ASP in Darmstadt-Dieburg: In den weißen Zonen Hunde anleinen

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In blau sind die sogenannten weißen Zonen markiert. Die roten Flächen drumherum sind die Abstandsflächen, in denen rings um die Zonen keine Drück- und Erntejagden erlaubt sind. Diese Flächen wurden Anfang Januar verkleinert. (Karte: LaDaDi)

Die sogenannten weißen Zonen an den Bundesstraßen 26 und 38 sowie an der A5 sind mittlerweile voll umzäunt und dienen als wildschweinfreie Gebiete der Unterbrechung von Infektionsketten bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Die weißen Zonen sind Gebietsstreifen, die auf zwei Seiten mit Zäunen umgeben sind, um Wildschweine an der Querung zu hindern. Schwarzwild, das in diese Zonen gelangt, wird entnommen. Was zusammen mit der Abschussprämie von 200 Euro für die Jäger geholfen hat, die ASP im Landkreis Darmstadt-Dieburg einzudämmen, sorgt nun an anderer Stelle für ein Problem, das den Kreistierschutzbeirat und die Kreistierschutzbeauftragte Dr. Christa Wilczek, Geschäftsführerin des Beirats, nun zu einem Appell veranlassen: „Leider kommt es innerhalb dieser freien Zonen immer wieder zu sehr problematischen Situationen durch freilaufende Hunde“, schildert Dr. Wilczek: „Es kann zu einem Hetzen von Wildtieren kommen, die dann bei ihrer Flucht gegen die Zäune prallen, sich verletzen oder sogar zu Tode kommen.“


Der Appell lautet nun, dass Hundebesitzer in diesen weißen Zonen ihre Tiere nur angeleint führen sollten – eben aufgrund der Umzäunung und der Beunruhigung der Wildtiere durch freilaufende Hunde, die Zaununfälle mit Todesfolge zur Folge haben können. „Es ist durchaus eine Schleppleine mit bis zu 15 Meter Länge möglich, es muss also keine kurze Führleine sein“, sagt Dr. Wilczek, „wichtig ist meines Erachtens das Verantwortungsbewusstsein der Hundehalter auch gegenüber Natur und Wildtieren.“

Weiter führt die Kreistierschutzbeauftragte aus: „Die Zäune, die das Land aufstellt und die der Landkreis unterhält, sind aufgrund der ASP leider notwendig“, sagt sie, „Wildtiere können auch einen Weg hinausfinden, wenn sie in eine dieser Zonen geraten, aber wenn sie in Panik geraten, kann es passieren, dass sie auf der Flucht in einen Zaun rennen und sich dort verheddern. Ich weiß, dass dies kein Hundehalter möchte. Deshalb sollten die Hunde insbesondere in diesem Bereich bitte an der Leine geführt werden.“

(Text: PM Landkreis Darmstadt-Dieburg)