Regierungspräsidium überwacht ökologischen Zustand der Gewässer

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Bernd Mennig (Probenehmer in der Umweltabteilung Frankfurt) bei einer Probenentnahme. (Foto: RPDA)

Rund 600 Proben bei kommunalen Kläranlagen und industriellen Einleitungen untersucht

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt überwacht den ökologischen Zustand der Flüsse und Bäche in seinem Zuständigkeitsbereich. 2025 haben die drei Umweltabteilungen in Darmstadt, Frankfurt und Wiesbaden rund 600 Wasserproben an kommunalen Kläranlagen und industriellen Einleitungen untersucht.


Insgesamt kontrolliert das RP Darmstadt 195 kommunale Kläranlagen sowie 77 industrielle Einleitungen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entnehmen an den Abläufen der Anlagen mindestens zweimal jährlich Proben, die im Labor auf Nähr- und Schadstoffe analysiert werden. Bei Einleitungen in besonders sensible Gewässer erfolgen die Kontrollen häufiger. Ziel ist es, die Reinhaltung der Gewässer zu überwachen.

Werden die in der jeweiligen Erlaubnis festgelegten Überwachungswerte überschritten, wird der Kläranlagenbetreiber bzw. der Einleiter durch die zuständige Wasserbehörde aufgefordert, zeitnah Maßnahmen umzusetzen, die die Reinigungsleistung verbessern.

Hintergrund

Um einen guten ökologischen Zustand der Gewässer zu erreichen, werden die Anforderungen an kommunale Kläranlagen und industrielle Einleitungen kontinuierlich verschärft. Die staatliche Abwasserüberwachung dient dazu, die Einhaltung dieser Vorgaben zu kontrollieren. Potenzielle Überschreitungen der Vorgaben geben Hinweise darauf, dass die Kläranlage nicht dauerhaft die notwendige Reinigungsleistung aufweist. In der Regel führt dies nicht zu einer nachhaltigen Gewässerverunreinigung. Dennoch werden in diesen Fällen die Wasserbehörden tätig und fordern die Einleiter auf, geeignete Maßnahmen (z. B. Veränderung des Fällmitteleinsatzes oder Verbesserung der Belüftung in den Belebungsbecken) zu ergreifen, um die Reinigungsleistung zu verbessern.

Link: https://rp-darmstadt.hessen.de/umwelt-und-energie/gewaesser-und-bodenschutz

(Text: PM Regierungspräsidium (RP) Darmstadt)