Demokratie auf Tour in Frankfurt

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Mit 30 Gästen stieg Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg vor der Paulskirche in die Paulskirchenjubiläums-Bahn. (Foto: Maik Reuß)

100 Frankfurterinnen und Frankfurter gestalteten mit Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg das Konzept für den Pavillon der Demokratie

Zum Start genehmigte sich der Pavillon der Demokratie erst mal eine Fahrt mit der Straßenbahn. Nicht mit irgendeiner, sondern mit der zum Paulskirchenjubiläum im vergangenen Jahr eigens beklebten Tram. Aus einfachem Grund: Der Pavillon der Demokratie soll die Idee der Paulskirche in die Stadtteile tragen.

Das ist das erklärte Ziel von Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg, die das Pavillon-Projekt initiiert hat. Zum Kick-off kamen am Mittwoch 100 Menschen aus Ortsbeiräten, Initiativen, Vereinen und Stiftungen ins Karmeliterkloster, um das Konzept für die Demokratie-Tour durch die Stadtteile gemeinsam zu entwickeln. Etwa 30 von ihnen nahmen an der von der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) ermöglichten Straßenbahn-Sonderfahrt teil.

„Mit dem Pavillon wollen wir gemeinsam mit den Frankfurter:innen die demokratische Partizipation stärken“, sagte Eskandari-Grünberg bei ihrer Begrüßung und ergänzte: „Diese Fahrt symbolisiert, dass Demokratie etwas Lebendiges ist und dass sie in den Stadtteilen stattfindet. Wir wollen auf die Menschen zugehen und für die Werte der Demokratie werben.“

Aktiv an der Demokratie in Frankfurt teilhaben

Der Pavillon der Demokratie schaffe einen Raum, um sich auszutauschen und aktiv an der Demokratie in Frankfurt teilhaben zu können, betonte Eskandari-Grünberg. Sie sagte: „Mir ist wichtig, dass die Bürger:innen in den Stadtteilen, in denen sie wohnen und leben, mitreden und Veränderungen bewirken können.“

Im Karmeliterkloster bearbeiteten die Gäste vier Fragestellungen: „Wie kann Erinnerung und Gedenken in meinem Stadtteil funktionieren?“, „Wie werden die diversen Stimmen in unserer Stadt sichtbar?“ und „Welche Formate brauchen wir, damit sich mehr Menschen an demokratischen Prozessen beteiligen?“

Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Gestaltung des Pavillon-Programms. In vier Stadtteilen – Nordend, Praunheim, Höchst und Bockenheim – wird der Pavillon der Demokratie in diesem Jahr Station machen. Start der Tour ist nach der Sommerpause. Vorgesehen ist jeweils ein zweitägiges Programm mit Diskussionen, Workshops, Mitmachaktionen und Musik. Die genauen Termine und Standorte werden in den nächsten Wochen festgelegt.

„Wir freuen uns, dass unser Demokratie-Wagen Teil der Kick-off-Veranstaltung ist. Dieser Straßenbahnwagen vom neuen Typ ‚T‘ erinnert mit seiner Beklebung an die Geburtsstunde der deutschen Demokratie in der Paulskirche. Bei seiner Fahrt durch die Stadt betont er die Bedeutung unserer demokratischen Gesellschaft“, erklärten die Geschäftsführerin und Geschäftsführer der VGF Kerstin Jerchel, Thomas Raasch und Michael Rüffer.

(Text: PM Stadt Frankfurt)