Merianschule im Frankfurter Nordend spendet erneut Erlös aus Kinderbücherflohmarkt an Deutsche Kinderhospiz Dienste

Gruppenfoto mit Bärenbotschafter Hope: Symbolische Spendenübergabe des Erlöses des Kinderbücherflohmarktes durch die Schüler und Lehrerinnen der Merianschule, Renate Iorio (hinten links), Ute Sopha (hinten rechts) an Katrin Becker-Oligmüller, Leitung Fundraising Deutsche Kinderhospiz Dienste (hinten Mitte). (Foto: Katrin Becker-Oligmüller)

Großes Engagement und viele kluge Fragen prägten den Besuch des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes im Kinderparlament der Merianschule im Frankfurter Nordend. Bereits zum zweiten Mal hat die Grundschule den Erlös ihres Kinderbücherflohmarkts an die Deutschen Kinderhospiz Dienste gespendet. Dabei verkauften die Schülerinnen und Schüler ihre gelesenen Bücher und stellten den gesamten Erlös für den guten Zweck zur Verfügung. Zur Übergabe der Spende in Höhe von 1.075 Euro war Katrin Becker-Oligmüller, Leitung Fundraising der Deutschen Kinderhospiz Dienste, gemeinsam mit Bärenbotschafter Hope im Kinderparlament zu Gast. In diesem besonderen Demokratieprojekt vertreten jeweils zwei Kinder pro Klasse ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Die jungen Parlamentarierinnen und Parlamentarier nutzten die Gelegenheit, um viele Fragen zur Arbeit im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst und zum Bau des geplanten stationären Kinderhospizes zu stellen. Weitere Informationen unter https://deutsche-kinderhospiz-dienste.de/ oder auf https://www.instagram.com/hope.kommt.rum/.


Kinderhospizliche Begleitung beginnt mit der Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung

Mit großer Aufmerksamkeit erfuhren die Merianschülerinnen und -schüler, wie Familien mit schwer erkrankten Kindern durch speziell ausgebildete Ehrenamtliche begleitet werden, meist etwa drei Stunden pro Woche, individuell abgestimmt auf die Bedürfnisse der Familie. Ambulante kinderhospizliche Begleitung erfolgt oft über viele Jahre hinweg, von der Diagnose bis zum Tod des Kindes und zum Teil auch noch darüber hinaus. In dieser Zeit entstehen häufig enge und vertrauensvolle Beziehungen zu den Familien. Die ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter unterstützen Familien beispielsweise, indem sie Zeit mit dem erkrankten Kind oder dessen Geschwistern verbringen. So können Eltern wichtige Termine wahrnehmen oder einfach einmal gemeinsam Kraft schöpfen, ohne sich kümmern und sorgen zu müssen.

Informationen zum geplanten stationären „Mein Kinderhospiz Frankfurt“

Auch über den Bau des in Planung befindlichen stationären Kinderhospizes „Mein Kinderhospiz Frankfurt“ wurde gesprochen. Ein Aufenthalt im stationären Kinderhospiz ähnelt für viele Familien einer Art „Kur“. Sie können dort für bis zu vier Wochen im Jahr neue Energie tanken, um den oft sehr herausfordernden Alltag zuhause besser bewältigen zu können. In Deutschland gibt es für rund 100.000 schwer erkrankte Kinder und ihre Familien derzeit nur 22 stationäre Kinderhospize. Mit dem Bau eines stationären Kinderhospizes schaffen die Deutschen Kinderhospiz Dienste hier dringend benötigte Plätze für die rund 900 betroffenen Familien in Frankfurt am Main.

Am Ende des Besuchs entstand ein gemeinsames Gruppenfoto mit Bärenbotschafter Hope für die Schülerzeitung. Außerdem sprachen die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrerin eine Einladung zum Schulfest am 9. Mai aus. Dort werden die Deutschen Kinderhospiz Dienste erneut über die Kinderhospizarbeit informieren, mit Eltern ins Gespräch kommen und für weiteres Engagement in dem Stadtteil werben. „Das Interesse, die Empathie und die Offenheit der Kinder haben mich tief beeindruckt“, so Katrin Becker-Oligmüller. „Begegnungen wie diese zeigen, wie wichtig die Aufklärung über Kinderhospizarbeit ist und wie viel Verständnis und Mitgefühl schon bei den Jüngsten vorhanden ist.“

(Text: PM Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Frankfurt am Main)