
Die Rodgauer Bildungsmesse hat sich in den vergangenen 30 Jahren von einer kleinen Initiative zu der größten, nicht kommerziellen Bildungsmesse im Rhein-Main-Gebiet entwickelt. Mit rund 120 Ausstellern war die Veranstaltung in der Sporthalle sowie auf dem Gelände der Heinrich-Böll-Schule vollständig ausgelastet.
Auch das Handwerkerzelt war in diesem Jahr wieder gut besetzt. Trotz der erreichten Kapazitätsgrenze übersteigt die Nachfrage nach Ausstellungsflächen weiterhin das vorhandene Platzangebot.Die Bedeutung der Messe wurde bereits bei der Eröffnung deutlich. Heike Hofmann, Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, sowie die Erste Stadträtin Janika Martin hoben die überregionale Strahlkraft der Veranstaltung hervor. „Die Bildungsmesse hat eine überregionale Bekanntheit und Ausstrahlung“, betonte die Ministerin. Gerade in Zeiten eines tiefgreifenden Wandels der Arbeitswelt sei eine solche Plattform von besonderer Bedeutung. Sie biete Jugendlichen wertvolle Orientierung bei der beruflichen Zukunftsplanung. Ausbildungsmessen seien nicht nur eine wichtige Präsentationsmöglichkeit für Unternehmen und Bildungseinrichtungen, sondern eröffneten jungen Menschen zugleich die Chance, sich umfassend über Aus-, Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten zu informieren. Die 30. Auflage der Rodgauer Bildungsmesse lud die Besucherinnen und Besucher zu einer Entdeckungsreise durch unterschiedlichste Berufsfelder und Ausbildungsangebote ein – eine unkomplizierte Gelegenheit, direkte Einblicke zu gewinnen und Kontakte zu knüpfen. Eine Neuerung stellte in diesem Jahr ein Fragebogen dar, den Jugendliche vor Ort ausfüllen konnten. Anhand der Auswertung erhielten sie Hinweise auf passende Aussteller, die ihren persönlichen Interessen und Neigungen entsprachen.
Die Liste der teilnehmenden Unternehmen und Institutionen war vielfältig. Angefangen mit abass GmbH aus Langen, ein familiengeführtes IT-Unternehmen, über die die Rodgauer Baustoffwerke sbis hin zum Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach. Auch die Bundeswehr ist seit vielen Jahren fester Bestandteil der Messe. In Vorträgen und Gesprächen informierte sie über militärische wie zivile Berufsfelder. Der Stand war erneut stark frequentiert, was das wachsende Interesse der Jugendlichen unterstrich. Zu den neuen Ausstellern zählte in diesem Jahr die Firma Videor aus Rödermark, spezialisiert auf Video- und Sicherheitstechnik. Das Unternehmen bietet zum Sommer sechs Ausbildungsplätze an. Ebenfalls aus Rödermark präsentierte sich Schmoll Maschinen, das jährlich fünf bis sechs Auszubildende – überwiegend im Bereich Mechatronik – sucht. Zufrieden zeigte sich auch der Fachbetrieb für Energiesysteme „esatek“: „Wir haben bereits drei ernsthafte Bewerbungen erhalten“, berichteten die Verantwortlichen. Zum letzten Mal beteiligte sich Gerd Steinle mit seinem Workshop an der Bildungsmesse. Erhalten bleibt der Veranstaltung hingegen die „Zauberschmiede“ von Joachim Harbut, die weiterhin ein fester Bestandteil des Programms sein wird.
Die organisatorische Verantwortung lag in diesem Jahr bei Teresa Mertins, Fachbereichsleiterin Kommunales Bildungsmanagement, und ihrem Team, die für einen reibungslosen Ablauf der Jubiläumsmesse sorgten.
(Text: ah)

