Michelstadt: Eine Infotafel für das Naturdenkmal Russeneiche

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Bürgermeister Dr. Tobias Robischon, Karlheinz Kinzer von der Unteren Naturschutzbehörde des Odenwaldkreises und Ortsvorsteher Bernd Keller (v. re.) freuen sich, dass sich nun alle, die vorbeikommen, über diesen besonderen Baum ausführlich informieren können. (Foto: Stadt Michelstadt)

Hoch steht sie auf der Rehbacherhöhe und schaut in das Tal hinein: Die Rehbacher sind mit der Russeneiche großgeworden und es wird kaum ein Haus geben, in dem nicht ein Bild oder sogar die Russeneiche in vier Jahreszeiten aufgehängt ist.


Natürlich ranken sich auch viele Geschichten um diesen Baum: Warum steht ein so mächtiger Baum alleine auf einer Höhe? Hatte er etwas mit den Eichen auf der Momarter Höhe oder mit der Tränkfeldfeld-Eiche zu tun? War es eine Linie von Bäumen, die die Römer gesetzt hatten? War es ein 1666 gepflanzter Baum, als Rehbach nach der Pest wieder besiedelt wurde, um ein Zeichen zu setzen? Das Alter würde passen. Vielleicht wurde auch nur ein Wald gerodet und es stand eine schöne Eiche inmitten dieses Waldes und man hat sich entschieden, diese stehen zu lassen. Auch gibt es viele Geschichten, woher die Russeneiche ihre Namen hat. Das Schöne daran ist: Jede und jeder kann sich seine eigene Geschichte zur Eiche entwickeln.

Dass die Rehbacher an ihrer Eiche hängen, haben sie bewiesen, als Georg Lohnes im Jubiläumsjahr 1995 anlässlich der 900 Jahrfeier Rehbachs eine Eichel von dieser Eiche gepflanzt und eine junge Traubeneiche daraus großgezogen hat. Diese wurde 2004 in der Nähe der Russeneiche unter großer Teilnahme der Rehbacher Bürgerinnen und Bürger gepflanzt. Aus dieser Eiche hat sich mittlerweile ein wunderbarer kleiner Baum entwickelt, der einmal ein würdiger Nachfolger der alten Russeneiche werden kann.

Damit nicht nur die Rehbacher Bürgerinnen und Bürger die Geschichten rund um die Russeneiche kennen, sondern auch diejenigen mehr darüber erfahren, die an diesem Baum vorbeikommen, hat der Ortsbeirat eine Tafel mit einigen Informationen anbringen lassen. Aus diesem Grund hat der Ortsbeirat Rehbach eine kleine Tafel mit einigen Informationen anbringen lassen. Weitere Details und Fotos sind über einen dort abgebildeten QR-Code zu finden, der auf die Seiten www.michelstadt.de führt. Die Firma Mettallbau Dietsche aus Rehbach hat die Tafel mit Halterung angebracht, Heinz Maag wird sich um die Pflege rund um die Russeneiche kümmern. Die Rehbacher wünschen sich eine Sitzgelegenheit für ihre Eiche, um dort auch einmal Rast zu machen und den Blick über den schönen Odenwald zu richten. Der Ortsbeirat wird sich um dieses Anliegen kümmern.

(Text: PM Stadt Michelstadt)