Rödermark: Tiefe Wasserlöcher sind am verlängerten Eulerweg endlich Vergangenheit

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Auf der Gemarkungsgrenze durchschnitten Rödermarks Bürgermeister Jörg Rotter und sein Dietzenbacher Amtskollege Dieter Lang ein symbolisches Band. Ebenfalls zur Schere griffen Christine Kummerow von der Stadt Dietzenbach und Revierförsterin Helene Zickler. Mit auf dem Foto sind auch Sylvia Erlacher von der Bauverwaltung/Stadtplanung der Stadt Rödermark und Winfried Fischer vom ADFC-Vorstand. (Fotos: PS)

Der verlängerte Eulerweg ist schon in der Vergangenheit von Radfahrern als Verbindung von Rödermark-Waldacker nach Dietzenbach genutzt worden. Vor allem bei Regenwetter machten aber unter anderem tiefe Wasserlöcher den Radlern zu schaffen. Aus dem schwer befahrbaren Waldweg ist innerhalb weniger Tage eine sichere und komfortable Strecke für alle geworden. An der Gemarkungsgrenze von Rödermark zu Dietzenbach wurde der neue Forstweg „Verlängerter Eulerweg“ nun symbolisch eröffnet.


„Der Weg ist richtig gut geworden“, freute sich Dietzenbachs Bürgermeister Dieter Lang (SPD). Der Eulerweg sei aus Sicht der Kreisstadt ein gelungenes Verbindungsstück, das noch gefehlt habe, meinte Lang auch mit Blick auf das innerstädtische Nahmobiltätskonzept, das in Dietzenbach in den Jahren 2022 und 2023 erarbeitet wurde. „Da ist es immer wichtig, dass so ein innerstädtisches Netz angedockt wird an das, was drumherum passiert“, sagte Lang. Die Arbeiten am Eulerweg seien zudem ein gutes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit und ein weiterer Baustein, um den Radverkehr zu fördern.

Langs Rödermärker Amtskollege Jörg Rotter (CDU) sah es ähnlich. Die Arbeiten am verlängerten Eulerweg seien eine gute Investition, zumal der Weg immer schon von den Radfahrern genutzt wurde. Der Weg sei nun sicherer für die Radfahrer, leiste aber auch einen Beitrag beim Ausbau des Radwegenetzes. In Rödermark sei das Radwegekonzept mit Bürgerbeteiligung mittlerweile so gut wie abgeschlossen, so der Bürgermeister. Ein Dank Rotters für die Arbeiten am „kleinen, aber wichtige Puzzlestück“ ging unter anderem an Sylvia Erlacher von der Bauverwaltung/Stadtplanung, die die Arbeiten für die Stadt Rödermark koordinierte und an Revierförsterin Helene Zickler. Das Forstamt Langen hatte die Aufträge vergeben, auch für forstwirtschaftliche Maßnahmen kann der verlängerte Eulerweg nun besser genutzt werden.

460 Meter beträgt die Ausbaulänge auf Rödermärker Gebiet, das restliche Drittel des Weges liegt in Dietzenbach. Von den Kosten für die Tiefbauleistungen zur Errichtung des Forstweges in Höhe von 15.000 Euro übernimmt Rödermark 10.000 und Dietzenbach 5.000 Euro. Rödermark trägt alle weiteren Kosten. Es fielen noch Honorar- und Vermessungskosten (6.863 Euro), Kosten für die naturschutzrechtliche Genehmigung (2.000 Euro) und Kosten für den ökologischen Ausgleich zum Eingriff (29.600 Euro) an.
 Die Arbeiten hatten am 4. November begonnen und dauerten lediglich rund eine Woche. „Wir hatten einen guten Unternehmer, der flott arbeitete“, freute sich Revierförsterin Helene Zickler. In den Wochen, in denen der „neue“ Eulerweg nun befahrbar ist, habe es schon einige positive Rückmeldungen gegeben, sagte Sylvia Erlacher. Ursprünglich waren die Arbeiten schon für das vergangene Jahr angedacht gewesen, damals hatte es aber noch keine Freigabe hinsichtlich der artenschutzrechtlichen Begutachtung gegeben.

Winfried Fischer vom Vorstand des ADFC Rödermark war der erste Radler, der den Eulerweg nach dem Durchschneiden des symbolischen Bandes offiziell nutzen durfte. Fischer betonte, dass der Eulerweg eine wichtige Funktion als Verbindungsweg zu den Radschnellwegen habe, die nach und nach in Hessen gebaut werden. Der Eulerweg war viele Jahre Fischers Arbeitsweg nach Dietzenbach. „Damals war das fast ein Bad, wenn es regnete“, erinnerte sich Fischer an die schwierigen Bedingungen, die nun der Vergangenheit angehören. Die Astschere, die er früher manchmal mitnahm, um sich den Weg freizuschneiden, ist mittlerweile auch nicht mehr nötig. Der Eulerweg sei zudem eine gute Alternative zu den stark befahrenen Straßen, meinte Fischer. Bereits seit Sommer vergangenen Jahres sorgt am Ende des verlängerten Eulerweges eine Mittelinsel auf der Kreisquerverbindung für ein Mehr an Sicherheit. Die Mittelinsel hatte der Kreis bauen lassen. Die Gesamtkosten für die Mittelinsel betrugen damals 52.000 Euro. Ähnliche Querungshilfen wünscht sich Rödermarks Bürgermeister Jörg Rotter für den Übergang nach dem Ortsausgang Ober-Roden Richtung Rollwald, auf der B486 zwischen dem BSC- und Viktoria-Sportgelände und am Ortsausgang Urberach in Richtung Offenthal/Umspannwerk.

(Text: PS)