Rodgauer Baggerseepiratinnen: Trainer Sahin zieht äußerst positives Saisonfazit

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Symbolbild Handball (Symbolfoto: BorgMattisson auf Pixabay)

Knapp vier Wochen nach dem Ende der Spielzeit 2023/24 schaut Trainer Ergün Sahin auf die abgelaufene Runde zurück. Seine Drittligadamen der HSG Rodgau Nieder-Roden belegten in ihrer Staffel in der Saisonendabrechnung einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Nachdem vergangene Woche die Abgänge inklusive Co-Trainer gewürdigt wurden, geht der Coach in seinem Rückblick nun auf die Verbleibenden ein.

Ergün Sahin: „Ich bin hochzufrieden mit der abgeschlossenen Spielzeit. Wir konnten unsere Leistung aus der Saison 2022/2023 bestätigen und sogar noch etwas verbessern. Das hatten uns vor Rundenbeginn wohl nur wenige zugetraut. Da haben wir die perfekte Antwort gegeben und unser Abschlussergebnis ist mit Platz fünf fantastisch. Auch die Heimbilanz ist beeindruckend – mit acht Siegen aus elf Spielen. Und wer weiß, was geschehen wäre, wenn wir nach der Winterpause nicht den kleinen Durchhänger gehabt hätten. Aber da mache ich keiner meiner Spielerinnen einen Vorwurf: Das gibt es im Sport und letztlich konnten wir die Situation meistern. Trotz allem hatten wir nicht das Glück, die Saison ohne ernsthaftere Blessuren zu Ende zu bringen. Pia Magnago und Laura Keller haben sich beide am Knie verletzt, Clara Wimmer an der Schulter. Alle drei werden stärker wieder zurückkommen.”

Die Defensive war der Schlüssel

“Mit Naomi Speckhardt und Sophie Born hatten unsere Torhüterinnen einen riesengroßen Anteil an diesem Erfolg. Ebenso wichtig war, dass Laura und Katharina Keller zusammen mit Christine Burgard die Abwehr dirigiert und zusammengehalten haben – Chrissi konnte sich besonders auszeichnen, als sich Laura verletzt hatte. Aber auch alle anderen haben defensiv eine äußerst starke Leistung abgerufen. Sie waren ein bedeutendes Glied in der Abwehrkette und haben ihren Teil beigetragen. Auch das Angriffsverhalten spielte eine entscheidende Rolle: Was Pia Magnago vor ihrer Verletzung abgerufen hat, war unglaublich. Das gilt erst recht für Christine Burgard, die mit einer Mega-Performance zur besten Torschützin der Staffel wurde. Das zeigt mir, dass wir einen ausgezeichneten Rückraum haben. Dazu gehört auch Jana Göbel mit ihren schnellen und effektiven Aktionen. Ohne die Struktur von Laura Keller wäre alles nicht so perfekt gelaufen – gerade zu Beginn der Saison. Sie zieht im Angriff die Fäden und setzt ihre Mitspielerinnen hervorragend in Szene.

Team noch enger zusammengrückt

Mein Team ist noch enger zusammengerückt und noch gefestigter geworden. Junge Spielerinnen wie Tamay Adanir, Jule Krüger und Jil Riecke werden immer besser und wachsen in ihre Rollen rein. Sie nehmen mehr Verantwortung an, was für ihre Entwicklung bedeutungsvoll sein wird. Ich wünsche mir, dass dieses Trio in der neuen Spielzeit noch mehr positive Fußabdrücke hinterlässt. Auch Katharina Keller und Clara Wimmer am Kreis machen einen einwandfreien Job. Beide spielen vorn im Angriff immer mit Höchstleistung und decken hinten in der Abwehr im Zentrum. Das heißt, stets hundertprozentigen Körpereinsatz zu zeigen. Es hat mich gefreut, dass Katha nach der Verletzung von Clara lange allein durchgehalten hat. Andererseits fand ich es sehr schade für Clara, weil sie zuvor immer besser in unser Spielsystem hereingekommen war.

Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Truppe, was sie gezeigt und abgerufen hat. Doch auch alle anderen haben ihren Anteil an diesem Erfolg bei den Damen der HSG. Jogi Rhein mit seinem Torwarttraining ist goldwert. Einen großartigen Job macht die Sportliche Leitung mit Jana Schilling, Juliane Neubauer und hinter den Kulissen Liane Keller. Alle haben mich riesig unterstützt. Gleiches gilt für diejenigen, die hinter der Bühne ihre Aufgaben mit großem Engagement leisten. Die Mannschaft hat jetzt bis Mitte Juni eine wohlverdiente Pause, bevor es dann wieder in die nächste Vorbereitungsphase geht.“

(Text: PM HSG Rodgau Nieder-Roden)