Lebensmittelwarnungen per Push-Nachricht aufs Smartphone

276
(Symbolfoto: b1-foto auf Pixabay)

Seit dem 18. Juni 2024 steht die neue App „lebensmittelwarnung.de“ in den beiden großen App-Stores für die Betriebssysteme iOS und Android zum Download zur Verfügung. Erstmals haben Verbraucherinnen und Verbraucher damit die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die neuesten Rückrufaktionen informieren zu lassen – mit konfigurierbaren Push-Benachrichtigungen direkt auf das eigene Smartphone.

Die neue App wurde im Rahmen einer Bund-Länder-Kooperation gemeinsam konzeptioniert, finanziert, entwickelt und ausgestaltet. Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt war in den vergangenen Jahren intensiv in die Arbeit der dafür verantwortlichen Projektgruppe eingebunden. „Mit der neuen App können wir nun endlich eine direkte Verbindung zwischen der staatlichen Lebensmittelkontrolle und allen interessierten Verbraucherinnen und Verbrauchern aufbauen und gesundheitlich relevante Informationen in Echtzeit zur Verfügung stellen“, sagt der für den Verbraucherschutz verantwortliche Dezernatsleiter Dr. Tobias Lackner.

„Der erfolgreiche Abschluss des Projektes ist auch ein gutes Bespiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit des Bundes und der 16 Bundesländer“, hebt Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt hervor. „Hier ist trotz unterschiedlichster Zuständigkeiten die Entwicklung einer gemeinsamen und bundeseinheitlichen Lösung gelungen.“

Das RP Darmstadt war nicht nur an der Entwicklung der neuen App beteiligt, sondern ist nun auch im Regelbetrieb für die Einstellung von Meldungen aus Hessen verantwortlich. Seit der Inbetriebnahme vor zwei Wochen wurden seitens des RP bereits drei Meldungen auf der neuen Plattform veröffentlicht. Im ersten Fall ging es in der vergangenen Woche um eine Grüne Soße, bei welcher auf der Verpackung ein falsches Mindesthaltbarkeitsdatum ausgewiesen wurde. Anfang dieser Woche wurde eine Meldung über zwei verschiedene Beikost-Gläschen für Säuglinge und Kleinkinder veröffentlicht, da in beiden Produkten zu hohen Belastungen mit dem Schimmelpilzgift Aflatoxin festgestellt wurden. Zuletzt hat das RP heute eine Meldung einer Bolognese- und einer BBQ-Sauce wegen nicht deklariertem Gluten eingestellt. „Die Abläufe haben in allen Fällen gut funktioniert und auch technisch läuft das System stabil“, ist Dr. Lackner zufrieden. Rückmeldungen aus den Reihen der App-Nutzerinnen und -Nutzer über das bereitgestellte Feedback-Formular sind jederzeit willkommen.

(Text: PM Regierungspräsidium Darmstadt)