Katastrophenschutzlager des LaDaDi in Modautal ist bezugsfertig

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Das neue Katastrophenschutzlager des Landkreises in Modautal zwischen Asbach und Ernsthofen ist bezugsfertig. „Bis zur Jahresmitte wollen wir von Reinheim hierher umgezogen sein“, sagt Kreisbrandinspektor Matthias Maurer-Hardt. (Foto: LaDaDi)

Die Halle mit 540 Quadratmetern Fläche ist fertig, die Regale mit mehr als 100 Palettenstellplätzen stehen inzwischen und die ersten 48 Hartplastikboxen zur Aufbewahrung von Material sind auch schon da: Das neue Katastrophenschutzlager des Landkreises in Modautal zwischen Asbach und Ernsthofen ist bezugsfertig. „Bis zur Jahresmitte wollen wir von Reinheim hierher umgezogen sein“, sagt Kreisbrandinspektor Matthias Maurer-Hardt. Denn dort lagert in einer angemieteten Gewerbehalle derzeit noch die Ausrüstung für Notunterkünfte, Feldbetten sowie medizinisches Material für Katastrophenfälle. „Wir werden zunächst in Reinheim eine Bestandsaufnahme machen“, erklärt der Kreisbrandinspektor, „dann sehen wir, was eventuell neu angeschafft werden muss und was wir umziehen können.“ Auch nur ein Teil der alten Gitterboxen zieht aus Reinheim mit um, als Ersatz wurden die neuen, besser stapelbaren Plastikboxen angeschafft.


Ausschlaggebend für die Einrichtung des Katastrophenschutzlagers in Reinheim war vor zehn Jahren die Flüchtlingskrise. „Jeder Landkreis hat unter anderem die Aufgabe, Material für zwei Betreuungsstellen für jeweils 500 Menschen vorzuhalten“, erklärt Maurer-Hardt. Falls etwa im Katastrophenfall kurzfristig eine Sporthalle mit Feldbetten ausgerüstet werden muss, wie das in Berlin Anfang Januar der Fall war, als es dort einen großflächigen Stromausfall gab. Nur ein Beispiel. Aber auch aus der Corona-Zeit sind noch Masken und Schutzanzüge eingelagert, um im Wiederholungsfall schnell reagieren zu können.

Neuer Gerätewagen Logistik für 200.000 Euro

Genau aus diesem Grund wird noch für 200.000 Euro ein Gerätewagen Logistik angeschafft, ein Transport-LKW. „Ein Lager ist das eine“, sagt Maurer-Hardt, „aber wir brauchen ja auch eine Logistik-Komponente, um das Material dann auch schnell dorthin zu bringen, wo es gebraucht wird.“ Es gab zwar schon einen solchen Gerätewagen Logistik für das Lager in Reinheim, aber der wurde damals gebraucht beschafft und musste aufgrund der steigenden Instandhaltungskosten außer Dienst gestellt werden. Daher soll dieser nun durch einen neuen ersetzt werden.

Die Gemeinde Modautal hat dem Landkreis das Lager errichtet, als sie das neue Feuerwehrgerätehaus Modautal-Nord gebaut hat. Das gesamte Gebäude inklusive Landkreis-Lager und Feuerwehr der Gemeinde hat 6,5 Millionen Euro gekostet. In einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen Kreis und Gemeinde wurde geregelt, dass der Kreis eine Million Euro als Zuschuss hinzugibt, gleichzeitig wurde eine Nutzungsdauer von zunächst 30 Jahren vereinbart. Teil dieser Vereinbarung ist auch, dass die Gemeinde sich um das Gebäudemanagement kümmert und dafür aber auch den Gerätewagen Logistik in der täglichen Gefahrenabwehr nutzen darf, wenn er nicht vom Kreis gebraucht wird.
„Das neue Lager ist schon ein Fortschritt“, sagt Matthias Maurer-Hardt, „und der Platz ist auch ausreichend, wenn wir den Bestand aufstocken wollen.“ Das Gebäude ist auch ein KfW-Effizienzhaus 55, es verbraucht also nur 55 Prozent der Energie eines vergleichbaren Gebäudes ohne Energieeffizienz. Extra Dämmung, Wärmepumpe und Photovoltaik auf dem Dach sorgen für weniger Energieverbrauch.

“Wir haben Platz und können unseren Bestand aufstocken”

„Es ist ein modernes, einsatztaktisch gut gelegenes Gebäude, das wir nun als Katastrophenschutzlager nutzen können“, sagt Landrat Klaus Peter Schellhaas. „Wir haben viel Platz, können unseren Bestand sogar noch aufstocken und durch die Kooperation mit der Feuerwehr auch Synergieeffekte.“ Der Landrat betont nochmal, dass der Katastrophenschutz im Kreis ein wichtiges Thema sei. „Wir haben an Berlin gesehen, wie schnell man in die Verlegenheit kommen kann, diese Ausrüstung auch zu brauchen. Wir wissen unsere nun gut untergebracht.“ Nun, so Schellhaas weiter, fehle nur noch das Gefahrenabwehrzentrum in Roßdorf. „Das Lager war aber wichtiger“, sagt der Landrat: „Und die Planungen für das Zentrum laufen ja weiter.“

(Text: PM Landkreis Darmstadt-Dieburg)