
Deutlich mehr Salz als im Durchschnitt der letzten 20 Jahre benötigt
In der Wintersaison 2025/26 war der Salzverbrauch bei Hessen Mobil deutlich höher als in den letzten Jahren. Die rund 1.000 Winterdienstkräfte auf den 46 Straßenmeistereien von Hessen Mobil haben von Oktober 2025 bis Ende März knapp 110.000 Tonnen Salz gestreut. Einsatzgebiete der 380 Streufahrzeuge waren die hessenweit rund 15.200 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.
Der Durchschnittsverbrauch der letzten 20 Jahre auf diesem Netz liegt bei ca. 81.000 Tonnen Salz. Gerade im Vergleich zu den letzten beiden Winterdienstsaisons 2023/2024 und 2024/2025 mit ca. 65.000 Tonnen wurde also deutlich mehr gestreut.
Dank langfristiger Lieferverträge konnte der hessenweite Salzvorrat von 90.000 Tonnen, da wo es nötig war, problemlos kurzfristig aufgefüllt werden. Das nicht verbrauchte Salz bleibt über den Sommer eingelagert und steht im kommenden Winter zur Verfügung.
„Der intensive Winter hat nicht nur den hessischen Straßen, sondern natürlich auch unseren Kolleginnen und Kollegen der Straßenmeistereien viel abverlangt. Sie waren in den vergangenen Monaten noch häufiger und länger unterwegs als in den Jahren zuvor, um die Straßen frei und sicher zu halten, nicht selten auch rund um die Uhr. Ich danke allen unseren Winterdienstkräften herzlich für ihr Engagement und ihren starken Einsatz, damit die Menschen sicher an ihr Ziel kommen“, sagte Hessen Mobil-Präsident Heiko Durth.
Digitale Streutechnik
Um Streumittel so optimal wie möglich einzusetzen, nutzt Hessen Mobil computergesteuerte Streutechnik und hoch wirksames Feuchtsalz (sogenanntes FS 30, also 70 Prozent Salz und 30 Prozent Salzlösung), das sich gleichmäßig verteilt, sehr gut haftet und schon bei kleiner Menge große Tauwirkung erzielt. Ein Vorteil für die Umwelt und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.
Deutlich mehr Schnee
Großflächig hatten die Winterdiensteinsätze 2025/26 Ende November begonnen, vereinzelt auch mit Schnee, zum Jahreswechsel wurde es dann deutlich schneereicher – auch bis in die tieferen Lagen. Im Januar und Februar brachten unter anderem Sturmtief Elli und Tief Leonie erneut tiefere Temperaturen mit häufigen Schneefällen und überfrierender Nässe nach ganz Hessen.
Im März wurden die Tagestemperaturen zwar milder, vor allem in den Höhenlagen der hessischen Mittelgebirge kam es nachts aber noch vereinzelt zu Reif und überfrierender Nässe und somit zu Einsätzen für die Straßenmeistereien. Offiziell dauert die Winterdienstsaison bei Hessen Mobil noch bis Mitte April.
Schlaglochprogramm des Landes Hessen
Der besonders frostige Winter hat auf vielen hessischen Landesstraßen Spuren hinterlassen. Durch häufige Frost-Tau-Wechsel sind zahlreiche Schlaglöcher entstanden. Das Hessische Verkehrsministerium hat daher mit einem landesweiten Schlaglochprogramm darauf reagiert. Insgesamt werden rund 6 Millionen Euro investiert, damit Schäden schnell beseitigt werden können und die Verkehrssicherheit auf Hessens Straßen gewährleistet bleibt.
Im Rahmen des Programms werden insbesondere kleinere Reparaturmaßnahmen im gesamten Landesstraßennetz umgesetzt. Für diese Fahrbahnunterhaltungsmaßnahmen stehen in diesem Jahr aufgrund des im Vergleich zu den Vorjahren deutlich höheren Frostschadensumfang zusätzlich 3,0 Millionen Euro bereit.
Hessen Mobil-Präsident Heiko Durth erklärte: „Um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen, haben wir in den vergangenen Wochen auch bereits begonnen, akute Schlaglöcher mit Kaltmischgut zu verfüllen.“ Später folgen dann dauerhaftere Reparaturen mit Heißmischgut.
Hessenweit wurden so in diesem Jahr bereits über 48.000 Fahrbahnschäden auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen beseitigt, davon allein über 32.000 auf Landesstraßen. Addiert man Material-, Personal- und Anfahrtskosten, kostet die Beseitigung eines Schlaglochs mit Kaltmischgut in etwa 500 Euro. Diese Arbeiten werden noch einige Wochen in Anspruch nehmen.
Weitere Informationen: www.mobil.hessen.de/Winterdienst.
(Text: PM Hessen Mobil)

