Besi & Friends Piemont-Rundfahrt: Eine Woche voller Herausforderungen und unvergesslicher Erlebnisse

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Vom 25. Mai bis zum 2. Juni 2024 erlebten 35 radbegeisterte behinderte, erkrankte und gesunde Menschen, ein Abenteuer der besonderen Art bei der Besi & Friends Piemont-Rundfahrt.

Die Besi & Friends-Stiftung hat sich durch organisierte Radreisen und -aktionen der Unterstützung von Menschen mit autoimmun- und neurologischen Erkrankungen verschrieben. Damit machen die Teilnehmer vielen Menschen Mut und jede Spende hilft, Betroffenen ein selbstständigeres Leben zu ermöglichen.

Die Piemont-Tour mit Start und Ziel in der historischen Provinzhauptstadt Cuneo wurde von Johnny Paradiso und Carla Ronga von der Associazione culturale WoodArt initiiert und mitorganisiert. Johnny Paradiso (der selbst an einer Krebserkrankung mit einem Gehirntumor leidet) begleitete 2014 die erste Besi & Friends Tour von Jügesheim nach Barcelona als Kameramann und hatte die Gemeinschaft eingeladen, das wunderschöne Piemont zu besuchen und kennenzulernen.

Sieben Etappen über 630 Kilometer und 9.000 Höhenmeter

Über sieben Etappen bewältigten die Teilnehmer 630 Kilometer und 9.000 Höhenmeter. Start und Ziel der Rundfahrt war Cuneo. Zwei Fahrzeuge sowie das Kamerateam von WoodArt begleiteten die beiden Rad-Gruppen auf der Strecke.

Auftakt war im Zentrum von Cuneo mit einer Begrüßung auf der Piazza Galimberti durch Davide Peruzzi und die Bürgermeisterin Patrizia Manassero. Die ersten flachen Kilometer nach Saluzzo starteten die Radfahrer mit einer Polizei-Eskorte, dann folgte der erste knackige Anstieg in die Alpenausläufer. Mit Steigungen über 10% kamen die Radler ordentlich ins Schwitzen. Doch die Mühe lohnte sich: Nach 94 Kilometern und 1700 Höhenmetern erreichten sie erschöpft, aber glücklich das Ziel in Saluzzo.

Der zweite Tag umfasste 120 Kilometer, diesmal mit überwiegend flachem Charakter. Doch der lange Anstieg nach La Morra, das auf einem Berg thront, forderte wieder einiges an Kraft. Die Kaffeepause und die traumhaften Ausblicke in die Weinberge entschädigten für jede Anstrengung. Am Ende des Tages hatten die Teilnehmer 1210 Höhenmeter überwunden.

Ein fast wolkenloser Himmel begleitete die Freunde dann von Cherasco nach Vicoforte. Die Strecke bot atemberaubende Ausblicke, aber auch fordernde Anstiege. Nach 100 Kilometern und 1500 Höhenmetern rollten sie in Vicoforte ein, beeindruckt von der imposanten Basilika.

Der vierte Tag stand ganz im Zeichen von Vicoforte. Eine geplante Ballonfahrt fiel wetterbedingt zwar aus, doch die Besichtigung der Basilika und der Grotta dei Dossi entschädigten dafür. Eine entspannte Radtour von 56 Kilometern führte die beiden Radgruppen durch eine wunderschöne Voralpenlandschaft.

Königsetappe am fünften Tag

Donnerstag, Tag 5, die Königsetappe! Mit Respekt vor den 96 Kilometern und 2000 Höhenmetern machten sich die 35 Radler auf den Weg. Der erste Berg mit 25 km Länge wurde in Valcasotto unterbrochen, wo die ganze Gruppe bei der Käserei Beppino Occelli eingeladen war. Umberto Milano, die „rechte Hand“ von Beppino Occelli erzählte uns interessante Details zur Käseherstellung, ein Käsebuffet lud zur Kostprobe ein. Der zweite Anstieg zum Colla di Casotto war richtig schwer, aber am Pass wurden die Radler wieder bestens von ihren italienischen Freunden versorgt. Abends feierten alle bei Carla und Johnny zu Hause in Cappello bis spät in die Nacht – eine unvergessliche Überraschung.

Vorletzte Etappe, zurück nach Cuneo! Die Strecke verlief mitten durch die Altstadt von Mondoví und weiter nach Chiusa di Pesio. Die schneebedeckten Berge und die strahlende Sonne machten den Tag perfekt. Nach zwei nennenswerten Anstiegen und 98 Kilometern erreichten beide Gruppen Cuneo, wo ein leckeres gemeinsames Abendessen im Hotel den Tag abrundete.

Für den letzten Tag war eigentlich eine hochalpine Tour nach Sant’Anna di Vinadio auf über 2000 Meter geplant, aber wegen des bevorstehenden Gewitterrisikos planten unsere italienischen Streckenspezialisten Sergio und Silvia schnell um und beide Gruppen nahmen stattdessen eine flache, 80 km lange Runde über wunderschöne, meist einsame Wirtschaftswege unter die Räder, die schneebedeckten Berge rund um Cuneo bildeten dazu eine pittoreske Kulisse. Zur Krönung gab es ein gemeinsames Abendessen in einer Pizzeria auf der großen Via Roma.

Die Besi & Friends Piemont-Rundfahrt war nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch ein Zeichen für Zusammenhalt und Solidarität. Mit jeder Spende konnte die Besi & Friends-Stiftung Menschen mit Autoimmun- und neurologischen Erkrankungen unterstützen und ihnen Hoffnung schenken. Eine Woche voller Emotionen, Freundschaft und unvergesslicher Momente – das war die Besi & Friends Piemont-Rundfahrt 2024, gemäß dem Motto von Besi & Friends: ZUSAMMEN KÖNNEN WIR BERGE VERSETZEN UND DER STARKE HILFT DEM SCHWÄCHEREN!

(Text/Fotos: PM Besi & Friends)