Eppertshäuser Gemeindevertretung hat sich konstituiert

Der neue Eppertshäuser Gemeindevorstand besteht aus fünf Männern und zwei Frauen. Von links nach rechts: Mike Pritsch (CDU, Erster Beigeordneter), Jochen Freibert (CDU), Judith Quadflieg (CDU), Andrea Gruber (CDU), Reimund Viertl (SPD), Hans-Joachim Larem (SPD) und Bürgermeister Stephan Brockmann (CDU), der dem Gremium qua Amt angehört. (Foto: jedö)

Die neue Periode in der Eppertshäuser Kommunalpolitik kann beginnen: Am Montagabend hat sich die Gemeindevertretung für die nächsten fünf Jahre – bis zu den Hessischen Kommunalwahlen 2031 – konstituiert. Neben dem Vorsitzenden des Ortsparlaments wurden unter anderem die sechs Mitglieder des neuen Gemeindevorstands gewählt. In diesem Zug hat die Gemeinde einen neuen Vize-Bürgermeister bekommen.


Denn der Erste Beigeordnete unter den insgesamt sieben Gemeindevorstands-Mitgliedern (gemäß dem Wahlergebnis vier Beigeordnete von der CDU und zwei von der SPD, dazu der qua Amt dem Gemeindevorstand angehörenden CDU-Bürgermeister Stephan Brockmann) ist zugleich der Stellvertreter des Verwaltungschefs – etwa bei längerer urlaubs- oder krankheitsbedingter Abwesenheit. Den größten Teil der vergangenen Wahlperiode war Brockmann selbst in dieser Rolle, ehe Carsten Helfmann aus dem Amt schied und der Christdemokrat seinerseits Bürgermeister wurde. Seit Brockmanns Amtsantritt 2025 fungierte deshalb Rita Filipp als Stellvertreterin. Die Trägerin des Landesehrenbriefs kehrte nun aber nicht mehr in das Spitzengremium der Ortsverwaltung zurück.

Ihr folgte als Erster Beigeordneter Mike Pritsch. Ihn hatte die Eppertshäuser Union auf Platz eins ihrer Liste für den Gemeindevorstand gesetzt. Darüber hinaus wird die CDU dort in den nächsten fünf Jahren von Judith Quadflieg, Andrea Gruber und Jochen Freibert vertreten. Die beiden SPD-Plätze nehmen Reimund Viertl und Hans-Joachim Larem ein. Inklusive Stephan Brockmann sind es bei Vollzähligkeit in den nichtöffentlichen Sitzungen des Gemeindevorstands also sieben Personen, die neue Themen diskutieren, Beschlussvorschläge für die Gemeindevertretung vorbereiten oder budgettechnisch kleinere Beschlüsse auch ohne Anhörung des Parlaments fassen können.

Bei der CDU waren drei der vier Gemeindevorstände auch als Gemeindevertreter gewählt worden. Beide Aufgaben schließen sich gemäß Hessischer Gemeindeordnung aber aus, so dass das CDU-Trio seinen Mandatsverzicht erklärte und Marius Kühnscherf, Sebastian Engel und Roland Gruber in die Fraktion nachrückten. Bei der SPD war dies im Fall von Viertl ebenso, für ihn rückte Meike Mittmeyer-Riehl nach. Dennoch werden die Sozialdemokraten nur sechs von sieben Sitzen besetzen, weil der gewählte Reiner Groh seinen Erstwohnsitz von Eppertshausen wegverlegt hat. Das Ortsparlament wird bis 2031 also nie die maximale Personenzahl von 23 sehen. Neben 15 Christ- und sechs Sozialdemokraten gibt für die FDP Thorsten Weber den Einzelkämpfer. Im Gemeindevorstand sind die Liberalen erneut nicht vertreten.

Konstanz herrscht derweil in der Position des Vorsitzenden der Gemeindevertretung: Einstimmig wählten die neuen Parlamentarier hierfür Ewald Gillner (CDU), der das Amt auch in der vergangenen Periode ausgeübt hatte. Gillner kündigte nach der Sitzung allerdings an, dass dies seine letzte Amtszeit werde.

Abgestimmt wurde auch darüber, welche Gemeindevertreter Eppertshausen in den Zweckverbänden (etwa von Sparkasse und Gruppenwasserwerk) vertreten. Die politischen Ausschüsse konstituieren sich kommende Woche: Am Dienstag (28.) um 19 Uhr der Sozial-, Sport-, Jugend-, Kultur- und Seniorenausschuss am Dienstag um 20 Uhr der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss sowie am Mittwoch (29., 20 Uhr) der Haupt- und Finanzausschuss. Diese Sitzungen finden im Rathaus-Sitzungssaal statt. Die komplette Gemeindevertretung tagt weiter im kleinen Saal der Bürgerhalle.

(Text: jedö)