Studie liefert aktuelle Wirtschaftskennzahlen der Tourismusbranche
„Die Studie beweist eindrucksvoll, dass der Tourismus für unsere Stadt eine große wirtschaftliche Bedeutung hat“, erklärte Oberbürgermeister Mike Josef anlässlich der Veröffentlichung der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus in Frankfurt am Main 2024“ des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institutes für Fremdenverkehr (dwif). Aus der touristischen Nachfrage in der Mainmetropole resultierten jährlich knapp 5 Milliarden Euro Bruttoumsatz. Der direkte touristische Beitrag zum städtischen Steuereinkommen lag bei über 100 Millionen Euro. „Die Einnahmen kommen allen zugute, denn der Tourismus ist nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt, sondern schafft auch ein tourismusinduziertes Einkommensäquivalent für rund 59.500 Menschen in Frankfurt, die ihren Lebensunterhalt allein durch den Tourismus bestreiten können“, sagte der Oberbürgermeister.
Der Bruttoumsatz, den die Stadt Frankfurt am Main im Jahr 2024 verzeichnete, betrug 4.919,6 Millionen Euro. Er ergab sich aus rund 71,4 Millionen Aufenthaltstagen, die sich wiederum aus 53,5 Millionen Tagesgästen, 11,1 Millionen Übernachtungen in offiziellen Beherbergungsbetrieben und 6,5 Millionen privaten Übernachtungen zusammensetzten. Der durchschnittliche Tagesgast gab in Frankfurt pro Kopf und Tag knapp 40 Euro aus, der durchschnittliche Hotelübernachtungsgast 224 Euro. Insgesamt lag der Durchschnitt pro Gast und Tag bei 69 Euro.
Von Gästen profitierten nicht nur Hotels und Gastronomie, sondern viele weitere Branchen
„Der Tourismus ist eine klassische Querschnittsbranche, die viel mehr Menschen betrifft als gesellschaftlich angenommen“, ergänzte Thomas Feda, Geschäftsführer der städtischen Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt am Main (TCF). Von den Gästen profitierten nicht nur Hotels und Gastronomie (50,8 Prozent), sondern viele weitere Branchen, wie Einzelhandel, Verkehrsbetriebe oder Kultureinrichtungen. Der Einzelhandel beispielsweise hatte mit 29,4 Prozent einen großen Anteil am touristischen Gesamtumsatz.
„Die Studie verdeutlicht, dass neben den stärksten Wirtschaftstreibern Finanz- und Bankenwesen auch der Tourismus ein großer Faktor ist“, resümierte Josef. Er betonte, dass Investitionen in den Tourismus nachhaltig wirken: „Tourismusförderung ist für Kommunen freiwillig, lohnt sich jedoch, denn sie bringt hohe Rendite und Städte gewinnen dadurch wirtschaftlich und strukturell. Nicht nur die Steuereinnahmen kommen der Stadt zugute, auch Investitionen in die touristische Infrastruktur tragen langfristig zu einer höheren Lebensqualität für Einheimische bei.“
Die ergänzende dwif-Erhebung zur Tourismusakzeptanz zeigt, dass der Tourismus in Frankfurt von der lokalen Bevölkerung mit 55 Prozent positiv wahrgenommen wird. Lediglich acht Prozent der Befragten gaben an, dass sich der Tourismus negativ auf Wohnort auswirkt. Dass der wahrgenommene Tourismus insgesamt genau die richtige Menge hat, finden 66 Prozent der Befragten. Viele erkennen die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Stadt, insbesondere für Arbeitsplätze, Handel, Gastronomie und das kulturelle Angebot. Gleichzeitig wird der Tourismus als wichtiger Faktor für die internationale Sichtbarkeit und Attraktivität Frankfurts eingeschätzt. Die Ergebnisse machen aber auch deutlich, dass immer eine ausgewogene Steuerung des Tourismus wichtig ist, um Belastungen im öffentlichen Raum zu minimieren und die Lebensqualität für Bewohnerinnen und Bewohner langfristig zu sichern. Insgesamt liefert die Erhebung wertvolle Erkenntnisse, um Tourismusentwicklung und Stadtgesellschaft weiterhin im Einklang zu gestalten.
Hintergrund
In Auftrag gegeben wird die Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus in Frankfurt am Main“ in regelmäßigen Abständen (zuletzt für die Jahre 2013 und 2019) von der städtischen Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt am Main.
Die gesamte Studie findet sich unter Frankfurt Publikationen: Berichte und Statistiken | #visitfrankfurt.
(Text: PM Stadt Frankfurt)

