Offenbach: World Design Capital und weitere Höhepunkte im Veranstaltungsjahr 2026

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Highlights Finissage. (Foto: Deutsches Ledermuseum L.Brichta)

Seit Freitag, 16. Januar, ist der Veranstaltungsreigen des World Designjahrs eröffnet. Kurz zum Hintergrund: Offenbach und die Region FrankfurtRheinMain sind World Design Capital 2026. Diese Auszeichnung wird seit 2008 alle zwei Jahre an Städte und Regionen verliehen, die sich erfolgreich mit einem überzeugenden Konzept für eine nachhaltige Verbesserung der sozialen, kulturellen, ökonomischen und ökologischen Lebensbedingungen ihrer Region durch Designprojekte beworben haben. Der diesjährige Titel „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“ begreift Design dabei nicht nur als Gestaltungsinstrument, sondern auch als ein Werkzeug der demokratischen Teilhabe. Konkret erlebbar wird dies auch in über 40 Projekten in Offenbach, unter anderem am 7. und 8. Februar in dem zweitägigen Workshop im Deutschen Ledermuseum „Stimmen der Vielfalt: Kulturen im Dialog 1“, bei dem die Teilnehmenden gemeinsam mit Nät Hübel kurze Videos entwickeln, die Sammlungsobjekte neu interpretieren und dabei persönliche Geschichten, Erinnerungen und Assoziationen in bewegte Bilder übersetzen. Oder beim gemeinsamen Stadtrundgang „Demokratie und Kunst in deiner Stadt“ von Klingspor Museum und Haus der Stadtgeschichte am 14. März, der Werkstattreihe „Deine Botschaft auf einer Postkarte“ am 30. Mai im Kreativ-Kiosk in der Domstraße 57 sowie vielen weiteren Orten und Terminen. Eine Übersicht und weitere Informationen zur WDC 2026 gibt es auf der gleichnamigen Website wdc2026.org.


Darüber hinaus dürfen sich Offenbacherinnen und Offenbacher und Gäste der Stadt auf viele weitere Veranstaltungen und spannende Ausstellungen in diesem Jahr freuen. Wir haben unsere Highlights zur besseren Planung kurz zusammengefasst:

Kirschblüte, Kunstansichten und das Lieblingsfest der Offenbacherinnen und Offenbacher

So lädt der Cherry Blossom Day light am 29. März zum japanischen Frühlingsfest in die Stadtbibliothek (Herrnstraße 84) ein. Die Kirschblüte ist in Japan immer etwas Besonderes, denn sie steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit und lockt stets viele Menschen in Parks und die Natur. In Offenbach wird das Fest mit zahlreichen kostenlosen Workshops begangen.

Dann nimmt der Sommer langsam Fahrt auf und mit der Offenbacher Woche steht ein weiteres beliebtes Highlight im Feste-Programm für die Innenstadt. Von Donnerstag, 28. Mai, bis Sonntag, 31. Mai, lädt der Offenbacher Einzelhandel in die Innenstadt. Neben besonderen Angeboten erwartet die Besucherinnen und Besucher ein buntes Rahmenprogramm und Musik. Immerhin hat sich mit „Karat“ eine der bekanntesten Gruppen deutschsprachiger Rockmusik für einen Auftritt angekündigt.

Parallel dazu öffnen Künstlerinnen und Künstler vom 29. Mai bis 31. Mai für die Kunstansichten die Türen ihrer Ateliers, man kann ins Gespräch kommen und vor allem tolle Kunst kaufen und die Stadt neu und anders entdecken.
Dann ist der Sommer endlich richtig da und wer jetzt schon Fernweh hat, ist beim MainWeltMusikfestival des Su Arts e.V. im Innenhof des Büsingpalais goldrichtig. Das Festival passt zu Offenbach, denn es ist eine Einladung, vom 5. bis 7. Juni 2026 Musik aus diversen Kulturen der Welt zu entdecken.

Richtig Eintauchen in die Vielfalt der Stadt lässt sich am Wochenende 20. und 21. Juni, wenn sich die Mainstraße und das angrenzende Kulturkarree in eine Festmeile für die Sinne verwandeln. Zum Mainuferfest wird in den Töpfen gebruzzelt, gegrillt, man kann sich an leckerem Gebäck laben und mit Vertreterinnen und Vertretern von rund 100 Offenbacher Vereinen aus Sport, Kultur, Kunst und verschiedenen Regionen der Welt ins Gespräch kommen. Das Mainuferfest zählt aus gutem Grund zu den Lieblingsfesten der Bürgerinnen und Bürger und findet 2026 zum 38. Mal statt.

