Bauphase des Projekts „Aus Grau wird Grün“ in Riedstadt abgeschlossen

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Neue Pflanzflächen in der Heinrich-Heine-Straße. (Foto: Stadt Riedstadt/ Matthias Harnisch)

Mit der Bauabnahme am 21. Januar ist die Bauphase des Projekts „Aus Grau wird Grün“ nun offiziell abgeschlossen und es beginnt die Pflegephase. Die Büchnerstadt Riedstadt freut sich über die neu gestalteten Grünflächen und Gehwege in der Heinrich-Heine- und der Oppenheimer Straße und blickt erwartungsvoll auf das Frühjahr, wenn die neuen Pflanzflächen aus dem Winterschlaf und zum Leben erwachen. Die Stadt dankt der beauftragten Firma Schleser Garten- und Landschaftsbau für die gute und zielgerichtete Zusammenarbeit und vor allem dafür, dass der Zeitplan trotz schwieriger Umstände eingehalten werden konnte.


Denn zunächst ergab sich eine Verzögerung aufgrund eines knapp zwei Monate später als angekündigt eintreffenden Förderbescheids für die Bauphase. Danach musste die erste Ausschreibung der Bauleistungen aufgehoben werden, da deren Ergebnisse weit über den zur Verfügung stehenden Mitteln lagen und eine Anpassung der Planung erfolgen. Eine danach durchgeführte zweite Ausschreibung der Bauleistungen brachte dann ein tragbares Ergebnis. Die aus der Ausschreibung als Gewinnerin hervorgegangene Firma Schleser konnte Anfang April mit der Durchführung der Arbeiten beauftragt werden, die Bauarbeiten begannen dann direkt nach Ostern 2025 am 22. April.

Damit hatte sich der ursprünglich für September 2024 geplante Beginn der Baumaßnahmen um acht Monate nach hinten verschoben. Während der Bauphase kam es dann noch zu einer weiteren unvorhergesehenen Verzögerung: Durch den Fund der invasiven Ameisenart „Große Drüsenameise“ musste die Baustelle in der Heinrich-Heine-Straße, in der die Arbeiten in vollem Gang waren, eingestellt werden und kurzfristig in die Oppenheimer Straße umziehen, sodass in der Zwischenzeit in der Heinrich-Heine-Straße Maßnahmen zur Bekämpfung der Ameisen ausgeführt werden konnten. Trotz allen diesen Widrigkeiten konnte die Baustelle nun zum Abschluss gebracht werden und Stadt, die beteiligten Planer sowie die Firma Schleser sind sich einig, das sich das Ergebnis sehen lassen kann.

Insgesamt wurden 1.400 qm Grünflächen neu angelegt, 22 Bäume, 10.441 Blühstauden und Gräser sowie 27.283 Blumenzwiebeln gepflanzt. Dazu wurden insgesamt 1.750 qm Gehwege und Grundstückszufahrten neu hergestellt. Die neuen Grünflächen dienen gleichzeitig als Wasserspeicher, das anfallende Niederschlagswasser wird zur Bewässerung der Pflanzungen genutzt. Überschüssiges Niederschlagswasser wird zwischengespeichert und zeitverzögert versickert. In der Oppenheimer Straße wurden zudem die neuen Grünflächen zwischen Gehweg und Straße angelegt, sodass nun, anders als im Vorzustand, Fußgängerinnen und Fußgänger nicht mehr direkt an der Straße laufen, sondern entlang des Grünstreifens.

Wie geht es weiter? Im Jahr 2026 erfolgt die einjährige Fertigstellungspflege der Flächen durch die Firma Schleser. Diese umfasst vor allem die Baumpflege (inklusive Baumschnitt) und die Pflege der Grünflächen sowie die Freihaltung der Zuflüsse der Versickerungsmulden. Im Sommer 2026 werden dann die wissenschaftlichen Begleituntersuchungen fortgeführt. Dabei wird untersucht, ob und in welchem Umfang die Umgestaltungsmaßnahmen sich auf das Klima direkt vor Ort auswirken. Neben Untersuchungen am Boden (Vegetationserfassung) erfolgen dafür wiederum Flüge mit speziellen Forschungsdrohnen, die unter anderem genaue Temperaturmessungen durchführen, um so herauszufinden, ob sich insbesondere die Wärmerückstrahlung in heißen Sommernächten gegenüber dem Vorzustand vermindert hat.
In den Jahren 2027 bis 2029 übernimmt die Firma Schleser dann noch eine dreijährige Entwicklungspflege der Flächen, die dem gesicherten Anwachsen und Funktionieren der neuen Anlagen dient. Danach obliegt die dauerhafte Pflege und Unterhaltung der Flächen der Stadt Riedstadt.

Das Projekt wird inklusive der Fertigstellungspflege – und damit bis Ende 2026 – in Höhe von 90 Prozent vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert, zehn Prozent der Kosten sind von der Stadt Riedstadt als Eigenanteil zu erbringen.

Nun aber warten alle Beteiligten gespannt auf das Frühjahr und darauf, dass die neuen Grünflächen auch tatsächlich üppig grün und blütenreich werden.

(Text: PM Büchnerstadt Riedstadt)