Historische Holzversteigerung in Dudenhofen mit zahlreichen Attraktionen

5
Die Sportholzfäller hatten mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen: Der aufgeweichte Untergrund und das gefrorene Holz erschwerten ihre Vorführungen spürbar.(Foto: ah)

Ein Besuch der Historischen Holzversteigerung des Gesangvereins „Germania“ Dudenhofen gehört für viele seit Jahren fest zum Kalender. Traditionell am zweiten Wochenende des neuen Jahres dreht sich an der Freizeitanlage Gänsbrüh alles um Holz, Brauchtum und Geselligkeit.


Auch in diesem Jahr hielt der Verein an dem bewährten Termin fest – trotz winterlicher Bedingungen, die den Gästen einiges abverlangten. Der Regen am Vormittag hatte den Boden tief und rutschig gemacht, die Temperaturen blieben frostig. Gutes Schuhwerk und warme Kleidung waren daher unerlässlich. Das unfreundliche Wetter machte sich auch bei der Besucherzahl bemerkbar: Manche Interessierte dürften angesichts von Warnungen vor glatten Straßen zu Hause geblieben sein. Rund um das Festgelände und auf der Anfahrt zeigte sich davon allerdings nichts.

(Foto: ah)

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem feierlichen Moment: der Ernennung der neuen „Edelholzkönigin“. Lara Meier (Foto rechts, 3.v.r.), Enkelin des langjährigen Germania-Sängers Wolfgang Walter, erhielt von ihren Vorgängerinnen die königlichen Insignien. Die Schülerin der Georg-Kerschensteiner-Schule in Obertshausen, die sich derzeit auf ihr Abitur vorbereitet, stellte anschließend dem Publikum die Zitterpappel als „Baum des Jahres“ vor und knüpfte damit an die naturkundliche Tradition der Veranstaltung an.

Nahtlos ging es anschließend zum beliebten Wettsägen mit der langen Doppelsäge über. Hier setzte sich die neue Edelholzkönigin gemeinsam mit ihrem Partner Markus Dengler von den Sportholzfällern durch. Dengler durfte sich für einen Tag über den Titel des „Edelholzkönigs“ freuen. Die Sportholzfäller hatten allerdings mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen: Der aufgeweichte Untergrund und das gefrorene Holz erschwerten ihre Vorführungen spürbar. Trotzdem erwiesen sich die Oldtimer-Traktor- und Bulldog-Schau sowie die Präsentation alter Landmaschinen und Geräte zur Holzbearbeitung erneut als Publikumsmagnet, auch wenn die Beteiligung geringer ausfiel als in anderen Jahren. Viel Aufmerksamkeit zog zudem der Holzkünstler Michael Gomersky aus Messel auf sich, der mit der Motorsäge Eulen, Adler und Wildschweine aus massiven Holzstämmen entstehen ließ. Dass es schließlich zur traditionellen Holzversteigerung kam, war der Firma Ökobrix zu verdanken. Sie stellte bestes, gut abgelagertes und sofort verwendbares Buchenholz für den Kamin zur Verfügung. Bei einem Anfangsgebot von 120 Euro stieg der Preis auf 190 Euro – deutlich unter dem aktuellen Marktwert. Für die jüngsten Besucher sorgten der Waldkindergarten Wühlmäuse sowie die Kinder- und Jugendfarm Rodgau für Unterhaltung und rundeten einen traditionsbewussten, wenn auch wettergeprägten Veranstaltungstag ab.

Für den musikalischen Part im Wald sorgen die Jagdhornbläser „Schrot und Horn“ .

(Text: ah)