Adventsbummel in Hainhausen trotz Nieselregen gut besucht

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Ein besonderer Höhepunkt wartete auf die jüngsten Besucher: Der Nikolaus nahm auf einem Stuhl Platz. (Foto: ah)

Ein feiner Nieselregen lag am Samstagnachmittag über dem Platz am Pfarrzentrum, als die Interessengemeinschaft der Ortsvereine (IGEMO) Hainhausen zum Adventsbummel eingeladen hatte. Doch weder die grauen Wolken noch die feuchte Witterung hielten die Besucherinnen und Besucher ab: Bereits kurz nach dem offiziellen Beginn herrschte reger Betrieb zwischen den Ständen und auf dem Platz entwickelte sich schnell jene vorweihnachtliche Atmosphäre, die den Adventsbummel seit Jahren auszeichnet.


Über den gesamten Platz spannte sich eine lange Lichterkette. Im noch hellen Tageslicht wirkte sie zunächst zurückhaltend, doch mit der einsetzenden Dämmerung entfaltete sie zunehmend ihre Wirkung und tauchte das Areal in ein warmes, festliches Leuchten. Schon früh bildete sich eine lange Schlange vor einem der beliebtesten Anlaufpunkte: Brigitte und Uwe Loos bereiteten dort frisch gebackene Kartoffelpuffer zu, deren Duft sich rasch über den Platz verbreitete.

Offiziell begrüßt wurden die Gäste vom IGEMO-Vorsitzenden Ralf Kunert. In seiner Ansprache zeigte er sich trotz des Wetters optimistisch: „Es ist alles vorbereitet für eine schöne Adventsveranstaltung. Leider haben wir mit dem Wetter dieses Jahr nicht so viel Glück. Aber ich glaube, es geht noch – es hätte schlimmer sein können.“ Vor allem freute er sich über die zahlreichen Besucher: „Schön ist jedenfalls, dass ihr da seid und mit uns ein bisschen weihnachtliche Stimmung mit auf den Platz bringt.“ Kunert nutzte die Gelegenheit, um den vielen Helferinnen und Helfern zu danken. Ein besonderer Dank galt dem Mütterzentrum und vor allem den Kindern, die bereits am Nachmittag begonnen hatten, den Weihnachtsbaum mit selbst bemalten Kugeln zu schmücken.

Ebenso würdigte er das Engagement der Familien Schäfer und Hanke, die in ihren Zelten handgefertigte und dekorative Waren anboten. Breit aufgestellt präsentierte sich auch das kulinarische Angebot: Neben den Kartoffelpuffern gab es Erbsensuppe, Brat- und Currywurst – letztere mit einer „speziellen Currysoße, extra aus Bochum besorgt“, wie Kunert betonte. „Die Currywurst hat auch schönen Dampf, das habe ich schon probiert“, fügte er hinzu. Ergänzt wurde das Angebot durch eine Champignon-Pfanne sowie ein vielfältiges Getränkeangebot. „Also ist für jeden Geschmack was dabei“, fasste der Vorsitzende zusammen. Zum Gelingen des Adventsbummels trugen zahlreiche örtliche Gruppen bei: die Feuerwehrfreunde, erstmals die Tennisspieler der SG Hainhausen, die Garde-Mädels der SGH, die Kerbborschen. Für musikalische Akzente sorgten später am Nachmittag die Bläser der Rodgauer Feuerwehrkapelle, die mit weihnachtlichen Liedern für zusätzliche Stimmung sorgten – ganz wie Kunert es angekündigt hatte: „Es wird noch gemütlicher, wenn es ein bisschen dunkler wird.“ Ein besonderer Höhepunkt wartete auf die jüngsten Besucher: Der Nikolaus nahm auf einem Stuhl Platz. Begleitet wurde er von seiner Elfe Melina. Zunächst noch zögerlich, dann immer mutiger näherten sich die Kinder dem Mann im roten Mantel mit dem langen weißen Bart – und wurden schließlich mit einem kleinen Geschenk belohnt.

So entwickelte sich der Adventsbummel trotz widriger Wetterbedingungen zu einem stimmungsvollen Treffpunkt für Jung und Alt. Mit Lichtern, Musik, engagierten Vereinen und vielen persönlichen Begegnungen zeigte sich einmal mehr, wie lebendig das vorweihnachtliche Miteinander in Hainhausen ist.

(Text: ah)