Groß-Gerauer Hotel geschlossen: „Best Western Soibelmanns Frankfurt Airport“ wird Flüchtlingsunterkunft

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„Best Western Soibelmanns Frankfurt Airport“ in Groß-Gerau. (Foto: Kreisstadt Groß-Gerau)

Die Unterbringung geflüchteter Menschen stellt Landkreise, Städte und Gemeinden weiterhin vor große Herausforderungen, da vielerorts der Platzbedarf größer ist als zur Verfügung stehende Unterbringungsmöglichkeiten. Daher wird der Landkreis Groß-Gerau im bisherigen „Best Western Soibelmanns Frankfurt Airport“ in der Breslauer Straße 8 eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge einrichten. Die Kreisstadt Groß-Gerau wird die Unterkunft durch die Flüchtlingssozialarbeit betreuen.

Das fünfstöckige Gebäude soll seitens des Kreises Groß-Gerau nach eingehender Prüfung zum 1. Juli 2024 angemietet werden und wird derzeit bautechnisch an die neuen Anforderungen angepasst. Nach der Fertigstellung soll es Platz für 193 geflüchtete Personen bieten, um den Unterbringungsanspruch geflüchteter Menschen im laufenden Asylverfahren zu gewährleisten. Der Vertrag mit dem Eigentümer der Immobilie soll zunächst fünf Jahre laufen.

Belegung ab Juli

Im Juli 2024 soll die Belegung beginnen. Unter anderem werden die Bewohnerinnen und Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Berkach, ehemaliges „Hotel Fasanerie“, nach und nach in die Breslauer Straße umziehen. Mit einer Vollbelegung ist aufgrund der derzeitigen Aufnahmequoten zunächst nicht zu rechnen. Belegung und Zuweisung erfolgen über den Kreis Groß-Gerau.

„Unser ausdrückliches Ziel ist es, dass die Geflüchteten hier in Groß-Gerau eine adäquate Betreuung erhalten“, betont Bürgermeister Jörg Rüddenklau. „Deswegen haben wir seitens der Stadt eine neue Stelle für die Flüchtlingssozialarbeit geschaffen, die sich ausschließlich um die Bewohnerinnen und Bewohner in der Unterkunft Breslauer Straße kümmern und für deren Sorgen und Belange ansprechbar sein wird.“ Zudem steht Bürgermeister Jörg Rüddenklau in engem Kontakt zu der Schulleitung der Nordschule, um diese auch seitens der Stadt über den aktuellen Kenntnis- und Entwicklungsstand informiert zu halten.
Darüber hinaus gewährleistet der Betreiber eine ständige Hausmeister-Betreuung in der Unterkunft, ein Konzept, das sich mittlerweile kreisweit bewährt hat. Es herrscht ein friedliches Miteinander an den jeweiligen Standorten der Unterkünfte.

Über die städtische Flüchtlingssozialarbeit

Neben der allgemeinen Sozialberatung unterstützen unsere Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter Geflüchtete und ihre Familien. Sie beraten bei zahlreichen Fragestellungen, zum Beispiel zur Existenzsicherung, Unterbringung, medizinischer Versorgung, Asylverfahren und Familienzusammenführung.

Die Mitarbeitenden bieten niedrigschwellig individuelle Hilfe zur Selbsthilfe – unabhängig der Lebenslage und persönlichen Verhältnisse der Ratsuchenden. Sie arbeiten ressourcenorientiert und stehen grundsätzlich für alle Fragen offen. Im Bedarfsfall vermitteln die Mitarbeitenden an spezialisierte Fachdienste.

(Text: PM Kreisstadt Groß-Gerau)