Neue Luftaufnahmen und Laserscan: Wiesbaden wird aus der Luft vermessen

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Symbolbild Kleinflugzeug (Foto: Peter Herrmann auf Pixabay )

Das Tiefbau- und Vermessungsamt der Landeshauptstadt Wiesbaden lässt in den kommenden Wochen aktuelle Luftbilder und Laserscandaten des gesamten Stadtgebiets aufnehmen. Die gewonnenen Daten liefern wichtige Grundlagen für Stadtplanung, Umweltschutz und Katasterarbeit. Sie werden den städtischen Ämtern sowie Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt, unter anderem über den Digitalen Zwilling.


Dieser ist auf der Homepage https://wiesbaden.virtualcitymap.de/ abrufbar. Die Luftbildaufnahmen umfassen senkrechte und schräge Perspektiven aus allen vier Himmelsrichtungen. So lassen sich Veränderungen im Stadtgebiet präzise und realistisch nachvollziehen, ohne dass dafür aufwendige Außentermine nötig sind.

Zusätzlich tastet ein Laserscanner das Gelände mit einem Lasersignal ab. Aus den dabei entstehenden dreidimensionalen Punktwolken werden digitale Höhen- und Oberflächenmodelle berechnet, die beispielsweise für Hochwasserschutz, Sichtanalysen und 3-D-Visualisierungen für die Stadtplanung eingesetzt werden.

Die Befliegungen sind – je nach Wetterlage sowie Schnee- und Eisfreiheit – bis April 2026 vorgesehen. Die Flüge für das Laserscanning finden in Abstimmung mit der Deutschen Flugsicherung nachts zwischen 23 und 5 Uhr in rund 550 Metern Flughöhe statt. Aufgrund der Nähe zum Flughafen Frankfurt sind solche technischen Überprüfungsflüge auch während des Nachtflugverbots zulässig. Die Aufnahmen für die Luftbilder erfolgen tagsüber in etwa 1600 Metern Höhe. Wiesbaden liegt zwischen 83 Metern über dem Meeresspiegel am Rheinufer und 608 Metern am Taunuskamm; Schlossplatz und Rathaus liegen auf 115 Metern.

Im Zeitraum der Befliegung in der nächsten Schönwetterphase kann es vereinzelt zu leichtem Fluglärm über Wiesbaden kommen. Das Tiefbau- und Vermessungsamt bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis.

(Text: PM Landeshauptstadt Wiesbaden)