Mit einem kräftigen „Helau“ und viel närrischer Vorfreude eröffnete die Sportgemeinschaft Hainhausen (SGH) ihre diesjährige Fastnachtssitzung in der festlich geschmückten Hainhäuser Narhalla.
Sogleich gab es eine Neuerung, denn Ralf Kunert, Vorsitzender der SGH, übernahm auch die Funktion als Sitzungspräsident und begrüßte gemeinsam mit seinen Co-Moderatoren Steffen Kuhn und Matthias Hallmann ein bestens aufgelegtes Publikum und machte gleich zu Beginn klar: Dieser Abend sollte wieder ganz im Zeichen von Tanz, Humor und Gemeinschaft stehen. Traditionsgemäß gehörte die Bühne zunächst den Jüngsten. Die Minidancers eröffneten das Programm mit einem schwungvollen Tanz rund um Amor und sorgten mit ihrem Hitmix für erste Begeisterungsstürme im Saal. Direkt im Anschluss feierte die junge Garde der SGH Premiere: Die „Flammenfunken“ zeigten zum ersten Mal ihr Können in der Hainhäuser Narhalla und überzeugten mit einem mitreißenden Auftritt. Nach der offiziellen Begrüßung der Ehrengäste durch Ralf Kunert, übernahm Michael Schnur das närrische Zepter. Der Abteilungsleiter Fastnacht schlüpfte in die Rolle des „Hermes, des Götterboten“ und erklärte mit viel Wortwitz und treffsicheren Pointen die Tücken moderner Paketzustellung – sehr zur Freude des Publikums, das sich in mancher Anekdote wiedererkannte. Tänzerisch ging es weiter mit den Kolibris, die den Kampf zwischen Oberwelt und Unterwelt eindrucksvoll auf die Bühne brachten. Ein weiterer Höhepunkt des ersten Teils war der Besuch des Rodgauer Prinzenpaares, das die Verbundenheit der Fastnachtsvereine in der Region unterstrich. Die Gudsjer Garde verzauberte anschließend den Saal mit ihrer Mischung aus Eleganz, sportlicher Präzision und närrischem Charme, bevor die Söhne Rodgaus mit humorvollen Gesangsnummern und spitzen Texten für beste Stimmung sorgten. Vor der Pause standen noch Danksagungen und Ehrungen auf dem Programm, bei denen Ralf Kunert gemeinsam mit Will Eichhorn und Michael Schnur das Engagement vieler Aktiver würdigte. Dazu gehörte auch Co-Moderator Matthias Hallmann, der mit der Silbernen Flamme ausgezeichnet wurde.
Nach der Pause zog Andreas Kraus als „Gott des Wortwitzes“ das Publikum erneut in seinen Bann und bewies einmal mehr, warum er zu den festen Größen der Hainhäuser Fassenacht gehört. Für tänzerische Bilder sorgte danach die Gruppe Passion2Dance (Pa2Da), die mit einer ganzen Schar von Göttinnen die Bühne bevölkerte – so viele wie noch nie zuvor in Hainhausen. Steffen Kuhn nahm anschließend die moderne Technik aufs Korn und verzweifelte als selbsternannter Technikheld humorvoll an Sprachsteuerungen und Siebträgermaschinen und vermutete als Grund für seine Probleme, die weiblichen Stimmen. Die Gassehopser setzten mit ihrer Showeinlage noch einen drauf und zeigten, dass weder im Ashram noch in der Turnhalle Langeweile aufkommt. Musikalisch durften natürlich die Trottwa Lersche nicht fehlen. Seit Jahrzehnten sind sie ein fester Bestandteil der Hainhäuser Fastnacht und sorgten auch diesmal wieder für Standing Ovations und lautstarkes Mitsingen. Mit der Show der „Scheene Bube“, die tänzerisch den „Fluch der Pyramide“ darstellten – natürlich mit Happy End –, erreichte der Abend seinen letzten Höhepunkt.
Zum großen Finale versammelten sich schließlich alle Aktiven auf der Bühne. Gemeinsam mit dem Publikum wurde die SGH-Hymne gesungen, bevor eine lange Polonaise den närrischen Lindwurm schwungvoll in Richtung Sektbar führte. Fazit: Eine rundum gelungene Fastnachtssitzung, die einmal mehr zeigte, wie lebendig und herzlich die närrische Tradition in Hainhausen gepflegt wird.
(Text: ah)


