, dass Europa dort sei, wo Menschen sich zu Europa bekennen. Es lohne sich daher, sich bewusst zu machen, dass Europa schon jetzt in vielerlei Hinsicht positiv im Taunus bemerkbar sei. Als Beispiel nannte sie die LEADER-Region Hoher Taunus, die zu einem Großteil von der EU finanziert wird. Die hessische Europa-Staatssekretärin Karin Müller freute sich, an dem Europatag teilnehmen zu können. Angesichts der vielen Krisenherde sei es heute leider nicht mehr selbstverständlich, für Toleranz und Miteinander einzutreten. Daher brauche es solche Feste, um genau für diese Werte zu werben.

Beim Rundgang über das Festgelände in Schmitten konnten sich alle Beteiligten persönlich überzeugen, dass der europäische Gedanke im Hochtaunuskreis höchst lebendig ist. Zahlreiche Partnerschaftsvereine waren mit Ständen vertreten und boten kulinarische Köstlichkeiten aus ihren Partnergemeinden an. Wie sehr der europäische Gedanke aber auch bedroht ist, wurde am Stand der Ukrainehilfe-Taunus deutlich. Der auf Initiative von Landrat Krebs vor zwei Jahren aus Anlass des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine gegründete Verein unterstützt Menschen, die aus der Ukraine in den Taunus geflüchtet sind. Ebenso leistet er humanitäre Hilfe für Menschen in der ukrainischen Partnerstadt Zhofti Vody, denn diese Hilfe wird dringend gebraucht, um die Not der Menschen zu lindern und die medizinische Versorgung vor Ort zu verbessern.

Trotz dieser nachdenklichen Töne war der Europatag vor allem ein fröhliches Fest für die ganze Familie. Auf der Bühne gab es Musik, Unterhaltung und Diskussionsrunden zum Thema Europa. Die jüngeren Besucherinnen und Besucher konnten die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Schmitten bestaunen, sich an einer Kletterwand versuchen oder auf dem Soccer-Court des Hessischen Fußballverbands und der JFC Eintracht Feldberg kicken. Der Geschichtsverein Reifenberg ermöglichte es sogar, mittels eines Rennsimulators virtuelle Feldbergrennen. Und wer vom Feiern noch nicht genug hatte, konnte am Abend bei dem Konzert mit den „Wheelers“ den Europatag ausklingen lassen.

(Text: PM Hochtaunuskreis)