„Genießt mit uns das süße Leben“, lud TS-Sitzungspräsident Max Auth zu Beginn eines langen Abends zu einem sehr abwechslungsreichen Programm ein. Bei der ausverkauften Tanz- und Spaßsitzung der Turnerschaft Ober-Roden war das Kampagnenmotto „La dolce vita in bella italia“ nicht nur im Bühnenbild, sondern natürlich auch bei den Tänzen und Büttenreden allgegenwärtig.
Max Auth und sein „Vize“ Philipp Köhl schlüpften gleich mal in eine Doppelrolle. Gemeinsam mit Niklas Engel übernahmen sie als TS-Dreigestirn auch das Protokoll. Nach globalen Themen (Trump, Fifa, Ki-Gefahren) landete das Dreigestirn bald auch im Lokalen und widmete sich unter anderem den leeren Stadtkassen, der Rodgau-Dom-Baustelle und den Erfolgen der TS-Abteilungen. Max Auth referierte als Jungfrau über das Weltgeschehen, Philipp Köhl als Prinz über das Stadtgeschehen und Niklas Engel als Bauer über das Vereinsgeschehen bei der TSO. Für Letzteren war es auch die gelungene Premiere in der Bütt.
Die Tanzgruppen des Vereins präsentierten sich durchweg in Topform. Die von Yann Rigual trainierte Garde hatte die Sitzung unter anderem zu „Bella Ciao“ fulminant eröffnet. Die „Dancing Divas“ (Trainerin Raquel Vicente-Martinez), die jüngste Tanzgruppe des Abends, zog mit Italien-Fahnen in die Halle ein. Die „Sparkling Diamonds“ (Trainerin Tamina Burkard) waren auf der Bühne mit einer zweiteiligen Zirkus-Show à la „Roncalli“ zu bewundern. Auf Hip-Hop folgte Jazztanz, unter anderem zu L’Italiano. Im zweiten Teil der Sitzung begeisterten die „Chiquitas“ (Trainerin Raquel Vicente-Martinez) mit Tempo und Präzision. „ReYOUnion“ (Trainerin Nadine Simon-Gerl) leitete unter anderem zu „Amore mio“ das Finale der Sitzung gekonnt ein. Das TS-Männerballett, die von Romina Hubert und Sarah Grimm trainierten „Dibbe-Dabbe-Dancer“, machten mit ihrer Giovanni-Zarrella-Musikshow den Abschluss und läuteten die große Party im Saal ein. Seinen Anteil an der tollen Stimmung hatte auch der „Kolonia Express“, der zu Beginn des zweiten Sitzungsteils auftrat.
Die TS freute sich auch wieder über Gäste von befreundeten Vereinen, die das Programm bereicherten. Da waren unter anderem die Staatsbesuche der SKG Rodgau und der TG Ober-Roden mitsamt den Prinzenpaaren, aber auch mehrere Büttenredner. Boris Reisert von der TG glänzte mit seinen Urlaubsvorbereitungen. Die „Maschine Mann“ Andreas Kraus aus Bieber schilderte, wie schlimm so eine Männergrippe doch sein kann. Marco Podroschko („Pinocchio“) von den Sportfreunden Rodgau stand erstmals bei der TS auf der Bühne. Holger M. sorgte in bewährter Form für die Begleitmusik, als Büttenschieber waren Ediz Sakar und Seppl Müller im Einsatz.
Drohbrief am Morgen der Sitzung
So gar nicht zu dem eigentlich durchweg fröhlichen Abend passte leider ein Vorfall, der am Samstag öffentlich wurde. Ein hochrangiges Komiteemitglied der TS hatte am Morgen der Sitzung einen anonymen Drohbrief erhalten. Bürgermeister Jörg Rotter („Der Brief hat mich entsetzt“) sah sich gezwungen, den Vorfall in der Sitzung öffentlich zu machen. Dem Elferratsmitglied wird in dem Drohbrief vorgeworfen, in Fastnachtsnummern ein „Hassprediger gegen Rechts“ gewesen zu sein. Ein Wiederholungsfall würde Konsequenzen für ihn und seine Familie haben, lautete die Drohung des Verfassers. Es wurde Anzeige erstattet. Rotter („Wir dürfen so etwas nicht dulden“) hielt ein Plädoyer für die Ehrenamtlichen der Fastnacht. Es folgten stehende Ovationen. Gemeinsam mit den Abordnungen der anderen Vereine setzte die TS, unter anderem mit einem gemeinsamen Gruppenbild, ein starkes Zeichen des Zusammenhalts.
(Text: PS)


