
Expertentipp von Prof. Dr. L. Perlick, Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie an der Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden
In den vergangenen Jahren hat der Einsatz künstlicher Hüftgelenke stark zugenommen. Mit etwas zeitlichem Abstand steigen bundesweit auch die Zahlen der notwendigen Nachoperationen – ein Trend, der sich voraussichtlich fortsetzen wird. Treten im Verlauf Beschwerden an der Hüfte auf, sollten die Ursachen sorgfältig abgeklärt werden.
Röntgenaufnahmen zeigen, ob Verschleißteile abgenutzt sind. Röntgenaufnahmen liefern erste Hinweise darauf, ob Verschleiß an einzelnen Komponenten vorliegt. Eine mögliche Entzündung des Kunstgelenks kann durch eine Punktion und die Analyse im Speziallabor zuverlässig ausgeschlossen werden. Komplexer wird es, wenn biomechanische Probleme der Prothese vermutet werden. Neben der klassischen CT-Diagnostik steht dafür ein modernes Verfahren zur Verfügung, das bei minimaler Strahlenbelastung eine präzise dreidimensionale Vermessung des Hüftgelenks ermöglicht: die EOS Technologie. Diese besondere Röntgentechnik ist seit mehreren Jahren in der Asklepios Paulinen Klinik im Einsatz. Der große Vorteil: Die Vermessung erfolgt im Stehen – also in der natürlichen Körperhaltung. Das liefert entscheidende Informationen für die Beurteilung der Prothese und die Planung einer möglichen Operation. So kann beispielsweise die individuelle Beckenkippung und ihr Einfluss auf die Gelenkmechanik exakt analysiert werden. In Kombination mit der klinischen Untersuchung und dem persönlichen Gespräch bildet diese moderne Diagnostik einen wichtigen Baustein für eine erfolgreiche Nachoperation.
Veranstaltungshinweis: Patientenakademie “Mobil und fit mit neuer Hüfte”
Wer sich intensiver mit dem Ablauf einer Hüftoperation und der anschließenden Rehabilitation beschäftigen möchte, ist herzlich zur nächsten Veranstaltung im Rahmen der Patientenakademie eingeladen. Griselda Troci, Stationsleitung der Station B6 (Wirbelsäule und Orthopädie), gibt einen praxisnahen Einblick in den gesamten Behandlungsweg – von der Aufnahme über die ersten Schritte nach der Operation bis hin zur Vorbereitung auf die Rehabilitationsmaßnahme. Sie zeigt, wie Patientinnen und Patienten sicher mobilisiert werden, worauf zu Hause geachtet werden sollte und welche Tipps den Alltag nach dem Eingriff erleichtern. Selbstverständlich steht sie auch für individuelle Fragen zur Verfügung.
Los geht es am Mittwoch, 4. März, um 17 Uhr im Elektivzentrum der Asklepios Paulinen Klinik, Geisenheimer Str. 10, 65197 Wiesbaden.
Kontakt Orthopädie und Unfallchirurgie an der Asklepios Paulinen Klinik:
Tel. 0611 847-23 01, E-Mail: orthopaedie.wiesbaden@asklepios.com, Website: https://www.asklepios.com/wiesbaden/experten/orthopaedie/.
(Text: PM LPR)

