Einmannbunker in Niederrad ist jetzt vor Vandalismus geschützt

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Der Bunker mit der angebrachten Metallbanderole. (Foto: Elke Sichert)

Der erst im Frühjahr des vergangenen Jahres entdeckte Einmannbunker in Niederrad ist jetzt vor Vandalismus geschützt. Zum Schutz des seltenen Kleindenkmals hat das Denkmalamt der Stadt Frankfurt am Main zusammen mit der Metallmanufaktur Dirk Velte am Donnerstag, 15. Januar, eine schützende Banderole aus Metall angebracht. Diese ziert der Schriftzug „Nie wieder Krieg!“.


Der Einmannbunker – ein grauer Betonzylinder mit zwei winzigen, rostigen Sehschlitzen und zwei kleinen Türen – war im April 2025 auf dem Gelände des Sportplatzes in der Hahnstraße gefunden worden. Darin konnten Bahnmitarbeiterinnen und Bahnmitarbeiter während des Zweiten Weltkrieges Schutz finden, wenn Bomben in der direkten Umgebung abgeworfen wurden.

Gemeinsam hatten Denkmalamt, Grünflächenamt und Sportamt den Einmannbunker nach dem Fund geborgen und auf der Sportanlage in Niederrad für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine kleine Tafel vor Ort informiert darüber.

Doch bereits im Herbst wurde eine Beschädigung an dem Bodendenkmal gemeldet. Eine der beiden Türen war aufgebrochen worden, obwohl im Inneren des Bunkers nur Erde, Schlacke und Backsteine zu finden sind. Das Denkmalamt hofft nun, dass das Denkmal künftig vor erneuten Beschädigungen geschützt ist.

„Der Einmannbunker im öffentlichen Raum ist ein Mahnmal für den Frieden“, hebt Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, die Bedeutung des Kleindenkmals hervor. „Dank der neuen Metallbanderole ist der Bunker nun selbst geschützt, während er uns alle täglich daran erinnert, dass auch unsere Demokratie unseres Schutzes bedarf.“

(Text: PM Stadt Frankfurt)