Kurz darauf, am 4. Juli, übernehmen Artisten und Gaukler das Zepter in der Innenstadt, beim Internationalen Straßentheaterfestival kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es gibt Jonglage, Kleinkunst und allerlei zirzensische Künste. Anschließend bietet das Feste-Programm für die Innenstadt eine weitere beliebte Attraktion: Bei der „Playfountain“ auf dem Aliceplatz kommen Kinder, die die Sommerferien zuhause verbringen, vom 7. Juli bis 2. August auf ihren Spaß. Immer überraschend anders kommt das Wasser aus den Düsen und sorgt damit auch für Abkühlung an heißen Tagen.

40.000 Lichter, Blaue Stunde und Riviera-Festival

Definitiv Offenbachs schönstes Picknick: 40.000 Lichter im Büsingpark und das besondere Konzert des Capitol Symphonie Orchesters entführen beim Lichterfest am 8. August wieder in einem munteren Cross-Over durch die Musikgeschichte.

Wir bleiben im Büsingpark, denn dort kommen Fans der japanischen Kultur am 14. und 16. August auf ihre Kosten. An beiden Tagen lädt das Main Matsuri bereits zum siebten Mal zu Teezeremonien, Schwerterkämpfen, J-Pop, Cosplay und Workshops ein, das Land der aufgehenden Sonne kennenzulernen.

Im September beginnen die Tage langsam wieder kürzer zu werden, dann ist der richtige Zeitpunkt im Wetterpark auf dem Buchhügel, den magischen Moment, wenn die Sonne im tiefen Blau des Abendhimmels verschwindet, zu erleben. Zur Blauen Stunde am 4. September um 19 Uhr gibt es wieder ein besonderes Programm. Und zwei Tage später, am 6. September, wird der Buchhügel zum Ausflugsziel für die gesamte Familie. Dann machen die Kinder- und Jugendfarm und der Wetterpark gemeinsame Sache und Programm. Der Park mit seinen 14 Exponaten ist übrigens ganzjährig kostenlos besuchbar, von Frühling bis in den späten Herbst bietet das Team des Parks Führungen an, bei denen Wetterphänomene verständlich gemacht werden.

Ebenfalls am 6. September dreht sich auf dem Wilhelmsplatz, auf dem dienstags, freitags und samstags der Wochenmarkt stattfindet, alles um Kunst und Kulinarik. Auf dem Künstlermarkt lassen sich besondere Dinge erstehen. Wer mag kehrt anschließend in einem der umliegenden Restaurants und Cafés gemütlich ein.

Zum munteren Location-Hopping mit viel neuer Musik lädt im September das Riviera-Festival an den Main, das vom Robert Johnson Club und Hafen 2 über das KJK Sandgasse und die Schlosskapelle bis zu den Parkside Studios reicht.

Am 3. Oktober geht es um die gute Sache und an den Main: Inzwischen fest etabliert ist der Kranlauf im Hafen zugunsten der AIDS-Hilfe Offenbach, bei dem für Läuferinnen und Läufer jeder Kondition die passende Strecke dabei ist. Wer danach noch eine Runde mit dem Karussell drehen oder süßes Naschwerk möchte, wird auf dem Oktoberfest auf dem Mainvorgelände fündig.

Apropos Naschwerk: Das gibt es natürlich in vielfältigsten duftenden Variationen auf dem Offenbacher Weihnachtsmarkt in der Innenstadt oder in der japanischen Variante im Büsingpark. Aber bis dahin dauert es (glücklicherweise) noch einige Monate.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in den Museen

Unter dem Motto ‚Anfassen erlaubt!‘ laden im Deutschen Ledermuseum diverse Hands-on-Stationen zum Entdecken und Erfühlen unterschiedlicher Materialien ein. In Form eines Lederalphabets von A wie Antilopenpergament bis Z wie Ziegenleder werden in der Ausstellung “Das ist Leder!” Exponate aus allen Sammlungsbereichen des Hauses gemeinsam mit dem jeweils verarbeiteten Leder präsentiert. Dazu gehören natürlich auch Taschen. Von denen Frauen nie genug haben können, aber weil irgendwann Platz für Neues sein muss, ist der Taschen-Tausch-Kauf-Rausch am 5. September eine tolle Gelegenheit, für den vom 13. bis 15. August bis zu fünf Taschen zum Tauschen abgegeben werden sollten. Bis zur Schließung des Hauses wegen der bevorstehenden Sanierung erweckt ab Juni die Ausstellung „Am Wendepunkt: Das Deutsche Ledermuseum“ die bewegte Vergangenheit des Museums nochmal zum Leben.

