Erhöhte Vorsicht ist weiterhin geboten
Die Stadt Frankfurt hebt die seit mehreren Wochen geltende Stallpflicht für Geflügel mit Wirkung zum Mittwoch, 14. Januar, auf. Die entsprechende Allgemeinverfügung wird am Dienstag, 13. Januar, im Amtsblatt der Stadt Frankfurt öffentlich bekanntgegeben und tritt am Folgetag in Kraft. Grundlage für diese Entscheidung ist die aktuelle Seuchenlage. Seit Ende November wurden im Stadtgebiet sowie im näheren Umfeld keine neuen Fälle der hochpathogenen aviären Influenza (HPAI), auch „Geflügelpest“ genannt, bei Wildvögeln festgestellt.
Trotz der positiven Entwicklung weist die Veterinärbehörde im Ordnungsamt darauf hin, dass weiterhin ein grundsätzliches Risiko durch einen Seucheneintrag in Geflügelhaltungen besteht. Das HPAI-Virus ist in der Wildvogelpopulation, insbesondere bei Wasservögeln wie Enten und Gänsen, dauerhaft vorhanden und kann jederzeit erneut auftreten. Ein vollständiger Schutz vor einer Einschleppung ist daher nicht möglich.
Die Stadt Frankfurt appelliert deshalb eindringlich an alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter, auch nach Aufhebung der Aufstallungspflicht konsequent erhöhte Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Ziel ist es, den Kontakt zwischen Hausvögeln und Wildvögeln, insbesondere in Frei- und Auslaufhaltungen, so weit wie möglich zu reduzieren.
Empfohlen werden unter anderem das Abspannen von Ausläufen mit Netzen mit einer maximalen Maschenweite von 25 Millimetern, um den Einflug von Wildvögeln zu verhindern, sowie die ausschließliche Fütterung der Tiere im Stall. Zudem ist weiterhin auf strikte Hygienemaßnahmen wie den Wechsel von Kleidung und Schuhen beim Betreten der Ställe sowie auf eine wildvogelsichere Lagerung von Futtermitteln zu achten.
Die Veterinärbehörde wird die Lage weiterhin engmaschig beobachten und bittet alle Tierhalterinnen und Tierhalter um ihre Unterstützung. Nur durch konsequente Biosicherheit lässt sich das Risiko eines Ausbruchs der Geflügelpest wirksam minimieren.
Insgesamt wurden in Frankfurt zwischen Mitte Oktober und Ende November fünf positive HPAI-Befunde festgestellt, darunter bei Totfunden von Kranichen und einer Graugans. Neun weitere tot aufgefundene Wildvögel wurden untersucht, jedoch negativ befundet. Darüber hinaus werden im Rahmen des Monitorings weiterhin Kotproben von Wildgänsen genommen, die aber bislang – bis auf einen schwach positiven Befund – negativ ausgefallen sind.
(Text: PM Stadt Frankfurt)

