Am 15. März sind die Frankfurterinnen und Frankfurter aufgerufen, bei den Kommunalwahlen die Stadtverordnetenversammlung, die Ortsbeiräte sowie die kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung zu wählen. Die kommunalen Entscheidungen wirken sich unmittelbar auf den Alltag in der Stadt aus – etwa bei Wohnen, Verkehr, Bildung oder Stadtentwicklung.
Wie präsent Kommunalpolitik im Leben der Frankfurterinnen und Frankfurter ist, zeigen die Ergebnisse aus dem Sonderteil der Mehrthemenumfrage „Leben in Frankfurt 2025“, die in STATISTIK.AKTUELL, Ausgabe 03/2026, veröffentlicht wurden. Die Umfrage fand bewusst vor dem Beginn des Wahlkampfs statt und liefert damit ein unverstelltes Bild zu Wahrnehmung, kommunalpolitischem Wissen und Interesse in der Bevölkerung zum Ende der Legislaturperiode.
Das politische Interesse in Frankfurt ist insgesamt hoch: 57 Prozent der Bevölkerung interessieren sich sehr oder eher für Politik im Allgemeinen, weitere 26 Prozent zumindest teilweise. Auch die Kommunalpolitik stößt auf beachtliche Aufmerksamkeit: 36 Prozent interessieren sich hier sehr oder eher, weitere 37 Prozent teilweise. „Die Ergebnisse liefern interessante Einblicke in die Interessen der Menschen in unserer Stadt und zeigen, dass Kommunalpolitik eine Rolle spielt“, betont Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürger:innen, Digitales und Internationales, die auch für die Kommunalstatistik zuständig ist.
Informationen über Kommunalpolitik werden vor allem über digitale Kanäle wahrgenommen. 57 Prozent informieren sich täglich oder mehrmals pro Woche über Internetseiten und Apps zu kommunalpolitischen Themen. Auch Gespräche im persönlichen Umfeld spielen eine wichtige Rolle: Rund 40 Prozent sprechen mindestens mehrmals pro Woche mit Familie, Freunden oder Nachbarn über Kommunalpolitik. So entsteht eine vielfältige kommunalpolitische Öffentlichkeit.
Die meisten Frankfurterinnen und Frankfurter bescheinigen der Kommunalpolitik durchaus Bedeutung. So sind 61 Prozent der Ansicht, dass es einen Unterschied macht, welche Parteien in Frankfurt das Sagen haben, und 63 Prozent halten die Entscheidungen der Stadtverordnetenversammlung für relevant für ihr eigenes Leben.
Kommunalpolitik ist in der Stadt präsent, das machen die Ergebnisse deutlich, auch wenn das Wissen über Entscheidungsprozesse und Gremienarbeit häufig lückenhaft ist. „Die Analyse zeigt sehr anschaulich, wie Kommunalpolitik aus Sicht der Bevölkerung wahrgenommen wird“, sagt O’Sullivan. „Solche repräsentativen Daten helfen dabei, Informationsangebote gezielt weiterzuentwickeln, die Identifikation mit der kommunalen Ebene und damit auch die Demokratie vor Ort zu stärken.“
Weitere Informationen zu „Frankfurt STATISTIK.AKTUELL“, Ausgabe 03/2026, finden sich unter frankfurt.de/statistik_aktuell.
(Text: PM Stadt Frankfurt)

