Eröffnung der Sonderausstellung „Herzschläge. Beginn und Abschied“ im Hessenpark

Die Sonderausstellung verdeutlicht die enge Verbindung der scheinbar gegensätzlichen Themen Geburt und Tod. (Foto: Jennifer Furchheim)

Am 15. März eröffnet im Freilichtmuseum Hessenpark die diesjährige Sonderausstellung „Herzschläge. Beginn und Abschied“. Im Mittelpunkt stehen Beginn und Abschied vom Leben: Die Ausstellung beleuchtet, wie sich der Umgang mit Menschen, Orten und Erinnerungen im Laufe der Zeit verändert hat und was dabei bestehen bleibt.


Rund 100 Exponate vom späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart – vom Hebammenlehrbuch aus dem Jahr 1785 bis hin zu Muttermilchschmuck aus dem Jahr 2025 – veranschaulichen die Themen Geburt und Tod eindrucksvoll. Als unveränderlicher Teil des Lebens unterliegen sowohl unser Blick auf diese Ereignisse als auch unser Umgang mit ihnen einem stetigen Wandel.

Ob Berufe, gesetzliche Regelungen, Rituale oder ihre Darstellung in Literatur und Kunst: Beginn und Abschied sind allgegenwärtig. Heute denken viele vor allem an Hebammen oder Bestattungsunternehmen, wenn es um Geburt und Tod geht. Doch es gibt und gab zahlreiche weitere Tätigkeiten, deren Alltag eng mit neugeborenen oder verstorbenen Menschen verbunden ist.

Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen verändern sich fortlaufend: Bestattungs- und Mutterschutzgesetze werden regelmäßig angepasst. Außerdem rücken insbesondere Sternenkinder – Kinder, die vor oder kurz nach der Geburt sterben – zunehmend in den öffentlichen Fokus.

Beginn und Abschied prägen nicht nur das Leben eines Menschen, sondern auch das seines Umfelds. Oft sind es kleine persönliche Gegenstände – etwa Kochbücher, das erste Paar Schuhe, eine Tasse oder die Schere, mit der die Nabelschnur durchtrennt wurde –, die helfen, Erinnerungen an diese Augenblicke lebendig zu halten.

Die Sonderausstellung verdeutlicht die enge Verbindung der scheinbar gegensätzlichen Themen Geburt und Tod. Sie lädt dazu ein, innezuhalten, ins Gespräch zu kommen und Erinnerungen Raum zu geben.

(Text: PM Freilichtmuseum Hessenpark)