DRK Darmstadt erhält zwei Krankentransportfahrzeuge für den Zivilschutz

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Feierliche Übergabe mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser und dem Hessischen Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck. (Foto: C. Krause / DRK Darmstadt)

Feierliche Übergabe von neuen Zivilschutzfahrzeugen in Wetzlar durch Bundesinnenministerin Nancy Faeser und dem Hessischen Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck: Am vergangenen Wochenende hat der DRK-Kreisverband Darmstadt-Stadt e. V. zwei von insgesamt 12 neuen Krankentransportwagen Typ B für den Zivilschutz (KTW B ZS) in Hessen erhalten. In Darmstadt sind die neuen Fahrzeuge Bestandteil der Medizinischen Task Force (MTF) 37 des Bundes, die in der DRK-Bereitschaft in Arheilgen teilstationiert ist. „Um sich mit den Fahrzeugen und allem weiteren Material vertraut zu machen, erlaubt das Land beziehungsweise der Bund diese auch für organisationseigene Zwecke einzusetzen. Das heißt, wir üben damit an Bereitschaftsabenden oder setzen sie in der örtlichen Gefahrenabwehr ein, zum Beispiel bei SEG-Einsätzen oder im Rahmen der Rettungsdienstverstärkung“, erläutert Oliver Krah, Rotkreuzbeauftragter des DRK Darmstadt. Er hat gemeinsam mit der stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiterin Christin Krause und dem Verbandsführer der Behandlungsbereitschaft der MTF 37 sowie Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins Arheilgen-Wixhausen, Alexander Belloff, die beiden neuen KTW B ZS entgegengenommen und nach Darmstadt überführt.

Deutschlandweit verteilt gibt es 61 MTF. Die MTF wurden für den sanitätsdienstlichen Einsatz im Zivilschutz und für eine bundeslandübergreifende Katastrophenhilfe entwickelt. So können sie neben dem Patiententransport auch Behandlungs- und Dekontaminationsaufgaben übernehmen. In der MTF 37 wie in den meisten anderen MTF sind es vor allem ehrenamtliche, gut ausgebildete Einsatzkräfte aus dem Katastrophenschutz, die bei entsprechenden Notfallszenarien die Einheiten mobilisieren. Um bestmöglich für ihre Aufgaben gerüstet zu sein, sind die MTF mit speziellen Krankentransportwagen ausgestattet: Die Fahrzeuge basieren auf geländegängigen Allradfahrgestellen. Anders als herkömmliche KTW sind die KTW B ZS mit dem Zivilschutzzeichen gekennzeichnet.

„In die Beschaffung flossen die Einsatzerfahrungen aus vergangenen Katastrophenereignissen wie im Ahrtal und gegenwärtigen Zivilschutzszenarien mit zerstörter Infrastruktur ein“, schildert Alexander Belloff. „Fahrzeuge und Ausstattung sind für Großschadensereignisse und den Zivilschutzfall konzipiert. 114 KTW-B ZS hat der Bund an die Länder übergeben. Die ersten Fahrzeuge dieser Bauart waren auch schon beim Hochwasserereignis in Süddeutschland im Einsatz.“

Katastrophenschutzeinheiten des Landes Hessen beim DRK Darmstadt

Das DRK in Darmstadt ist Teil eines komplexen Hilfesystems. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte sind nach persönlichen Stärken ausgebildet, zum Beispiel als Sanitätshelfer, in Technik und Logistik, Betreuung und Verpflegung oder in psychosozialer Notfallversorgung. Auch Notärzte und Notfallsanitäter wirken im DRK-Katastrophenschutz mit. In den DRK-Ortsvereinen in Arheilgen-Wixhausen, Darmstadt-Mitte und Eberstadt sind fünf Katastrophenschutzeinheiten des Landes Hessen untergebracht:

1. Sanitätszug Darmstadt (Arheilgen)
1. Betreuungszug Darmstadt (Darmstadt-Mitte)
2. Betreuungszug Darmstadt (Eberstadt)
1. Betreuungsstelle Darmstadt (Arheilgen)
2. Betreuungsstelle Darmstadt (Eberstadt)
Zusätzlich: Personenauskunftstelle als Baustein des DRK-Suchdienstes

„Die Aufgaben des DRK im Bevölkerungsschutz können wir nur mithilfe der Menschen leisten, die sich ehrenamtlich engagieren. Sie stellen einen Teil ihrer Freizeit zur Verfügung und füllen die Bereitschaften mit ‚Leben‘. Wir suchen immer Menschen, die bei uns mitmachen wollen. Wer sich informieren will, ist herzlich eingeladen unsere Standorte zu besuchen. Und wer die MTF 37 hautnah erleben will, kann sich jederzeit gern an das DRK in Arheilgen wenden“, schließt Alexander Belloff.

Einen Überblick über die vielseitigen Engagement-Profile im DRK-Katastrophenschutz finden Interessierte unter www.drk-darmstadt.de/mach-den-unterschied.

(Text: PM DRK Darmstadt)