Förderung kann ab sofort beantragt werden
Die Stadtverordnetenversammlung hat zwei Bausteine zur Förderung des gemeinwohlorientierten Wohnens in Frankfurt beschlossen. Ziel ist es, die Akteurinnen und Akteure gemeinschaftlicher Wohnprojekte in Frankfurt gezielt zu stärken und ihre Arbeit langfristig abzusichern. Einerseits wurde der Magistrat beauftragt, eine Richtlinie zur Bauförderung von Gemeinwohlimmobilien zu erarbeiten. Andererseits wurde eine weitere Förderung für Gemeinschaftliches Wohnen geschaffen, eine sogenannte Strukturförderung, die der aktiven Szene Frankfurter Wohnprojekte größere Stabilität und Professionalisierung ermöglichen soll.
„Gemeinwohlorientierte Akteur:innen auf dem Wohnungsmarkt, insbesondere Genossenschaften und gemeinschaftliche Wohnprojekte, leisten einen wichtigen Beitrag zu langfristig stabilen Mietpreisen und schaffen dringend benötigten Wohnraum. Die beiden nun beschlossenen Bausteine sind daher für uns eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden Förderstrukturen und unterstreichen unseren Ansatz, gemeinwohlorientierte Akteure auf unterschiedlichen Wegen zu stärken. Ihre finanzielle und strukturelle Unterstützung ist deshalb wohnungspolitisch wichtig und richtig“, sagt Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, über den Beschluss.
Die Bauförderung soll Wohnungen in gemeinwohlorientierter Trägerschaft, insbesondere für Genossenschaften, unterstützen. Gemeinwohlorientierte Akteurinnen und Akteure sollen dabei durch zinsvergünstigte Darlehen und Zuschüsse in die Lage versetzt werden, preisstabilen Wohnraum zu schaffen und ökologischen sowie sozialen Anforderungen zu begegnen. Eine entsprechende Richtlinie wird nun vom Magistrat erarbeitet.
Die „Strukturförderung für Gemeinschaftliches Wohnen“ steht bereits ab sofort zur Verfügung, Anträge können beim Amt für Wohnungswesen gestellt werden. Die Antragstellung ist bewusst niedrigschwellig gestaltet, so dass Projekte möglichst einfach und effektiv in die Lage versetzt werden, sich zu professionalisieren. Die Strukturförderung geht dabei Herausforderungen in kritischen Projektphasen an und bietet damit eine ergänzende strukturelle Förderung der Akteurinnen und Akteure. Für die Gründung gemeinwohlorientierter Trägerstrukturen und die professionelle Begleitung in Konfliktfällen in Wohngruppen sowie zur fachlichen Beratung in konkreten Bauprojekten können Kosten übernommen werden.
Barbara Reuter, Vorstandsvorsitzende des Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen, freute sich über den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung und begrüßte die Weiterentwicklung der kommunalen Förderlandschaft: „Die neue Strukturförderung stärkt Akteur:innen, die seit Jahren bezahlbaren, sozial eingebetteten und dauerhaft gemeinwohlorientierten Wohnraum in Frankfurt verwirklichen. Sie bietet gemeinschaftlichen Wohninitiativen über die bestehenden Orientierungsangebote des Netzwerk Frankfurt hinaus gezielte Unterstützung für die professionelle Umsetzung und Verstetigung innovativer und klimaverträglicher Wohnkonzepte.“
Antrag und Förderrichtlinie zur Strukturförderung Gemeinschaftlicher Wohnprojekte sind unter Strukturförderung Gemeinschaftliches Wohnen | Stadt Frankfurt am Main verfügbar.
(Text: PM Stadt Frankfurt)

