Darmstadt-Dieburg: Lachgasverbot setzt klares Zeichen für den Jugendschutz

Symbolbild Lachgas-Kartusche (Foto: Hanay auf WikimediaCommons unter Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert)

Schluss mit der Verharmlosung

Die Fachstelle Suchtprävention des Landkreises Darmstadt-Dieburg begrüßt das Inkrafttreten des Lachgasverbots am 12. April 2026 ausdrücklich. Aus Sicht der Prävention ist dieser Schritt längst überfällig und ein klares politisches Signal: Der Schutz junger Menschen muss oberste Priorität haben.


In den vergangenen Jahren hat sich der Konsum von Lachgas insbesondere unter Jugendlichen besorgniserregend entwickelt. Was häufig als vermeintlich harmloser Trend dargestellt wird, birgt erhebliche gesundheitliche Risiken – von akuten neurologischen Ausfällen bis hin zu langfristigen Schäden. Das neue Verbot setzt hier eine wichtige Grenze und macht deutlich: Diese Form des Konsums ist kein Spaß, sondern eine ernstzunehmende Gefahr.

„Das Verbot ist ein wichtiger und richtiger Schritt. Wir sehen seit einiger Zeit, dass Lachgas insbesondere bei Jugendlichen verharmlost wird. Dabei sind die gesundheitlichen Risiken erheblich – von neurologischen Schäden bis hin zu langfristigen Beeinträchtigungen“, betont Sozial- und Jugenddezernentin Christel Sprößler. „Prävention bleibt aber weiterhin unerlässlich, denn Verbote allein reichen nicht aus.“

Begleitung des Verbots mit gezielten Maßnahmen

Die Fachstelle Suchtprävention begleitet das Verbot aktiv mit gezielten Maßnahmen. Im Rahmen ihres Lachgaspräventionskonzeptes wurde ein neues Infoplakat entwickelt, das die Risiken verständlich und eindrücklich vermittelt. Dieses wird in den kommenden Wochen flächendeckend an Schulen, Jugendzentren und weitere Einrichtungen im Landkreis verteilt. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig zu erreichen, aufzuklären und zum Nachdenken über ihr Konsumverhalten anzuregen.

Parallel dazu hat die Fachstelle ihren Informationsflyer (siehe unten) grundlegend überarbeitet. Hintergrund ist die deutliche Erweiterung der Präventionsangebote im vergangenen Jahr. Neben Maßnahmen zur Lachgasprävention wurden insbesondere auch neue Formate zu den Themen Vapen und Cannabis entwickelt. Damit reagiert der Landkreis konsequent auf aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Suchtverhalten junger Menschen.
„Wir haben unser Angebot im vergangenen Jahr gezielt ausgebaut, um auf neue Trends reagieren zu können. Gerade Themen wie E-Zigaretten oder Cannabis beschäftigen viele Jugendliche – hier setzen wir mit passgenauen, lebensnahen Angeboten an“, erklärt Helen Saborowski von der Fachstelle Suchtprävention.

Mit dem neuen Flyer gibt die Fachstelle einen umfassenden Überblick über ihre Angebote und lädt Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen sowie weitere Partner zur Zusammenarbeit ein. Denn wirksame Prävention gelingt nur gemeinsam.

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg wird auch künftig konsequent auf Aufklärung, frühzeitige Intervention und starke Netzwerke setzen, um junge Menschen zu schützen und sie in ihrer Entwicklung zu stärken.

(Text/Flyer: PM Landkreis Darmstadt-Dieburg)