Kulturdezernentin Hartwig eröffnet Brunnensaison 2026 in Frankfurt

Mit dem traditionellen „Wasser marsch!“ gab Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, am Lucae-Brunnen das Kommando, die Brunnen im Stadtgebiet für die neue Saison anzuschalten. (Foto: Isaak Papadopoulos)

Am gestrigen Mittwoch wurde in Frankfurt die aktuelle Brunnensaison eröffnet. An einem der schönsten und imposantesten Brunnen im Stadtgebiet, dem Lucae-Brunnen auf dem Opernplatz. Mit dem traditionellen „Wasser marsch!“ gab Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, das Kommando, die Brunnen im Stadtgebiet für die neue Saison anzuschalten.


„Jedes Jahr freue ich mich, wenn wir die städtischen Brunnen wieder aktivieren und sie zum Sprudeln bringen“, sagt Hartwig. „Damit lassen wir den Winter hinter uns, der dieses Mal wirklich kalt und lang war und stellen uns auf die warme Jahreszeit ein. Die Brunnen haben in Frankfurt eine lange Geschichte. Es gibt sie hier bei uns schon seit der Römerzeit. Und auch wenn sie heute für uns nicht mehr lebensnotwendige Wasserspender sind, spielen sie doch nach wie vor eine große Rolle für die Freizeit und Lebensqualität in unserer Stadt.“

Über den Lucae-Brunnen auf dem Opernplatz

Die Brunnen-Saison wird jedes Jahr an einem anderen Brunnen eröffnet. Dieses Mal am Lucae-Brunnen, einem der größten Springbrunnen im Frankfurter Stadtgebiet und zentral gelegen auf dem Frankfurter Opernplatz. Gemeißelt wurde er aus 120 Tonnen schwerem Reinersreuther Edelgelbem Granit. Er wurde 1983 in Betrieb genommen, 2010 ist er saniert worden. Die Basis bildet das runde Becken, das einen beeindruckenden Durchmesser von 17 Metern hat. Die Brunnenschale liegt gute drei Meter hoch auf einer Säule und hat einen Durchmesser von fünf Metern. Der Lucae-Brunnen liegt direkt gegenüber der Alten Oper und sein Name ist eng mit deren Geschichte verbunden.

Am 20. Oktober 1880 wurde hier das erste eigene Opernhaus der Stadt eingeweiht. Die Spielstätte wurde im Stil der Neurenaissance erbaut und gehörte zu den fortschrittlichsten Bauten ihrer Zeit. Den Theatersaal hat der Berliner Architekt Richard Lucae gestaltet. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufbau des Gebäudes hat man sich dazu entschlossen nach Skizzen von Richard Lucae auch einen Brunnen auf dem Opernplatz zu errichten: Den heutigen Lucae-Brunnen.

110 städtische Brunnen werden vom Frankfurter Kulturamt betreut

In Frankfurt gibt es aktuell 150 städtische Brunnen, 40 davon werden vom Grünflächenamt betreut, 110, also der Großteil, vom Frankfurter Kulturamt. Daher wird Hartwig häufig inoffiziell auch „Brunnendezernentin“ genannt.

Aktuelle Sanierungen und Ausblick

Damit die Brunnen gut in Schuss bleiben, müssen einige von ihnen immer mal wieder repariert werden.

Der Brunnen im Metzlerpark und der Florentinerbrunnen am Nebbienschen Gartenhaus müssen bald saniert werden. Die Planungen haben bereits begonnen. Beide gehen daher dieses und nächstes Jahr nicht in Betrieb. Aktuell werden der Brunnen am Weißen Stein und der Entenbrunnen in Sindlingen saniert. Die Arbeiten sind weit vorangeschritten, sodass beide Brunnen noch in diesem Sommer wieder in Betrieb gehen werden.

(Text: PM Stadt Frankfurt)