Arbeitsschutz im Fokus: RP Darmstadt führt tausende Kontrollen durch

(Symbolfoto: FizaPaintWork auf Pixabay)

4.500 Betriebsbesichtigungen und 3.000 Baustellenkontrollen durch das RP

Anlässlich des internationalen „World Day for Safety and Health at Work“ am rückt das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt seine Arbeit für sichere Arbeitsbedingungen in Südhessen in den Fokus. Rund 190 Beschäftigte überwachen von drei Standorten aus (Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden) mehr als 200.000 Betriebe mit über 1,7 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Ihr Ziel: Risiken frühzeitig erkennen, Unfälle vermeiden und den Gesundheitsschutz in den Unternehmen stärken.


Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in Südhessen bewegte sich in der Vergangenheit in einer Größenordnung von weniger als zehn im Jahr. Der Handlungsbedarf bleibt insgesamt hoch: Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen verursachen jedes Jahr erhebliche persönliche und wirtschaftliche Schäden. Viele dieser Risiken lassen sich durch konsequenten Arbeitsschutz deutlich reduzieren.

Im Jahr 2025 hat die Abteilung Arbeitsschutz– rund 4.500 Betriebe überprüft
– etwa 3.000 Baustellen kontrolliert
– 305 Anordnungen erlassen und
– 140 Bußgelder verhängt.

In zwölf Fällen wurden Strafanzeigen gestellt

Die meisten der festgestellten Beanstandungen konnten kooperativ mit den Arbeitgebern abgestellt werden.

Mängel bei Fluchtwegen und die Beleuchtung in Arbeitsstätten waren die häufigsten Beanstandungen. Zudem fehlten in vielen Betrieben Gefährdungsbeurteilungen oder eine betriebsärztliche Betreuung. Auch nicht geprüfte Arbeitsmittel und ein unsachgemäßer Umgang mit Gefahrstoffen wurden regelmäßig festgestellt.

Neben der Kontrolle setzt das RP Darmstadt auf Beratung und Prävention. Die Arbeitsschutzexperten unterstützen Unternehmen dabei, gesetzliche Vorgaben umzusetzen und wirksame Schutzmaßnahmen zu etablieren. Abteilungsleiterin Jutta Flocke betont: „Die Arbeitswelt verändert sich rasant, geprägt durch Digitalisierung, neue Arbeitsformen und steigende psychische Belastungen. Umso wichtiger ist es, Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz ganzheitlich zu denken und konsequent umzusetzen.“

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, nicht nur physische Gefahren zu minimieren, sondern auch psychosoziale Risiken aktiv zu adressieren. Moderne Arbeitsschutzkonzepte gehen daher über klassische Sicherheitsmaßnahmen hinaus und integrieren Aspekte wie mentale Gesundheit, ergonomische Arbeitsgestaltung und flexible Arbeitsmodelle.

Hintergrund

Die Arbeitsschutzaufsicht des RP Darmstadt basiert auf rund 60 Gesetzen und Verordnungen. Neben dem Schutz von Beschäftigten umfasst sie auch die Marktüberwachung, etwa von Medizinprodukten, technischen Anlagen und chemischen Stoffen.

Geahndet werden Gesetzesverstöße auf Baustellen und in Betrieben. Außerdem sorgt das RP unter anderem dafür, dass Aufzüge, Arbeitsgeräte und Tankstellen sicher sind. Es überprüft, dass Lkw- und Busfahrer die vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten.
Am Standort in Wiesbaden befindet sich das Fachzentrum für Medizinischen Arbeitsschutz, in dem der hessenweit tätige Landesgewerbearzt angesiedelt ist. Dieser forscht zu den Auswirkungen der Arbeit auf die Gesundheit in verschiedenen Branchen. Außerdem ist er bei der Anerkennung von Berufskrankheiten beteiligt.

Link: https://rp-darmstadt.hessen.de/gesundheit-und-soziales/arbeitsschutz

(Text: PM Regierungspräsidium (RP) Darmstadt)