Die Polizei geht derzeit einer Meldung nach, von der sie am Mittwoch (14.) Kenntnis erhielt. Nach Angaben einer Mutter soll ihr neunjähriger Sohn gegen 14.55 Uhr in der Nähe des Sportplatzes in Zeppelinheim von einem bislang unbekannten Mann angesprochen worden sein. Nach der Schilderung des Kindes habe der Mann aus einem dunklen Auto heraus Kontakt aufgenommen. Anschließend sei der etwa 1,80 Meter große Mann mittleren Alters mit kurzen grauen Haaren aus dem Fahrzeug ausgestiegen und habe den Jungen am Arm berührt. Der Neunjährige, der mit einem Tretroller unterwegs war, habe sich daraufhin abgewandt und sei zu einem angrenzenden Haus gelaufen, um dort Hilfe zu suchen. Die Mutter meldete den Vorfall im Anschluss bei der örtlichen Polizeistation.
Gleichwohl die Polizei derzeit noch am Anfang der Ermittlungen steht und ihr insofern eine Bewertung des Sachverhalts noch nicht möglich ist, nimmt sie jeden Vorfall ernst und prüft ihn gewissenhaft. Die Angaben des Jungen werden jetzt geprüft und sind Bestandteil der weiteren Befassung in der Sache. Nach derzeitigem Stand liegen den Beamten keine konkreten Anhaltspunkte für eine Straftat vor.
Zeugen gibt es bislang keine, daher bittet die Polizei um entsprechende Hinweise. Wer rund um den Sportplatz zur dieser Uhrzeit Beobachtungen gemacht hat, die damit in Zusammenhang stehen könnten, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 06102 2902-0 zu melden.
Es ist völlig verständlich, dass solche Meldungen, insbesondere wenn sie im Netz verbreitet werden, zur Verunsicherung führen können, sowohl bei Eltern, als auch bei Kindern. Daher ist es umso wichtiger, dass Kinder wissen, wie sie sich in unangenehmen oder bedrohlichen Situationen verhalten und wo sie Hilfe bekommen können.
Generell können Eltern ihren Kindern folgende Verhaltenstipps an die Hand geben, ohne sie einzuschüchtern:
– Lass dich nicht durch ein Versprechen (z. B. Tierbabys, Süßigkeiten, Geschenke, PC-Spiele) in ein Auto oder an einen anderen Ort locken.
– Sage laut und deutlich was Du nicht willst! Du darfst auch fremden Leuten gegenüber “Nein” sagen.
– Vertraue deinem Gefühl, wenn dir etwas bedrohlich vorkommt. Wirst du von einer Person bedrängt, laufe sofort weg und schreie laut. Weglaufen ist dabei nicht feige.
– Gehe mit Freunden oder Klassenkameraden zusammen. Gemeinsam seid ihr stark und die Wege sind sicherer.
– Benutze möglichst immer die gleichen Wege. So kennst Du Dich gut aus und weißt, wo Du im Notfall Hilfe finden kannst!
– Sprich andere Erwachsene an und fordere Hilfe ein, z. B. die Polizei über den Notruf 110. Alarmiere selbst die Polizei über den Notruf 110, wenn dies in der Situation gefahrlos möglich ist (das geht auch ohne Guthaben auf der Handykarte oder der Smartwatch).
– Wenn Dir auf dem Schulweg etwas verdächtig vorgekommen ist, solltest Du es sofort Deinen Lehrern und Deinen Eltern erzählen.
– Halte Dich an Absprachen mit Deinen Eltern und sei möglichst pünktlich, damit Deine Eltern wissen, dass sie sich auf Dich verlassen können und sich keine unnötigen Sorgen machen.
(Text: PM PP Südosthessen)


