Stabsstelle Inklusion investierte 2025 1,4 Millionen Euro, um Menschen mit Behinderungen mehr Teilhabe zu ermöglichen
Die Stadt Frankfurt baut die Barrierefreiheit auf vielen Ebenen weiter aus, um Menschen mit Behinderungen mehr Teilhabe zu ermöglichen. So hat die Stabsstelle Inklusion, wie Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg mitteilt, im Jahr 2025 insgesamt 1,4 Millionen Euro investiert.
Das Geld wird über ein Förderprogramm ausgezahlt. Damit werden Gebäude barrierefrei umgebaut und öffentliche Websites bekommen Texte in Leichter oder Einfacher Sprache sowie Gebärdenvideos. Beispielsweise wurde der Zugang zum Waldstadion für mobilitätseingeschränkte Menschen verbessert und die städtische Baumschutzsatzung erhielt eine Übersetzung in Einfacher Sprache.
Seit kurzem wird auch barrierefreie Kommunikation bei öffentlichen Veranstaltungen gefördert. Ämter und Kultureinrichtungen können damit etwa Gebärdendolmetscherinnen und -dolmetscher für gehörlose Menschen, Audiodeskription für blinde Menschen und Leichte Sprache für Menschen mit Lernschwierigkeiten finanzieren.
„Menschen mit Behinderungen möchten ihr Leben in der Stadt genauso selbständig führen wie Menschen ohne Behinderungen. Deshalb schaffen wir aktiv die Voraussetzungen dafür, dass sie teilhaben können. Wir werden dabei immer besser, aber es ist auch noch einiges zu tun“, sagt Eskandari-Grünberg. „Mein Ziel ist, dass Menschen mit Behinderungen überall dabei sein können.“
Deshalb soll das Förderprogramm fortgeführt werden. Im Haushaltsentwurf für 2026 ist knapp eine Million Euro dafür vorgesehen. Schon bald werden 300.000 Euro in bereits geplante, weitere Barrierefreiheitsmaßnahmen investiert. Außerdem werden im Laufe des Jahres 2026 weitere Maßnahmen für Barrierefreiheit geplant und gefördert.
Folgende Bereiche wurden beispielsweise in 2025 gefördert:
Familie, Kinder und Jugend:
• Spielplatz Höllbergstraße im Stadtteil Eschersheim: barrierefreier Umbau
• Jugendhaus Heideplatz: barrierefreies WC
• Haus der Jugend: barrierefreier Umbau
• barrierefreie Websites für Evangelischen Verein für Jugendsozialarbeit, Erziehungsberatungsstellen und KitaFrankfurt.
Verkehr
• In acht U-Bahnhöfen: taktile Leitelemente und Handlaufschilder für blinde Menschen, barrierefreie Überarbeitung der VGF-Website, Gebärdenvideos
Kultur
• Kabelbrückenrampen zum Beispiel für den Weihnachtsmarkt, damit Rollstuhlfahrende sich selbständig bewegen können, Aufzug und Wegeleitsystem für den Interims-Standort der Schirn (ehemalige Dondorf-Druckerei), barrierefreier Umbau der Eingangstüren und Tastobjekte für blinde Menschen im Historisches Museum, barrierefreie Überarbeitung der Website des Museums Angewandte Kunst und Kulturamt, ausstellungsbezogene Booklets in Leichter Sprache im Museum für Moderne Kunst
Umwelt:
• barrierefreies WC im Botanischen Garten, barrierefreie Gestaltung der Wege im Huthpark und im Hauptfriedhof
Ämter
• Jugend- und Sozialamt sowie Gesundheitsamt: Leitsysteme und Stufenmarkierungen für blinde und sehbehinderte Menschen, barrierefreie Kommunikation bei Veranstaltungen durch unter anderem Gebärdendolmetscherinnen und -dolmetscher, Audiodeskription
Die genannten Maßnahmen sind teilweise bereits umgesetzt. Die übrigen werden bald gestartet.
(Text: PM Stadt Frankfurt)


