
Gehwege, Kläranlage und Feuerwehr verursachen dieses Jahr besonders hohe Kosten
Die Gemeinde Eppertshausen will trotz angespannter Finanzlage auch 2026 wieder einen siebenstelligen Betrag in die kommunale Infrastruktur stecken. Schon die zehn größten Einzelinvestitionen sollen in Summe 2,246 Millionen Euro kosten. Der Ausbau der Gehwege im Zuge der Glasfaser-Verlegung, Modernisierungen der Kläranlage und die Ertüchtigung des Feuerwehr-Stützpunkts im Niederfeld machen in diesem Jahr den monetären Löwenanteil der investiven Maßnahmen aus.
An der Spitze steht wie in den vergangenen Jahren die Erneuerung der Gehwege samt Schaffung barrierefreier Übergänge – immer dort, wo die Erdarbeiten im Zuge der Glasfaser-Verlegung im Ortsgebiet gerade abgeschlossen werden. Weil die CDU mit ihrer absoluten Mehrheit in der Gemeindevertretung stramm hinter diesen Ausgaben steht, hatte die Kritik von SPD und FDP an der Pauschalität dieses in Summe und über die Jahre einen mittleren einstelligen Millionenbetrag verschlingenden Vorhabens bisher keine Abplanungen zur Folge – und wird sie wohl auch nicht mehr erreichen. Allein in diesem Jahr will die Gemeinde für den Gehwege-Ausbau 870 000 Euro ausgeben.
Der zweitgrößte Einzelposten, den auch eine Liste der 16 größten Investitionen im eingebrachten, aber erst in der Parlamentssitzung am 29. Januar zu beschließenden Gemeindehaushalt ausweist, ist mit 445 000 Euro die Erneuerung der Maschinentechnik in der Kläranlage. „Wir müssen dort neue Pumpen einbauen und die Steuertechnik modernisieren“, erläutert Eppertshausens Bürgermeister Stephan Brockmann (CDU). Im Ergebnis will die Gemeinde insbesondere die Phosphat-Werte des geklärten und ins Grabensystem abgeleiteten Wassers senken. Zu viel Phosphat fördert in Gewässern das Algenwachstum, und gesetzliche Vorgaben dazu sind verschärft worden. Gesondert eingestellt sind in puncto Kläranlage 2026 außerdem 110 000 Euro für einen Fällmitteltank.
Gleich vier Einzelmaßnahmen, die sich auf mehr als eine halbe Millionen Euro summieren, sind mit Bezug zur Freiwilligen Feuerwehr vorgesehen. Da wäre zunächst die geplante Sanierung des Dachs des Stützpunkts in der Ortsmitte: „Das Gebäude stammt aus den 60ern und wurde irgendwann mal aufgestockt“, sagt Brockmann. Durch die Sonneneinstrahlung sei das Dach mit den Jahrzehnten spröde und undicht geworden. Entsprechende Stellen seien bereits „mehrfach geflickt“ worden, weil es ins Objekt reingetropft habe. Für die energetische Sanierung des Dachs sind 200 000 Euro ins Investitionsprogramm eingestellt, das die Gemeindevertreter Ende des Monats mit der Haushaltssatzung (jedoch in einer gesonderten Abstimmung) verabschieden sollen. Anschließend soll auf dem Dach noch eine Photovoltaik-Anlage installiert werden. Ihr Preis – 40 000 Euro – dürfte sich nach und nach amortisieren. Für 145 000 Euro bekommt die Eppertshäuser Feuerwehr dieses Jahr zudem einen neuen Einsatzleitwagen. 130 000 Euro steckt die Gemeinde in neue Ausstattung ihrer aktiven Einsatzkräfte.
Und sonst? Will die Gemeinde 2026 unter anderem die kleine Brücke am Sportzentrum erneuern (50 000 Euro), ihre EDV modernisieren (38 800 Euro), auf dem Spielplatz an der Bayerswiese das größte Spielgerät ersetzen (35 000 Euro) und im Rathaus energetisch sanieren (30 000 Euro). Auch für Grundstücks-Ankäufe im Ortskern, die Ausstattung des Waldfriedhofs und den Bauhof sind Investitionsmittel vorgesehen.
(Text: jedö)

