Neue Perspektiven für Patienten mit Lungenemphysem

Im Bild (v.l.): Chefarzt Dr. med. Thorsten Stein und Dr. Michael Bender, Leitender Oberarzt der Med. Klinik III/ Pneumologie, Beatmungsmedizin, Schlafmedizin. (Foto: Asklepios)

Asklepios Klinik Langen startet als einziges Zentrum im Rhein-Main-Gebiet in die „BENTO“-Studie

Die Medizinischen Klinik III / Pnumologie der Asklepios Klinik Langen schlägt ein neues Kapitel auf: Seit diesem Jahr nimmt sie bundesweit als eines von nur 15 Zentren an der BENTO-Studie teil. Damit ist die Klinik das einzige BENTO Studien-Zentrum im Rhein-Main-Gebiet.


Die BENTO-Studie wird durch den „Gemeinsamen-Bundesausschuss“ (G-BA) finanziert. Sie untersucht die Effektivität eines neuartigen Verfahrens für Patientinnen und Patienten mit schwerem Lungenemphysem, bei dem sie, zusätzlich zur konservativen Standardtherapie, eine bronchoskopische Lungenvolumenreduktion durch „Thermoablation“ erhalten.
Bei der Thermoablation wird heißer Wasserdampf zielgerichtet in das geschädigte Lungengewebe eingebracht, um eine Vernarbung und Schrumpfung des funktionslosen überblähten Lungengewebes herbeizuführen. Dadurch entsteht mehr Raum für die, noch funktionsfähigen Lungenanteile. Ein Lungenemphysem tritt insbesondere bei einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) auf – einer fortschreitenden Krankheit, die behandelbar, aber derzeit nicht heilbar ist. Die Lunge ist überbläht und das Gewebe teilweise funktionslos. Die Patientinnen und Patienten leiden unter zunehmender Atemnot mit nachlassender körperlicher Belastbarkeit, chronischem Husten und wiederholten akuten Verschlechterungen.

„Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet die Teilnahme an der BENTO-Studie, den Zugang zu modernsten Therapieverfahren, die außerhalb von Studien noch nicht verfügbar sind. Gleichzeitig profitieren sie von einer besonders engen medizinischen Betreuung und Nachsorge im Rahmen der Studienprotokolle.“, so Dr. T. Stein, Chefarzt der med. Klinik III / Pneumologie. Als einziges Studienzentrum im Rhein-Main-Gebiet bieten wir für zuweisende Ärztinnen und Ärzte eine attraktive Perspektive: Ihre Patienten mit schwerem Lungenemphysem können wohnortnah in eine bundesweite, hochkarätige Studie eingeschlossen werden. Wir gewährleisten dabei eine transparente Kommunikation, und optimale Betreuung der Patienten“, ergänzt Dr. M. Bender, Lt. Oberarzt der Abteilung.
Dass die Asklepios Klinik Langen den Zuschlag für die Teilnahme an der BENTO-Studie erhalten hat, ist das Ergebnis langjähriger Erfahrung in der interventionellen Pneumologie, einer exzellenten technischen Ausstattung und nicht zuletzt des engagierten Einsatzes unseres gesamten Teams.

Mit dem Aufbau des interventionellen Studienzentrums in der Pneumologie haben wir die Grundlage geschaffen, auch zukünftig innovative Therapien frühzeitig nach Langen zu holen“, erklärt Jan Voigt, Geschäftsführer der Asklepios Klinik Langen.

(Text: PM LPR)