Jugend- und Familienzentrum Lauterborn: Betrieb wie geplant noch in diesem Jahr

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(Foto: Pixabay)

Der Neubau des Jugend- und Familienzentrums im Stadtteil Lauterborn kann bereits in diesem Sommer in Betrieb genommen werden. Die Außenanlagen sollen nach Abbruch des nicht mehr sanierungsfähigen früheren Gebäudes im Herbst/Winter fertiggestellt werden. Erst im Dezember 2022 war der symbolische Grundstein für den Ersatzneubau gelegt worden. Dieser hält künftig mit rund 2.000 Quadratmetern mehr Platz für noch umfangreichere Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Familien als bisher vor. Neben der Kita Johann-Strauß-Weg und dem neuen Hort für Grundschulkinder bietet das Jugend- und Familienzentrum zahlreiche Angebote in Zusammenarbeit mehrerer Abteilungen des Jugendamtes, freier Träger und dem Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach. Dazu gehören künftig auf eine Fahrradwerkstatt, ein Bewegungsraum für Fitness- und Tanzangebote und mehr Zirkuspädagogik. Zudem wird es einen Mädchenraum und einen Kreativraum geben. Auch Angebote für Eltern sowie größere Veranstaltungen wie Konzerte oder Lesungen sind geplant.

Paul-Gerhard Weiß, Dezernent für Planen und Bauen, zeigt sich erfreut über den bevorstehenden Abschluss der Arbeiten: „Trotz einiger Verzögerungen wegen Personal- und Lieferengpässen bei den Baufirmen können wir den Betrieb wie geplant noch in diesem Jahr aufnehmen.“ Wie bei vielen anderen privaten und öffentlichen Bauvorhaben sind auch bei diesem Projekt die Kosten während der Bauzeit – nach Vergabe der Bauleistungen – noch angestiegen. Der wesentliche Grund dafür sind die enormen Preissteigerungen im Baugewerbe seit der Pandemie und dem anschließenden Inflationssprung. Insgesamt kostet der Bau mit 10,7 Millionen Euro nun rund 1,8 Millionen Euro mehr. Bei bereits vergebenen Bauleistungen und Aufträgen belaufen sich die Mehrkosten auf insgesamt 1,62 Millionen Euro. Hinzu kommen Mehrkosten für das Fachpersonal durch eine notwendig gewordene baubegleitende Kampfmittelräumung in Höhe von 50.000 Euro sowie eine Kostenerhöhung für die Hausanschlüsse in Höhe von 130.000 Euro. Für die Bereitstellung der erhöhten Mittel bittet der Magistrat die Stadtverordneten in ihrer nächsten Sitzung um Zustimmung.

„Wir haben alle Möglichkeiten geprüft, die Kosten im laufenden Bau noch reduzieren zu können. Aber Qualitätseinbußen wären für einen nachhaltigen Betrieb dieser wichtigen Einrichtung im Stadtteil nicht vertretbar“, betont Weiß. Die Finanzierung des gesamten Vorhabens erfolgt anteilig aus Fördermitteln des Bundes und des Landes durch das Programm ‚Soziale Integration im Quartier. Die Stadt Offenbach erhält vom Land 750.000 Euro und vom Bund 3,75 Millionen Euro. Der städtische Anteil wird wie üblich bei Investitionsmaßnahmen mittels Krediten finanziert.

(Text: PM Stadt Offenbach)