Erste Hitzewarnung des Jahres für Offenbach

315
Symbolbild Hitze (Foto: geralt auf Pixabay)

Stadtgesundheitsamt gibt Empfehlungen

Zum ersten Mal in diesem Jahr hat sich eine sommerlich-heiße Witterung eingestellt. Für das Stadtgebiet Offenbach hat der Deutsche Wetterdienst eine Hitzewarnung ausgegeben. Die Warnung erhält unter anderem, wer sich die WarnWetter-App in den App-Stores für das Smartphone herunterlädt. Sie erfolgt aber auch über den Rundfunk und andere digitale Kanäle. Auch wenn sie alle Jahre wiederkehrt: Große Hitze ist nicht zu unterschätzen. Sie kann bei Mensch, Tier und Pflanze zu gesundheitlichen Schäden führen. Dr. Bernhard Bornhofen, Leiter des Stadtgesundheitsamtes, betont deshalb: „Durch rechtzeitiges Vorbeugen und richtiges Verhalten bleibt man auch bei Hitze fit und vermeidet gesundheitliche Schäden.“

Besonders von älteren Menschen wird oft die Bedeutung des Trinkens unterschätzt. Auch wenn man nicht unbedingt ein Durstgefühl verspürt, ist es wichtig, bei Hitze viel zu trinken und dabei genügend Mineralien (vor allem Salz) zu sich zu nehmen. Das heißt: Statt natriumarmes Sprudelwasser zu trinken, sollte auf ein mineralreiches Wasser umgestellt werden. Der Salzgehalt kann auf den Nährstoffangaben der Flasche abgelesen werden. Hierbei ist auf einen hohen Wert von Natrium und Chlorid zu achten. Zur besseren Einschätzung können die Angaben anderer Hersteller verglichen werden. Der Salzgehalt lässt sich mit ein wenig Erfahrung auch schmecken.

Trinkwasser aus der Wasserleitung ist genauso gut zur Erfrischung und für die Aufnahme von Flüssigkeit geeignet. Es enthält allerdings kaum Salz. Hier kann eine Prise Salz helfen. Auch durch Knabbern von salzigem Gebäck kann der durch das Schwitzen erhöhte Kochsalzbedarf gedeckt werden. Auf Alkohol und schweres Essen sollte bei Hitze verzichten werden. Stattdessen eignen sich wasserreiches Obst und Gemüse.

Wie halte ich mich selber kühl?

Körperliche Anstrengung während extremer Hitze und bei Aufenthalt in der Sonne gilt es möglichst zu vermeiden. Das heißt: Joggen oder Fußballspielen sind bei Hitze und in praller Sonne ungesund. Arm- und Fußbäder helfen, den Körper abzukühlen. Auch das Besprühen der Haut mit sauberem Leitungswasser und einem Ventilator erzeugt einen kühlenden Effekt.

Wie halte ich die Innenräume kühl?

Die heiße Luft bleibt draußen, wenn rechtzeitig am Morgen Fenster, Vorhänge und Rollos oder Rolläden geschlossen werden. Wohnungen und Büros sollten nur in den frühen Morgenstunden und sehr spät am Abend gelüftet werden. Die höchste Tagestemperatur wird in der Regel nachmittags gegen 17 Uhr erreicht. Die Quer- oder Stoßlüftung bringt am ehesten Abkühlung und vertreibt die Feuchtigkeit in der Luft. Grundsätzlich gilt: nur lüften, wenn es draußen kühler ist als drinnen.

Wer ist besonders gefährdet?

Besonders gefährdet sind: Säuglinge und Kleinkinder, ferner Menschen über 65 Jahre, Menschen mit körperlichen Erkrankungen, insbesondere mit Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mit hohem Blutdruck. Diese Risikogruppen sollten sich auch am Tag nur in Räumen aufhalten, die nicht wärmer als 26 Grad sind. Regelmäßig (mindestens zweimal am Tag) sollten die Betroffenen gezielt auf Zeichen von Erschöpfung und auf Symptome von Hitzschlag achten. Kinder und insbesondere Kleinkinder müssen noch enger betreut und umsorgt werden. Eine kühle Dusche kann für Abkühlung sorgen. Weitere Tipps besonders für ältere Menschen gibt die Broschüre „Alter und Hitze“, die in einfacher Sprache im Internet erhältlich ist: www.offenbach.de/barrierefrei/leichte-sprache/hitzebroschuere.php

Was hilft noch?

Um zusätzliche Wärmequellen zu vermeiden, sollten unnötige Beleuchtung und ungenutzte elektrische Geräte und Netzteile abgeschaltet werden. Das spart zusätzlich Stromkosten. Mobile Klimakühlgeräte sind in der Regel nicht zu empfehlen, denn sie verbrauchen 20- bis 50-mal mehr Strom als Ventilatoren und verbreiten mitunter Keime aus dem Befeuchterwasser, wenn dieses nicht regelmäßig ausgetauscht wird.

Sonnenschutz

Neben dem Trinken ist auch der Sonnenschutz selbst bei indirekter Sonneneinstrahlung wichtig. Der beste Schutz vor UV-Strahlung ist mit Kleidung zu erreichen. Sonnenbrille und Kopfbedeckung schützen Kopfhaut und Augen. Alle nicht geschützten Hautstellen sollten, bevor es in die Sonne geht, mit einer Sonnencreme mit passendem Lichtschutzfaktor eingecremt werden. Je heller die Haut ist, desto größer ist die Empfindlichkeit der Haut und desto höher sollte der Lichtschutzfaktor (z. B. 20 – 30) der Sonnencreme sein. Kinder tragen bei starker Sonneneinstrahlung am besten hautbedeckende, weite, lockere Kleidung. Säuglinge und Kleinkinder gehören nicht in die pralle Sonne.

Weitere allgemeine Informationen finden sich im Internet: www.offenbach.de/hitze

(Text: PM Stadt Offenbach)