Nur wenige Monate nach der Wiedereröffnung zieht die Stadtbibliothek Bensheim zum Jahresende eine erfreuliche Bilanz: Über 200 Neuanmeldungen, viele zurückgekehrte Stammleserinnen und -leser sowie eine große positive Resonanz zeigen, wie sehr die Bibliothek in Bensheim gefehlt hat. Seit September ist sie in der Alten Gerberei in der Platanenallee 5 untergebracht – und hat sich dort in kürzester Zeit wieder als lebendiger Treffpunkt etabliert.
„Endlich ist sie wieder da!“, hört man derzeit häufig in den lichtdurchfluteten Räumen. Viele Besucherinnen und Besucher äußern ihre Begeisterung offen: „Die Bücherei hat uns wirklich gefehlt – es ist ein wunderbares Gefühl, wieder stöbern zu können.“ Andere schwärmen von der Atmosphäre: „Eine schöne Location mit viel Charme – hier bleibt man gern länger und fühlt sich sofort willkommen“, heißt es immer wieder von Seiten der Kundinnen und Kunden. „Besonders Familien und Kinder nehmen das Angebot mit großer Freude wahr“, erklärt das Team der Bibliothek. Dies bezieht sich auch auf das umfangreiche Vorleseprogramm, das auch während der Schließung durchgehend angeboten wurde und nach wie vor von vielen regelmäßig genutzt wird.
Für Bürgermeisterin Christine Klein bestätigt die „große Resonanz, wie wichtig unsere Stadtbibliothek als Bildungs- und Kulturzentrum ist. Viele Stammleserinnen und Stammleser sind nach Bensheim zurückgekehrt, nachdem sie während der Schließzeit auf Angebote in der Umgebung ausgewichen waren. Die Bibliothek ist ein zentraler Ort des Austauschs, des Lernens und der Begegnung – ihre gesellschaftliche Bedeutung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.“
In der denkmalgeschützten Alten Gerberei, die sich in städtischem Besitz befindet, stehen den Besucherinnen und Besuchern derzeit über 12.000 Medien zur Verfügung. Zwar konnte aus räumlichen Gründen nicht der gesamte Bestand aus dem früheren Standort mit umziehen, doch durch einen regelmäßigen Austausch der Medien soll die inhaltliche Vielfalt dauerhaft erhalten bleiben. Der Sachbuchbestand wurde aufgrund einer gesunkenen Nachfrage daher bewusst reduziert, um Platz für stärker nachgefragte Angebote zu schaffen.
Auch für Thomas Herborn, Eigenbetriebsleiter der Stadtkultur, ist der Neustart der Stadtbibliothek in der Alten Gerberei „rundum gelungen“. „Die vielen Neuanmeldungen und schönen Rückmeldungen unserer Besucherinnen und Besucher bestärken uns in unserem Konzept. Unsere Gäste schätzen sowohl das Angebot als auch die besondere Atmosphäre des neuen Standorts – das zeigt deutlich, dass die Bibliothek wieder fest im Alltag der Stadtgesellschaft angekommen ist.“
Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, sollen die Öffnungszeiten der Stadtbibliothek bereits im neuen Jahr erweitert werden. Ab dem 10. Januar hat die Ausleihe wieder jeden Samstag von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Damit wird das Angebot insbesondere für Familien, Berufstätige sowie Schülerinnen und Schüler deutlich erweitert. Möglich wird dies durch die Besetzung einzelner offener Stellen und die damit verbundene punktuelle Verstärkung des Teams der Stadtbibliothek.
Neben dem klassischen Medienangebot vor Ort macht die Stadtbibliothek auch auf ihr umfangreiches digitales Angebot aufmerksam. Mit einem aktiven Leseausweis können Nutzerinnen und Nutzer rund um die Uhr auf die Online-Bibliothek des Onleihe Verbunds Hessen (OVH) zugreifen – jederzeit und von überall aus.
Das Angebot umfasst neben E-Books zahlreiche weitere Services: die Kinder-Apps tigerbooks und Polylino, das werbefreie journalistische Portal Riffreporter, den Streaming-Dienst filmfriend, die interaktiven Boardstories von Onilo sowie Duden Basiswissen Schule im Munzinger-Portal.
Für Schülerinnen und Schüler besonders attraktiv ist der neue Zugang zur Lernplattform sofatutor mit über 10.000 Lernvideos, mehr als 43.000 interaktiven Übungen und rund 38.000 Arbeitsblättern. Ergänzt wird das Angebot der Onleihe durch kontinuierlich ausgebaute E-Learning-Formate, darunter LinguaTV zum Sprachenlernen sowie Online-Kurse der LinkedIn Learning Plattform und der ZEIT Akademie.
Eine Übersicht über alle Angebote sowie aktuelle Hinweise finden Interessierte auf der Website der Stadtkultur Bensheim, auf der Instagram-Seite der Stadtbibliothek, auf dem neuen Instagram-Account der Bibliothek oder direkt auf der Startseite des WebOPAC.
(Text: PM Stadt Bensheim)