Ikonisch wie der „Tears in Rain“-Monolog aus dem Film „Blade Runner“ (1982) widmet sich das Haus der Stadtgeschichte dem hundertsten Geburtstag des Bundes Offenbacher Künstler e.V.: Aus „Woher komme ich, wohin gehe ich, wieviel Zeit bleibt mir?“ wird dort die dreiteilige Ausstellung, „was war“, „was ist“, „was wird“, die in verschiedenen Episoden bis 1. November das Wirken des Vereins beleuchtet und einen Ausblick in die Zukunft wagt. Außerdem zeigt das Haus „Arbeiten aus der Druckwerkstatt“ (Eröffnung am 19. April), „neue kunstfreunde, Nachklapp: der verflixte Elektrokasten“ (Eröffnung am 16. April) und „Hessen und die USA“ (ab 10. September).

Das Ausstellungsjahr im Klingspor Museum endet, wie es begonnen hat, nämlich mit der Internationalen Kinderbuchausstellung. Im Dezember 2025 begann die 70. Ausstellung, die sich noch bis 15. März ganz dem Jubiläum widmet und auf sieben Dekaden Kinderbuch blickt ohne dabei das Hier und Heute aus den Augen zu verlieren. Zahlreiche Neuerscheinungen aus vielen Ländern, die besonders schön gestaltet sind oder erzählt werden, runden den sehenswerten Reigen ab. Die 71. Ausgabe, die dann ab 12. Dezember zu sehen sein wird, entführt thematisch in die Nacht. Wie verändert sich die Welt, wenn es dunkel wird? Wer ist nachts unterwegs und was bleibt einem am Tag verborgen? Das und anderes verbirgt sich hinter den Buchdeckeln, die dann nach Herzenslust aufgeklappt und erlesen werden können.

Zwischendurch ist ab 28. März die Wanderausstellung „AAIP. Artists as independent publishers“ zu Gast, das verschiedene Kunsthochschulen weltweit vernetzt und eine Bandbreite buchkünstlerischer Arbeiten aus den vergangenen Semestern zeigt. Ab 9. Mai sind dann einige Schätze aus dem Bestand des Hauses zu sehen, dessen Grundstock nicht auf der privaten Sammlung des Schriftgießereibetreibers Karl Klingspor gegründet wurde, sondern auch Schrifttapisserien von Rudolf Koch und seinen Studierenden um 1925 in entstandenen Wandteppichen und textilen Arbeiten umfasst. „Powerful Textures. Sprache in Textil“ zeigt bis zum 16. August zeitgenössische Arbeiten, die persönliche Geschichten mit Politik und Gesellschaftskritik verweben.

Zum Anziehungspunkt für druckbegeisterte Menschen ist das Hot Printing Druckfestival inzwischen avanciert, das am 22. und 23. August zum dritten Mal mit Workshops, Vorträgen und Musik stattfindet.

Dann ist es schon fast wieder Oktober und damit Buchmesse-Zeit. Dort ist in diesem Jahr Tschechien zu Gast und dies für das Klingspor Museum ein schöner Anlass, die tschechische Buchkunst von 1900 bis zur Gegenwart in den Blick zu nehmen.

Neben den Ausstellungen in den Museen laden das SCAPE° – Wetter. Klima. Mensch und der Digital Retro Park an der Frankfurter Straße nicht nur bei schlechtem Wetter zum Besuch. Und wer einmal sein Herz im Stadion auf dem Bieberer Berg verloren hat, ist im Kickers Fan Museum in Bieber jederzeit goldrichtig.

Zur tagesaktuellen Planung empfiehlt sich ein Blick in den Veranstaltungskalender www.offenbach.de/veranstaltungen.

(Text: PM Stadt Offenbach)