Wiesbadener Kitas erneut mit „FIT KID-Zertifikat“ ausgezeichnet

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In einer Feierstunde erfolgte die offizielle Verleihung des „FIT KID-Zertifikats“ im Wiesbadener Rathaus. (Foto: Landeshauptstadt Wiesbaden)

Regelmäßig stellen sich Kindertagesstätten in Wiesbaden der externen Auditierung durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nach dem „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Kitas“. In einer Feierstunde erfolgte die offizielle Verleihung des „FIT KID-Zertifikats“ im Wiesbadener Rathaus, in deren Rahmen Dr. Ulrike Kreinhoff von der DGE (Sektion Hessen) berichtete, dass die 13 Kitas – die in diesem Jahr stellvertretend für alle 42 städtischen Kitas an der Auditierung teilnahmen – eine Zielerreichung von 99 Prozent geschafft haben.

„Ich gratuliere unseren Hauswirtschaftskräften für ihre hervorragende tagtägliche Arbeit“, sagte die zuständige Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher. „Trotz der jahrelangen Erfahrung erzeugen die Auditierungen immer wieder eine intensive Zeit der Vorbereitung und Prüfung. Die hervorragende Quote zeigt, dass die Qualitätsstandards fest in den Alltag der Kolleginnen und Kollegen integriert sind und tagtäglich gelebt werden. Daher gilt allen unseren Hauswirtschaftskräften mein Dank und Respekt“, hob Dr. Becher in der Feierstunde hervor. Dass von 63 hessenweit mit dem „FIT KID-Zertifikat“ ausgezeichneten Kitas allein 42 Einrichtungen aus Wiesbaden stammen, sei beindruckend und stehe für das hervorragende städtische Betreuungsangebot.

Auch Daniela Leß, Leiterin des Amtes für Soziale Arbeit ist beindruckt vom Ergebnis der Zertifizierung: „Das erneut hervorragende Ergebnis ist besonders im Jubiläumsjahr des Jugendamtes, das sein 100-jähriges Bestehen feiert, ein Grund zur Freude und Stolz“.

Ernährung nicht nur ein Mittel zum Zweck des Sattwerdens

Die Feierstunde im Rathaus stand unter dem Motto „Mir schmeckt’s – Ernährungskonzept mit Plus“. Denn Essen und Trinken in der Kita versorgt nicht nur den Körper, sondern bedeutet vielfältige Bildung rund um den Esstisch und dient auch dem sozial-emotionalen Wohlbefinden der Kinder. Thomas Scheffler, Leiter der Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege, betonte: „In unseren Konzepten ist Ernährung nicht nur ein Mittel zum Zweck des Sattwerdens. Unser Fokus liegt auf Geschmacksprägung und pädagogischer Ernährungsbildung, die eine Basis für gesundheitsförderndes Essverhalten legt.“ Des Weiteren werde auch kontinuierlich in den Hauswirtschaftsbereich investiert, um die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Mittlerweile verfügen die städtischen Kindertagesstätten über 42 professionelle Produktionsküchen, die durch eine hinreichende fachliche Anleitung und Begleitung als auch einer angemessen Personalausstattung betrieben werden.

Diese Rahmenbedingung gelte es, ergänzte Dr. Becher, kontinuierlich weiterzuentwickeln. Sie seien die Grundlage dafür, dass den Hauswirtschaftskräften eine wichtige Bedeutung zukomme. „Unsere Hauswirtschaftskräfte sind das Herz und die Seele unserer Kitas. Sie sind ein unabdingbarer Bestandteil des pädagogischen Alltags. Sie sorgen nicht nur für eine gesundheitsfördernde Ernährung, sondern auch für eine liebevolle, vertrauensvolle Atmosphäre, in der sich Kinder rundum wohlfühlen können“, betonte Dr. Becher abschließend.

Die städtischen Kindertagesstätten sind Einrichtungen des Amtes für Soziale Arbeit der Landeshauptstadt Wiesbaden. In den dazugehörigen 42 städtischen Kindertagesstätten sind etwa 850 Mitarbeitende im pädagogischen Bereich tätig. Des Weiteren stellen etwa 200 Mitarbeitende im Hauswirtschaftsbereich sicher, dass sämtliche Kinder täglich mit Essen versorgt sind. Seit 2012 werden die Wiesbadener Kitas extern nach dem „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Kitas“ geprüft. Jede Kita wird alle drei Jahre überprüft, um die kontinuierliche Einhaltung der Qualitätsstandards zu gewährleisten. Neben den freien Trägern gewährleisten sie die Betreuung für etwa 4.800 Kinder aus dem Wiesbadener Stadtgebiet.

(Text: PM Landeshauptstadt Wiesbaden)