Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023 zufolge hat ein hessischer Durchschnittshaushalt insgesamt 3 137 Euro im Monat für Konsumgüter und Dienstleistungen ausgegeben, davon mehr als die Hälfte (53 Prozent) für Wohnen und Lebensmittel. Haushalte mit einem Einkommen von unter 1 300 Euro wendeten fast zwei Drittel (65 Prozent) ihrer Konsumausgaben für die Lebenshaltung auf.
Ein hessischer Durchschnittshaushalt hat im Jahr 2023 insgesamt 3 137 Euro im Monat für private Konsumgüter und Dienstleistungen ausgegeben. Davon entfielen mit 53 Prozent mehr als die Hälfte der Ausgaben auf Lebensmittel und Wohnen (Deutschland: 52 Prozent). Das zeigen aktuelle Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS), die das Hessische Statistische Landesamt alle fünf Jahre durchführt. Zu den privaten Konsumausgaben zählen neben den Kosten für Lebensmittel und Wohnen auch Bekleidung, Verkehr, Kommunikation, Freizeit, Gaststätten und Unterkünfte, Innenausstattung, Gesundheit, Bildung, Finanzdienstleistungen sowie andere Waren und Dienstleistungen. Bei der vorherigen EVS im Jahr 2018 hatten die Konsumausgaben im Durchschnitt 2 861 Euro betragen und der Anteil für Wohnen und Lebensmittel hatte bei 47 Prozent gelegen.
Je geringer das Haushaltseinkommen war, desto größer war der Anteil für die häufig als Lebenshaltungskosten bezeichneten Ausgaben für Lebensmittel und Wohnen: Während Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 1 300 Euro im Jahr 2023 nahezu zwei Drittel (65 Prozent) ihrer Konsumausgaben dafür aufwendeten, war es bei Haushalten mit einem Einkommen ab 5 000 Euro weniger als die Hälfte (49 Prozent).
Ausgaben für Verkehr drittgrößter Ausgabenposten
Nach den Ausgaben für Wohnen (39 Prozent) und Lebensmittel (14 Prozent) machten die Ausgaben für Verkehr mit 12 Prozent den dritthöchsten Anteil an den Konsumausgaben aus. Darunter fällt beispielsweise der Kauf von Fahrzeugen, Kraftstoffen und Fahrkarten. Danach folgten die Ausgaben für Freizeit, Sport und Kultur (8 Prozent), für Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen (7 Prozent), für Information und Kommunikation (5 Prozent) sowie für Innenausstattung (4 Prozent).
Auch bei den Ausgaben für Information und Kommunikation zeigte sich: Je geringer das Haushaltseinkommen, desto höher war deren Anteil an den gesamten Konsumausgaben. So machten die Ausgaben für Information und Kommunikation, unter die beispielsweise Internet- und Mobilfunkverträge, Streaming-Abos aber auch der Kauf von Handys, Tablets und Computern fallen, bei Haushalten mit einem Monatseinkommen von unter 1 300 Euro 7 Prozent ihrer Konsumausgaben aus. Bei Haushalten mit einem Einkommen ab 5 000 Euro lag der Anteil bei 4 Prozent.
Für andere Konsumausgaben wie Verkehr, Freizeit oder Bekleidung galt hingegen: Je höher das Einkommen, desto höher war der Anteil dieser Ausgaben am gesamten Konsum. So gaben Haushalte mit Einkommen ab 5 000 Euro durchschnittlich 13 Prozent für Verkehr aus. Für Freizeit, Sport und Kultur wendeten die Haushalte mit höherem Einkommen 9 Prozent auf und für Bekleidung 4 Prozent. Bei Haushalten mit geringem Einkommen lag der Anteil der Verkehrsausgaben bei 7 Prozent, für Freizeit, Sport und Kultur bei 6 Prozent und für Bekleidung bei knapp 3 Prozent.
(Text: PM Hessisches Statistisches Landesamt)

