Manuel Friedrich als Bürgermeister in Obertshausen wiedergewählt

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Mit Spannung wurden die Wahlergebnisse erwartet. (Foto: ah)

Geringe Wahlbeteiligung als Wermutstropfen

Es war für Bürgermeister Manuel Friedrich (parteilos), in den Wochen vor der Wahl fast ein Dauerlauf mit zahlreichen Hausbesuchen und vielen Gesprächen mit Bürgern an den unterschiedlichsten Orten. Am Sonntag kurz nach 18 Uhr war deshalb die Spannung im Sitzungssaal im Rathaus Schubertstraße groß, ob die Bürger von Obertshausen ihm wieder ihr Vertrauen aussprechen würden.


Er bekam für seine erneute Kandidatur große Unterstützung, nicht nur von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern von Obertshausen, die sich öffentlich für ihn aussprachen, sondern auch von verschiedenen Parteien, was seine Entscheidung, einen parteilosen und unabhängigen Weg zu gehen, bestätigte. Gebannt schauten viele Augen auf die große Projektionsfläche im Sitzungssaal, wo die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke erscheinen sollten. Gegen ihn angetreten war Marc Julien Cleuvers, ein Bundespolizist, zwar ohne Erfahrung mit der kommunalen Verwaltung, aber mit viel Optimismus und in der Hoffnung, dass mit einem Blick von „außen“ manche Probleme besser gelöst werden können. Dass er trotz dieser Voraussetzungen angetreten war, brachte ihm viel Respekt ein.

Als dann das Ergebnis des ersten Wahlbezirks gegen 18.19 Uhr erschien, verursachte bei vielen großes Staunen, denn es war mehr als eindeutig. So ergab die Auszählung 88,43 Prozent für Friedrich und 11,57 Prozent für Cleuvers. Eigentlich hätte sich Friedrich jetzt schon entspannt zurücklehnen können, aber es fehlten noch 14 Bezirke. Es wäre nicht die erste Wahl, wo sich ein scheinbar sicheres Ergebnis am Ende doch noch gedreht hat. Aber hier blieb es dabei und am Ende hieß das vorläufige Endergebnis 88,46 Prozent für den alten und damit neuen Bürgermeister.

Ergebnis neuer Rekord im Kreis Offenbach

Nach dem ersten Beifall standen die Gratulanten Schlange. Glückwünsche gab es auch von Landrat Oliver Quilling, obwohl Manuel Friedrich ihm einen Rekord abgejagt hat. So wurde Quilling als Bürgermeister von Neu-Isenburg bei seiner zweiten Wahl mit 83,3 Prozent gewählt und das Ergebnis war viele Jahre das beste im Kreis. Nun trägt Manuel Friedrich die „Krone“. Er zeigte sich über das Ergebnis überwältigt: “Das ist ein enormer, sehr, sehr großer Vertrauensvorschuss. Das ist natürlich Ansporn und Ehre und Verpflichtung zugleich“. Er dankte allen Wählerinnen und Wählern und besonders seinen Unterstützern.
„Die Themen werden natürlich jetzt nicht einfacher. Wir werden selbstverständlich auch versuchen, weiterhin den Zusammenhalt zu stärken, weil ja alle wir wissen, dass es nicht leichter wird, was das Thema kommunale Finanzen und ähnliches angeht. „Ich habe auch versucht, hier neuen Schwung und frischen Wind in die Stadt zu bringen. Wir haben einige Projekte umgesetzt und das ist natürlich auch schön, wenn ich die Projekte jetzt weiter begleiten darf. Und dann vielleicht auch bis zum Ende.“

Er werde sich auch weiter in Wiesbaden und Berlin dafür einsetzen damit die Kommunen mehr Gehör finden, da die Defizite der kommunalen Haushalte in den nächsten Jahren überall immer größer werden. Der einzige Wermutstropfen an diesem Abend war die geringe Wahlbeteiligung von nur 37,18 Prozent.

(Text: ah)