Begegnungscafé für Ukrainerinnen und Ukrainer hat sich als wichtiger Treffpunkt in Michelstadt etabliert

Dorothea Roßmann-Schmucker (2. von rechts) und Sabine Schuhmann, Kulturamt Michelstadt (1. von rechts) mit Besuchern des Ukraine -Cafes im Sol i Luna. (Foto: Kulturamt Michelstadt)

Was im April 2022 als kleiner Treffpunkt für aus der Ukraine geflüchtete Menschen begann, hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil in Michelstadt entwickelt. Das Begegnungscafé, initiiert und ehrenamtlich begleitet von Dorothea Roßmann-Schmucker, ist heute ein lebendiger und verlässlicher Anlaufpunkt für Ukrainerinnen und Ukrainer in der Region.


Ursprünglich war das Café im „Sol i Luna“ als geschützter Raum für geflüchtete Menschen aus der Ukraine gedacht. In einer Zeit großer Unsicherheit sollte es die Möglichkeit bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen. Schnell wurde deutlich, wie wichtig ein solcher Ort für viele Betroffene ist. Aus dem anfänglichen Treff entwickelte sich ein regelmäßiger Café-Nachmittag, der heute in der Regel von rund 15 Personen besucht wird.

Das Begegnungscafé beginnt um 15 Uhr und dauert meist bis 20 Uhr. Auch nach Feierabend kommen immer wieder weitere Gäste hinzu, sodass sich im Laufe des Nachmittags ein reger Austausch entwickelt. In angenehmer Atmosphäre wird gesprochen, gelacht und gemeinsam gespielt. Dabei stehen nicht nur Geselligkeit und Gemeinschaft im Mittelpunkt, sondern auch konkrete Hilfestellungen im Alltag.

Für viele Ukrainerinnen und Ukrainer ist der gegenseitige Austausch von besonderer Bedeutung. Neben persönlichen Gesprächen erhalten die Besucherinnen und Besucher praktische Unterstützung bei organisatorischen Fragen. Dazu gehören beispielsweise Hilfen im Umgang mit dem Jobcenter, Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen, Beratung zu Gesundheitsfragen oder die Vermittlung von Praktika.

Das Café fungiert somit nicht nur als Ort der Begegnung, sondern auch als wichtige Informations- und Unterstützungsstelle.

Wenn der Jugendtreff geöffnet ist, können sich die Kinder im oberen Bereich des Hauses aufhalten oder bei schönem Wetter draußen spielen. Dadurch entsteht ein lebendiger Treffpunkt für alle Generationen. Familien finden hier gleichermaßen Raum für Austausch, Entlastung und gemeinsames Erleben.

Unterstützt wird das Begegnungscafé durch das Kulturamt, das das Engagement wohlwollend im Rahmen der Gemeinwesenarbeit begleitet und fördert. Die organisatorische und ideelle Unterstützung trägt dazu bei, das Angebot dauerhaft zu sichern und weiterzuentwickeln.

Mit ihrem unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz leistet Frau Dorothea Roßmann-Schmucker einen wertvollen Beitrag zur Integration geflüchteter Menschen. Sie stärkt den Zusammenhalt innerhalb der ukrainischen Gemeinschaft und fördert zugleich das Miteinander in Michelstadt. Das Begegnungscafé ist damit ein gelungenes Beispiel für gelebte Solidarität und bürgerschaftliches Engagement.

(Text: PM Kulturamt Michelstadt)