Großbrand auf dem Gelände der GSI in Darmstadt: Keine Gefahr für die Bevölkerung (Update)

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(Symbolbild: Jonas Augustin auf Unsplash)

Update: Die Löschmaßnahmen auf dem Areal der Gesellschaft für Schwerionenforschung im Stadtteil Wixhausen dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten werden sich über den heutigen Freitag (6.) erstrecken. Die Höhe des entstandenen Sachschadens lässt sich zur Stunde nicht schätzen. Zur Brandursache ermittelt die Polizei.


Am gestrigen Donnerstag (5.) um ca. 6.30 Uhr wurde die Feuerwehr Darmstadt über die automatische Brandmeldeanlage und über Notruf 112 über einen Brand informiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde ein Brand in einer Industriehalle festgestellt. Dort brannten industrieübliche Einrichtungen wie elektrische Anlagen, Büroarbeitsplätze und Werkstattausstattung. Trotz schnellen Eingreifens der ersten Kräfte konnte sich der Brand auf weite Teile der Industriehalle ausbreiten. Menschen wurden nicht verletzt.

Aufgrund des Großbrandes entstand eine weithin sichtbare Rauchwolke. Aus Sicherheitsgründen wurden die betroffenen Bürgerinnen und Bürger über Warnapps angehalten, den Bereich zu meiden. Die Aufforderung, Türen und Fenster geschlossen zu halten, wurde inzwischen aufgehoben.

Die Feuerwehr richtete eine Messzentrale ein und führte Messungen an der Brandstelle und im Stadtgebiet durch. Es konnten während der gesamten Einsatzdauer keine Gefahrstoffe nachgewiesen werden. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr.

Neben der gesamten Feuerwehr Darmstadt bestehend aus Freiwilliger Feuerwehr und Berufsfeuerwehr waren aufgrund der komplexen Brandbekämpfungsmaßnahmen auch zahlreiche Kräfte aus der Umgebung im Einsatz (Werkfeuerwehr Merck, Werkfeuerwehr Fraport, Werkfeuerwehr InfraServ Wiesbaden, Berufsfeuerwehr Ludwigshafen, Feuerwehr Offenbach, Feuerwehr Hanau, Feuerwehren aus den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Offenbach, Brandschutzaufsichtsdienst Regierungspräsidium Darmstadt, Brandschutzaufsichtsdienst Innenministerium, Deutsches Rotes Kreuz, Landespolizei mit Polizeihubschrauber, Technisches Hilfswerk, Kanalfachunternehmen mit Saugfahrzeugen zum Abtransport von Löschwasser, Kranfachunternehmen mit Spezialkran als Arbeitskorb zur Durchführung von Löscharbeiten von oben).

Im Verlauf des Einsatzes verschafften sich Oberbürgermeister Hanno Benz, Feuerwehr- und Ordnungsdezernent Paul Georg Wandrey, Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels, der hessische Innenminister Roman Poseck und Regierungspräsident Jan Hilligardt einen Eindruck von der Situation vor Ort und dankten den beteiligten Einsatzkräften.

Originalmeldung: Am heutigen frühen Donnerstagmorgen (5.) wurde um 6.20 Uhr der Löschzug der Berufsfeuerwehr Darmstadt sowie der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Wixhausen zu einem Brand auf dem Gelände der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH in Darmstadt alarmiert. Unmittelbar nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass es sich um einen Großbrand in einem Gebäude auf dem Gelände handelt.

Aufgrund des Ausmaßes des Brandes wurden Oberbürgermeister Hanno Benz und Ordnungs- und Feuerwehrdezernent Paul Georg Wandrey umgehend über die Lage informiert. Innerhalb kurzer Zeit wurde der Einsatz deutlich ausgeweitet. Aktuell sind bis zu 160 Einsatzkräfte im Einsatz, darunter sämtliche Wehren der Feuerwehr Darmstadt sowie Unterstützungseinheiten aus der Region, unter anderem vom Flughafen Frankfurt, von Merck und aus Ludwigshafen, sowie der Betreuungszug des DRK Darmstadt.

Aufgrund der Größe und Komplexität des Einsatzes hat die Leiterin der Feuerwehr Darmstadt, Johanna Herdt, die Einsatzleitung vor Ort persönlich übernommen.

Oberbürgermeister Benz und Brandschutzdezernent Wandrey verschafften sich vor Ort gemeinsam mit Hessens Forschungsminister Timon Gremmels einen Eindruck über die Lage.

„Die ersten Kräfte haben sehr schnell erkannt, dass wir es hier mit einem außergewöhnlich großen Brandereignis zu tun haben. Entsprechend konsequent haben wir die Alarmierung ausgeweitet, um die Lage unter Kontrolle zu bringen und die Einsatzkräfte ausreichend abzusichern“, erklärte Brandschutzdezernent Wandrey, der zum Einsatzgeschehen stets in engem Austausch mit Oberbürgermeister Benz war.

Die Löscharbeiten dauern aktuell an und werden voraussichtlich noch bis in die Abendstunden fortgesetzt. Die Einsatzleitung koordiniert den Einsatz eng abgestimmt zwischen Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren sowie hinzugezogenen Spezialkräften.

„Für die Bevölkerung besteht nach wie vor keine Gefahr“, so Benz und Wandrey am Donnerstagnachmittag. „Allerdings ist insbesondere im Norden des Stadtgebiets mit einer deutlich wahrnehmbaren Rauchentwicklung zu rechnen. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, Fenster und Türen geschlossen zu halten und die Hinweise der Einsatzkräfte zu beachten.“

Zur Brandursache sowie zur Schadenshöhe können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen hierzu sind Sache der Landespolizei.

„Die Wissenschaftsstadt Darmstadt dankt allen eingesetzten Kräften für ihren schnellen, professionellen und engagierten Einsatz unter herausfordernden Bedingungen“, so Benz und Wandrey.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)