Tatverdächtiger in Wiesbaden nach Brandlegung festgenommen

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(Symbolfoto: Anne Niu Niu auf Unsplash)

In der Nacht zum gestrigen Mittwoch (5.) kam es im Wiesbadener Westend binnen kurzer Zeit zu zwei unweit voneinander gelegenen Bränden. Ein 63-Jähriger steht im Verdacht, für die Brandlegungen verantwortlich zu sein.

Gegen 3.27 Uhr wurde der Polizei zunächst eine brennende Mülltonne am Platz der Deutschen Einheit gemeldet. Nachdem der Brandort lokalisiert war, konnte ein in unmittelbarer Nähe zum Mülleimer schlafender Mann geweckt und in sichere Entfernung gebracht werden. Die eintreffende Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Die Mülltonne wurde dabei vollständig zerstört. Der Sachschaden hieran beträgt etwa 200 Euro. Während den Löscharbeiten suchten die Wachhabenden des 1. Polizeireviers über die vorhandene Videoschutzanlage nach der Brandursache und konnten hierbei einen Tatverdächtigen ausmachen. Dieser Tatverdächtige wurde anschließend in der Bleichstraße erkannt und festgenommen.

Während mit dem alkoholisierten Festgenommenen in den Räumlichkeiten des 1. Reviers erste polizeiliche Maßnahmen durchgeführt wurden, gingen gegen 3.53 Uhr mehrere Notrufe anlässlich eines weiteren Brandes in einem Mehrfamilienhaus in der Bleichstraße ein. Von der Feuerwehr konnte der im Erdgeschoss des Treppenhauses entstandene Brand gelöscht und Anwohner aus dem verrauchten Gebäude über unterschiedliche Wege gerettet werden. Die anwesenden Anwohner wurden durch Kräfte des Rettungsdienstes erstversorgt. Zwei Personen wurden zur weiteren Abklärung hinsichtlich einer möglichen Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus verbracht. Da das Vorderhaus derzeit unbewohnbar ist, kamen die Anwohner anderweitig unter.

Ersten Ermittlungen zufolge ist der 63-Jährige auch für die Brandlegung im Wohnhaus dringend tatverdächtig. Da keine Haftgründe gegen den Tatverdächtigen vorlagen, wurde dieser nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Wiesbaden wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern an.

Hinweise oder verdächtige Wahrnehmungen im Zusammenhang mit den Taten können der Kriminalpolizei in Wiesbaden unter der Rufnummer (0611) 345-0 mitgeteilt werden.

(Text:Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Wiesbaden und des Polizeipräsidiums Westhessen)